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Bus de prévention à la traite des êtres humains
Bus prévention traite êtres humains 3 © 2018 Alle Rechte vorbehalten

Freiburg engagiert sich im Kampf gegen Menschenhandel und sensibilisiert die Bevölkerung

Bus de prévention à la traite des êtres humains
Bus prévention traite êtres humains 3 © 2018 Alle Rechte vorbehalten

14. September 2018 - 06h54

Seit gestern und bis am 22. September sensibilisiert der Staat Freiburg seine Bevölkerung für Menschenhandel. Dieses oft unsichtbare Phänomen betrifft besonders verletzliche Personen und ist auch in der Schweiz eine Realität. In Murten, Freiburg und Bulle haben interessierte Personen nun die Gelegenheit, in einem Informationsbus eine Ausstellung zu den verschiedenen Formen des Menschenhandels zu besuchen und sich über jene Stellen zu informieren, an die sie sich in einem konkreten Verdachtsfall wenden können.

Was genau ist Menschenhandel? Welches sind die Hauptbereiche dieser Form der Ausbeutung? Wie können Opfer erkannt werden? Welche Stellen sind im Verdachtsfall zu kontaktieren? Diese und andere Fragen beantwortet der Informationsbus zum Thema Menschenhandel, der aktuell im Kanton Freiburg Halt macht. Nachdem er gestern Donnerstag in Murten Station machte, hält er heute Freitag, 14. und Samstag, 15. September auf der Place Georges-Python in Freiburg sowie am 21. und 22. September auf der Place des Alpes in Bulle.

Der Informations- und Sensibilisierungsbus, den die Internationale Organisation für Migration (IOM) und die Neuenburger Stiftung «Fondation neuchâteloise pour la coordination de l’action sociale» (FAS) gemeinsam konzipiert haben, durchquert seit bald einem Jahr die Schweiz und hat schon rund fünfzehn Städte besucht. Die Tour durch die Schweiz wird auch nach dem Besuch im Kanton Freiburg fortgesetzt.

Im Kanton Freiburg geschieht der Kampf gegen Menschenhandel systematisch über einen Kooperationsmechanismus, der alle Akteure einbindet, die vom einen oder anderen Aspekt betroffenen sind: Kantonspolizei, Amt für Bevölkerung und Migration, Kantonales Sozialamt, Amt für den Arbeitsmarkt, Staatsanwaltschaft und Opferberatungsstellen (gemäss Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Straftaten).

Kriminelles Schattengewerbe

Der Kooperationsmechanismus, der seit bald zwei Jahren einsatzbereit ist, wird nur in einigen wenigen Fällen pro Jahr eingeschaltet. Menschenhandel ist ein Schattengewerbe, ein unter anderen, verwandten Delikten verborgenes Verbrechen, dessen Tatbestandsmerkmale schwer zu belegen sind. Die wenigen Fälle, bei denen der Freiburger Kooperationsmechanismus bis jetzt angewendet wurde, widerspiegeln deshalb nicht das geringe Ausmass des Phänomens, sondern vielmehr die Schwierigkeit, Ermittlungen erfolgreich abzuschliessen und den Menschenhandel zu beweisen. In diesem Kontext begünstigt eine Sensibilisierung der Bevölkerung als Ganzes die Aufdeckung von Verdachtsfällen, ihre Prüfung durch die zuständigen Behörden und den Schutz der Opfer.

Orte, Daten und Öffnungszeiten

Freiburg, place Georges-Python

  • Freitag, 14. September 2018, de 11-19 Uhr
  • Samstag, 15. September 2018,  9-17 Uhr

Bulle, place des Alpes

  • Freitag, 21. September 2018, de 11-19 Uhr
  • Samstag, 22. September 2018, 9-17 Uhr

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