Zum 10-jährigen Bestehen der Rassismusprävention findet eine Aktionswoche hauptsächlich online statt

10. März 2021 -10h00

Die Pandemie wird die Woche gegen Rassismus in diesem Jahr nicht beinträchtigen. Aber diese zehnte Ausgabe – die auch zehn Jahre staatliches Engagement für die Rassismusprävention markiert – wird hauptsächlich online stattfinden. Das ursprünglich für dieses Jahr geplante Hauptereignis – eine Ausstellung im Museum für Kunst und Geschichte (MAHF) in Freiburg – wurde auf 2022 verschoben.

Die verschiedenen Vereine und Institutionen, die Partnerinnen und Partner der Fachstelle für die Integration von Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention (IMR) sind, haben in diesem Jahr Phantasie bewiesen und im Rahmen der 10. Woche gegen Rassismus Veranstaltungen vorgeschlagen, die mit den gesundheitlichen Einschränkungen vereinbar sind. Das Programm, das im Vergleich zu den ursprünglichen Ambitionen etwas reduziert wurde, bietet hauptsächlich Online-Veranstaltungen an. Ein Podcast zum Thema Mehrfachdiskriminierung, «lebende Bücher», Kurse, ein Empowerment-Workshop und weitere Vorträge und Debatten ermöglichen es, die verschiedenen Facetten von Rassismus am Bildschirm zu vertiefen.

Aber eine gewisse Anzahl von Veranstaltungen findet in Freiburg, Villars-sur-Glâne, Marly, Estavayer-le-Lac, Hauterive oder Bulle auch vor Ort statt, insbesondere für Kinder und Jugendliche, in Schulen oder soziokulturellen Zentren. Das gesamte Programm erstreckt sich vom 12. März bis zum 16. April. Die Hauptveranstaltung, die Ausstellung «Wir und die Anderen: Vom Vorurteil zum Rassismus», die im Museum für Kunst und Geschichte in Freiburg geplant war, wird auf das Jahr 2022 verschoben, um die Kulturvermittlung optimal aufzuwerten.

Diese 10. Ausgabe der Woche gegen Rassismus markiert auch zehn Jahre Engagement des Staates Freiburg für die Rassismusprävention. Vor der ersten Ausgabe, die 2012 von allen lateinischen Kantonen organisiert wurde, war dieses Handlungsfeld noch unerforscht, da sich die junge IMR bis dahin hauptsächlich auf die Entwicklung der Politik zur Integration der Migrantinnen und Migranten konzentriert hatte. Seitdem hat die Rassismusprävention Jahr für Jahr an Substanz gewonnen. Ab 2014 stellt sie einen integralen Bestandteil des gemeinsam mit dem Bund erarbeiteten kantonalen Integrationsprogramms dar. Dann, ab 2016, betraut die Sicherheits- und Justizdirektion die Caritas Freiburg mit der Schaffung eines Beratungsdienstes mit der Bezeichnung «Respekt für alle» für Menschen, die mit Situationen rassistischer Diskriminierung konfrontiert sind. Schliesslich bemühte sich die IMR in den letzten Jahren, das Netzwerk von Partnerinnen und Partnern, die im Kampf gegen Rassismus aktiv sind, zu stärken, aber auch Schulungen für die entsprechenden Strukturen der Gemeinwesen einzurichten.

«In einer Zeit, in der die Frage der Rassendiskriminierung in der öffentlichen Debatte auf globaler Ebene an Bedeutung gewonnen hat, hat der Staat Freiburg die Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen und dazu beizutragen, jegliche Diskriminierung zu verhindern, um den sozialen Zu­sammenhalt und das gemeinsame Handeln zu fördern», betont Staatsrat Maurice Ropraz.