Ein neuer Schulbauernhof für eine hochwertige Berufsausbildung am Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve

11. Januar 2019 -08h13

Der neue Schulbauernhof wird das Landwirtschaftliche Institut des Kantons Freiburg in seiner Vorbildfunktion für alle Schülerinnen und Schüler, Landwirtinnen und Landwirte und Akteure des Milchsektors – einem Sektor, der zu den Pfeilern der Landwirtschaft und der Lebensmittelverarbeitung im Kanton Freiburg gehört – stärken. Er wird es ermöglichen, die theoretischen Kompetenzen durch praktische Übungen zu verbessern und dafür zu sorgen, dass dieses Wissen für die verschiedenen Berufe in diesem Bereich stets relevant ist. Das Bauprojekt, das in den Bereichen Tierwohl und Umweltschutz vorbildlich ist, wurde heute öffentlich aufgelegt.

Schulbauernhof in Grangeneuve
Schulbauernhof in Grangeneuve © Alle Rechte vorbehalten

Der neue Schulbauernhof, aber auch die Projekte für die Erweiterung der Lebensmitteltechnologiehalle und den Umbau des bestehenden Ökonomiegebäudes in eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle, für die der Grosse Rat einen Rahmenkredit von 12 Millionen Franken verabschiedet hat, wird Grangeneuve als Referenzinstitution in der Schweiz stärken und zu einem Kompetenzzentrum machen, das weit über die Kantonsgrenzen hinaus anerkannt ist.

Das Projekt für den mit 6,6 Millionen Franken veranschlagten Neubau wurde heute öffentlich aufgelegt. Sofern keine Einsprache eingelegt wird, könnten die Arbeiten, die rund 22 Monate dauern werden, im Juni 2019 beginnen.

Der Standort für den neuen Schulbauernhof zwischen dem aktuellen Hof und einem Gebäude des Bildungszentrums für Hauswirtschaft, Milch- und Lebensmitteltechnologie hat zahlreiche Vorteile. So bietet er unter anderem mehr Umschwung rund um das Gebäude für die Zugänge und mehr Freiheiten bei der Benützung für Aktivitäten und Veranstaltungen. Der Bau des Schulbauernhofs Grangeneuve ist eine wichtige Etappe in der Stärkung des «Campus Grangeneuve» und ist Ausdruck des Willens des Staatsrats, den Kanton Freiburg als Leader im Agrar- und Lebensmittelsektor zu etablieren.

Die Grundfläche des geplanten Baus beträgt 2900 m2. Damit wird der Schulbauernhof eine geräumige und hochwertige Infrastruktur für die Schülerinnen und Schüler sowie für die Akteure dieses Sektors bieten. Zudem misst das Projekt dem Umweltschutz und der Energieautonomie ein grosses Gewicht bei. Die Tragkonstruktion des Gebäudes wird aus Schweizer Holz bestehen und auf dem Dach sollen knapp 3000 m2 Photovoltaikmodule in Zusammenarbeit mit einem regionalen Unternehmen installiert werden. Wie die anderen Gebäude von Grangeneuve wird auch der Schulbauernhof an das Fernwärmenetz der SAIDEF angeschlossen werden. Die Längswände können an die Wetterbedingungen angepasst werden. Die Zugänglichkeit für Personen mit Behinderungen wird mit einem Lift oder mit adäquaten Rampen sichergestellt werden.

Die Projektkonzeption ist vorbildlich in den Bereichen Tierschutz und Stallklima; es handelt sich um einen Laufstall mit der grösstmöglichen natürlichen Belüftung. Die innovativen technischen Optionen erleichtern die Arbeit, ohne bei der Produktqualität und der Konformität für die AOP-Käse-Branche Kompromisse einzugehen.

Der Bau des neuen Schulbauernhofs schafft zudem die Möglichkeit, das bestehende Ökonomiegebäude umzubauen und als landwirtschaftliche Mehrzweckhalle zu nutzen, in der namentlich überbetriebliche Kurse, regionale Gross- und Kleinviehausstellungen und verschiedene Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit durchgeführt werden können. Dieser Umbau und die Erweiterung der Lebensmitteltechnologiehalle werden darüber hinaus den neuen Projekten in der Studienphase (Umnutzung der Grange Neuve und des Käsereigebäudes) Rechnung tragen. Das Dekret für diese neue Etappe wird dem Grossen Rat zur gegebenen Zeit unterbreitet werden.

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