Umsetzung der Verkehrsmassnahmen im Sense Oberland ab Sommer 2012

30. Mai 2012 -16h30

In den nächsten Wochen werden die im Jahre 2008 verfügten Verkehrsmassnahmen auf den Alp- und Waldwegen im Sense Oberland signalisiert und deren Einhaltung kontrolliert. Die Verkehrsmassnahmen beinhalten weitestgehend die Vorschläge der Region Sense vom Herbst 2006. Diese decken sich mit der Vollzugsphilosophie der kantonalen Ämter, welche im übrigen Kantonsgebiet bereits umgesetzt sind.

Im Allgemeinen werden die Fahrverbote auf Alp- und Waldwegen gemäss Baubewilligung beibehalten. Reine Waldwege und die Seitenwege der Hauptaufstiege bleiben oder werden gesperrt. Verschiedene Hauptaufstiege bleiben offen oder werden geöffnet. Neue Barrieren werden vermieden. Es gilt eine Wintersperre (16. November bis 15. April) für alle Wege oberhalb der ganzjährig bewohnten Liegenschaften.

Im Muschernschlund bleiben die Muscherntalstrasse bis Schönenboden und die Zufahrten zum Steiners Hohberg und zur Alpkäserei Ganterschli offen. Das Fahrverbot zum Unter Spittelgantrisch ist aufgehoben. Auf den Alpwegen um den Schwarzsee (Euschels, Brecca, Recardets, Schlossisboden) gilt das Fahrverbot seit Jahren. Zusätzlich signalisiert wird das Fahrverbot auf dem Riggisalpweg. Im Gebiet Schwyberg und Ättenberg bleiben die Alp- und Waldwege Buntschena-Nielenboden, Sitevorschis, Knewis und Glunggmoos-Stoss auch künftig gesperrt.

Weiter werden einzelne Hofzufahrten gesperrt. Offen bleiben die Ättenberg- und die Gurlistrasse. Neu wird die Schwybergstrasse geöffnet und das bisherige Fahrverbot entfernt. Im Plasselbschlund werden die Waldwege in den Staats- und Gemeindewäldern gesperrt. Offen bleiben die Basisstrassen bis Falli-Hölli, Steinbruch Tatüren und die Plasselbschlund-Strasse bis Torryboden. In den Gemeindewäldern Oberschrot und Plasselb bleibt die Verbindungsstrasse zwischen Tschüppleren und Falli-Hölli-Strasse offen.

Allgemein handelt es sich nicht um generelle Fahrverbote. Einheitlich gilt ein Fahrverbot für den motorisierten Verkehr (Dreiteiliges Fahrverbot); ausser für den Breccaweg, für den ein allgemeines Fahrverbot (weisses, rundes Signal mit rotem Ring) gilt. Fahrzeuglenker sind berechtigt, die gesperrten Wege zu benützen, wenn sie Grundeigentümer, Bewirtschafter oder Mieter sind, Arbeiten zu verrichten oder Transporte auszuführen haben. Für die Mehrheit der Strassen, welche Liegenschaften mit Bewohnern während des ganzen Jahres oder der Sömmerungsperiode erschliessen, wird der Kreis der Berechtigten erweitert für den Zubringerdienst. Damit ist beispielsweise auf den Wegen Buntschena-Nielenboden, Gassera-Schlossisboden und Euschels das Befahren für das Besuchen von Anwohnern gestattet. Nicht zum Kreis der Berechtigten gehören beispielsweise Pilz- und Beerensammler, Ausflügler oder Buvetten-Besucher.

Auf den gesperrten Wegen werden künftig von der Polizei, dem Forstdienst und der Wildhut Kontrollen durchgeführt und Fehlbare müssen mit einer Busse rechnen. Bis im nächsten Jahr werden die Fahrzeugabstellplätze beim Beginn der gesperrten Waldwege des Staatswaldes erweitert. Im übrigen Gebiet wird das Angebot an Fahrzeugabstellplätzen von den Grundeigentümern und den Gemeinden als genügend erachtet. In den nächsten Monaten wird ein Nachtrag zur Verfügung vom Jahr 2008 publiziert, welche kleinere Korrekturen (Standorte gewisser Signale, Texte auf Zusatztafeln) und das Aufheben des Parkverbotes entlang der offenen Wege, aber nicht die Sperrungen weiterer Wege beinhalten.

Ähnliche News