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Projekt Fonderie
Projekt Fonderie © 2018 Alle Rechte vorbehalten

Um den Langsamverkehr zu fördern und die Sicherheit auf der Kantonsstrasse zwischen Marly und Freiburg zu verbessern, sind 2019 und 2020 bedeutende Arbeiten geplant

Projekt Fonderie
Projekt Fonderie © 2018 Alle Rechte vorbehalten

19. Dezember 2018 - 10h46

Mit den Bauarbeiten, die Anfang kommenden Jahres auf zwei Abschnitten der Kantonsstrasse zwischen Marly und der Kreuzung Beaumont in Freiburg beginnen werden, werden die Bedingungen für den Langsamverkehr und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden verbessert; gleichzeitig wird damit das Kantonszentrum gestärkt. Konkret wird die Route de la Fonderie verbreitert und die SBB-Überführung vollständig neu gebaut werden. Zudem wird der Abschnitt zwischen der Pérollesbrücke und dem Kreisel La Grangette ausgebaut und eine Busspur auf Eigentrassee errichtet werden.

Im Schnitt verkehren über 18 000 Fahrzeuge am Tag auf dem Kantonsstrassenabschnitt zwischen Marly und der Kreuzung Beaumont. Dies führt häufig zu Behinderungen. Zudem stecken die Busse der städtischen und regionalen Linien regelmässig im Verkehr fest. 2019 und 2020 sollen deshalb zwei Abschnitte auf dieser Haupteinfallsachse in die Stadt vollständig neu ausgebaut werden.

1. Ausbau der Route de la Fonderie

Sofern der Grosse Rat im Februar seine Zustimmung gibt, werden der Staat Freiburg (zuständig für die SBB-Überführung La Fonderie) und die Stadt Freiburg (Strassenprojekt) den 430 m langen Abschnitt der Route de la Fonderie zwischen dem Knoten der Route de la Glâne (Kreuzung Beaumont), der nicht Teil des Projekts ist, und dem Knoten der Rue de l’Industrie, der Teil des Projekts ist, sanieren.

Dank der SBB-Überführung, die 1948 gebaut wurde, kann die Kantonsstrasse die 3 Eisenbahnlinien kreuzungsfrei queren. Diese Kunstbaute befindet sich heute in einem schlechten Zustand. Wegen der mangelnden Tragsicherheit musste die maximale Last auf 21 Tonnen begrenzt werden. Bei der Entwicklung des Projekts haben die SBB verlangt, dass die Strasse um rund 1 m erhöht wird, um das Lichtraumprofil unter der Unterführung zu vergrössern. Das Projekt sieht den Ersatzneubau der Überführung vor, wobei eine Bauweise gewählt wurde, bei der weder mechanische Lager noch Fahrbahnübergänge nötig sind, was sich positiv auf die Dauerhaftigkeit, die Unterhaltskosten und die Lärmimmissionen auswirkt. Weiter ist vorgesehen, den Absturz von Fahrzeugen auf die Bahngleise mit einem Rückhaltesystem zu verhindern und die Oberleitungen der zufälligen Berührung zu entziehen.

Die Kantonsstrasse befindet sich ebenfalls in einem schlechten Zustand. Aus diesem Grund und weil die Überführung erhöht werden muss, wird auch die Strasse ausgebaut. Das Signalportal und die Vorsortierung bei der Kreuzung Beaumont werden angepasst und ab der Route de la Glâne wird ein Bypass integriert werden. Auf der Nordseite ist die Verwirklichung eines durchgehenden, 2,50 m breiten Trottoirs, einer Busspur in Eigentrassee und eines Radstreifens geplant, auf der Südseite die Einrichtung eines Radstreifens und eines 1,65 m breiten Trottoirs. Die Fahrbahn mit zwei 3,20 m breiten Fahrstreifen wird 4 Fussgängerstreifen mit Mittelinsel und Verkehrsampeln umfassen. Nicht zuletzt sind auch zwei Bushaltebuchten gemäss Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) vorgesehen. Der Knoten der Rue de l’Industrie wird vollständig angepasst und der Platz vor dem Konzertsaal FriSon umgestaltet. Zwischen dem östlichen Ende des Projekts und der SBB-Überführung wird ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut.

Die mit 13 391 000 Franken veranschlagten Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2019 beginnen. Sie werden in zwei Etappen verwirklicht (zuerst Fahrbahn auf der Nordseite und dann Fahrbahn auf der Südseite, damit diese Achse während der gesamten Dauer der Bauarbeiten auf zwei Fahrstreifen befahrbar bleibt. Der Anteil an den Gesamtkosten, der vom Staat getragen wird, beträgt 8 950 000 Franken; dies entspricht auch der Höhe des beantragten Kredits, über den der Grosse Rat befinden wird. Die verbleibenden Kosten werden von der Stadt Freiburg, den SBB und Dritten sowie über Bundesbeiträge für das Agglomerationsprogramm der 2. Generation finanziert.

2. Ausbau der Kantonsstrasse in Marly zwischen der Pérollesbrücke und der Grangette-Kreuzung

Auf der Kantonsstrasse in Marly zwischen der Pérollesbrücke und der Grangette-Kreuzung hat der öffentliche Verkehr einen grossen Anteil am Gesamtverkehr. Die Busse der städtischen und regionalen Linien stecken regelmässig im stockenden Verkehr fest. Um dem abzuhelfen, soll eine 4,25 m breite Busspur in Eigentrassee errichtet werden, auf der die Busse abwechselnd in Richtung Marly bzw. in Richtung Freiburg fahren werden. Die Bushaltestellen werden angepasst, um die Sicherheit der Passagiere und vor allem der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

Zwischen der Pérollesbrücke und dem Kreisel Les Ecoles ist auf einer Seite ein 1,65 m breites Trottoir und von hier bis zum Kreisel Grangette ein Trottoir auf beiden Seiten der Strasse vorgesehen. Auf 950 m wird die Fahrbahn zwei 3,25 m breite Fahrstreifen und ein 1,50 m breiter Radstreifen umfassen.

Für den Zugang zum Quartier Parc des Falaises und zum Chemin Bois des Rittes in Marly wird ein neuer Kreisel gebaut werden und der Kreisel Les Ecoles wird angepasst. Ausser bei den Kreiseln wird auf der gesamten Länge des Projekts ein lärmarmer Strassenbelag eingebaut.

Die Bauarbeiten werden Anfang nächsten Jahres beginnen und rund zwei Jahre dauern. Sie werden etappenweise ausgeführt, damit diese Achse während der gesamten Dauer der Bauarbeiten auf zwei Fahrstreifen befahrbar bleibt, die Bedienung der Bushaltestellen sichergestellt ist und die Fussgänger zirkulieren können.

Die Kosten für die Arbeiten wurden mit 10 181 000 Franken veranschlagt. Davon gehen 3 897 000 Franken (Busspur und ‑haltestellen, Sanierung der Fahrbahn und der Radstreifen) zulasten des Staats; 5 119 000 Franken (Kreisel, Trottoirs, Bepflanzung, bepflanzte Bankette, öffentliche Beleuchtung) übernimmt die Gemeinde Marly. Darüber hinaus leistet der Bund einen Beitrag von 1 062 000 Franken im Rahmen der Subventionierung der Agglomerationsprogramme der 2. und 3. Generation und Dritte beteiligen sich mit 103 000 Franken.

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