Der Auftrag der Abteilung Freiheitsstrafen, Massnahmen und Bewährungshilfe (FMB) besteht in der Umsetzung und Koordinierung des administrativen, rechtlichen, kriminologischen und sozialpädagogischen Vollzugs von Freiheitsstrafen, Massnahmen (im Sinne der Artikel 56, 67 und 67b StGB) und Mandaten der Bewährungshilfe gemäss den rechtlichen Bestimmungen des Bundes, der Kantone und des Konkordats. Sie handelt im Interesse der öffentlichen Sicherheit und stützt sich dabei auf die Grundsätze der Minimierung des Rückfallrisikos, auf die Förderung des Ausstiegs aus der Delinquenz und auf die Unterstützung der sozialen Wiedereingliederung.

Bewährungshilfe (Art. 93 StGB)

Mit der Bewährungshilfe sollen die betreuten Personen vor Rückfälligkeit bewahrt und sozial integriert werden. Die für die Bewährungshilfe zuständigen Mitarbeitenden der FMB leisten und vermitteln die hierfür erforderliche Sozial- und Fachhilfe, wenn nötig in Zusammenarbeit mit anderen Fachpersonen.

Eine Bewährungshilfe kann im Fall einer bedingten oder teilbedingten Verurteilung sowie einer bedingten Entlassung von einer Freiheitsstrafe oder Massnahme angeordnet werden, oder zusätzlich zur Behandlung im Rahmen eines ambulanten Massnahmenvollzuges (Art. 63 StGB).

Zusätzlich zur Bewährungshilfe kann die zuständige Behörde dem Verurteilten Weisungen erteilen, die insbesondere die Berufsausübung, den Aufenthalt, das Führen eines Motorfahrzeuges, den Schadenersatz sowie die ärztliche und psychologische Betreuung betreffen.

Entzieht sich der Verurteilte der Bewährungshilfe oder missachtet er die Weisungen, verletzt er Art. 295 StGB und wird mit Busse bestraft.