Interkantonales Gymnasium der Region Broye: Die Rohbauarbeiten haben begonnen

26. Juni 2020 -09h00

In Payerne schreitet die Erweiterung des Interkantonalen Gymnasiums Broye (GYB) mit dem Beginn der Rohbauarbeiten voran. Dieses Projekt der Kantone Freiburg und Waadt erlaubt es, dem Bevölkerungswachstum und der Dynamik der Region Broye gerecht zu werden. Bei dem in Terrassen angelegten Ergänzungsbau wurde ein besonderes Augenmerk auf dessen Integration in das Quartier, die Funktionalität der Räumlichkeiten und eine verbesserte Zugänglichkeit für den Fuss- und Veloverkehr gelegt. Das GYB wird zum Schulbeginn 2021 rund 1500 Schülerinnen und Schüler aufnehmen können.

Interkantonales Gymnasium der Region Broye
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Das im Mai 2019 vorgestellte Projekt wurde mit 29 Millionen Franken veranschlagt und wird zu gleichen Teilen von beiden Kantonen finanziert. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler des GYB nahm stetig zu: Bei dessen Eröffnung im Jahr 2005 lag diese Zahl bei 850; zum Schulbeginn 2017 waren es bereits knapp 1200 Schülerinnen und Schüler.

So sind 25 neue vielseitig nutzbare Klassenzimmer und eine neue Sporthalle, die direkt von aussen zugänglich sein wird, vorgesehen. Die geplante Erweiterung ermöglicht es, neben den funktionalen Zielen auch die Ziele betreffend Städtebau, Zugänglichkeit und Mobilität zu erreichen und dem GYB Infrastrukturen für eine hochwertige Ausbildung zu geben, worauf beide Kantone grossen Wert legen.

Sechs Monate nach Beginn der Erdarbeiten erreicht die Baustelle mit dem Beginn der Rohbauarbeiten einen wichtigen Meilenstein. Der bestehende Komplex wurde vor der Ausgrabung der Fundamente mit Mikropfählen stabilisiert. Der Grund für das neue Gebäude wurde vorbereitet; seine terrassenförmige Struktur wird in den kommenden Monaten Gestalt annehmen.

Der Bauherr vertraute die Arbeiten dem Totalunternehmer Steiner AG an, der die Arbeiten mit einem reduzierten Personalbestand durchführte, um den Anweisungen zur Bekämpfung des Coronavirus nachzukommen. Trotzdem schritten die Arbeiten während des Lockdowns gut voran, weil kein Schulbetrieb herrschte.

Der Ergänzungsbau wird mit erneuerbarer Energie beheizt werden. Zu diesem Zweck wurden 22 Erdsonden installiert, die eine Wärmeentnahme aus bis zu 250 Metern Tiefe ermöglichen werden. Gegen Ende der Bauarbeiten werden auf den Dächern Photovoltaikmodule installiert werden, um die Nutzung erneuerbarer Energien auf dem gesamten Standort zu erhöhen.

Der Auftragnehmer hat bei der Planung der Arbeiten darauf geachtet, dass die Schülerinnen und Schüler so wenig wie möglich gestört werden. Die Klassenzimmer im bestehenden Gebäude werden während den Sommerferien in Spezialzimmer für Biologie, Physik und Chemie umgebaut werden.