Die kantonale Ombudsstelle hat zwei Aufträge: Konfliktprävention und einvernehmliche Lösungen suchen

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Gemäss Artikel 1 des Ombudsgesetzes (OmbG) ist die Mediation für Verwaltungsangelegen­heiten ein Prozess, bei dem eine qualifizierte und unabhängige Person als Gesprächspart­nerin zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den kantonalen Verwaltungsbehörden dient, um Konflikten vorzubeugen oder einvernehmliche Lösungen zu finden. Sie hat zum Ziel:

  • die Bürgerinnen und Bürger im Verkehr mit den Behörden zu unterstützen und in Streitfällen als Vermittlerin zu dienen;
  • Konflikten zwischen Behörden und Bürgerinnen und Bürgern vorzubeugen und darauf hinzuwirken, dass sie einvernehmlich gelöst werden;
  • die Behörden zu ermuntern, gute Beziehungen zu den Bürgerinnen und Bürgern zu pflegen;
  • zur Verbesserung der Arbeit der Behörden beizutragen;
  • den Behörden unbegründete Vorwürfe zu ersparen.

Konfliktprävention: erklären, informieren und beraten

Konflikte entstehen oft, weil etwas nicht oder falsch verstanden wird. Deshalb erklärt die Mediatorin Verwaltungsabläufe, übersetzt Entscheide von der Amtssprache in leicht verständliche Sätze, informiert über die Rechtslage und kann Empfehlungen zur Selbsthilfe geben.

Einvernehmliche Lösungen suchen: Vermittlung und Mediation

Ist der Sachverhalt oder die Rechtslage nicht eindeutig oder fühlt sich die ratsuchende Person missverstanden oder ungerecht behandelt, so klärt die Mediatorin ab und überprüft die Sachlage. Allenfalls vermittelt sie zwischen den Parteien. Dabei hilft sie bei der Suche nach fairen und gütlichen Lösungen oder hilft bei der Verbesserung der Kommunikation zwischen den Parteien.