Fische in der Saane unterhalb der Staumauer von Schiffenen sowie in der Glane mit cPCB kontaminiert

19. November 2007 -12h00

In den neusten Fischproben aus dem Schiffenensee, der Saane unterhalb der Staumauer von Schiffenen und der Glane sind cPCB-Werte (dioxinähnliche polychlorierte Biphenyle) gemessen worden, die über dem in Europa geltenden Grenzwert liegen.

Im August 2007 wurde die Ausübung der Fischerei in der Saane zwischen den Staumauern von Rossens und Schiffenen und in der unteren Ärgera untersagt, weil in mehreren Fischproben ein hoher cPCB-Gehalt festgestellt worden war. Wie im Oktober 2007 angekündigt, wurden zusätzliche Fischproben entnommen und untersucht, um die Resultate der ersten Analyse zu verfeinern.

Deponie La Pila
Die alte Deponie La Pila hat die Fische der Saane mit cPCB verseucht. Im Schiffenensee selber und im darunter liegenden Saane-Abschnitt wurden in diesem Zusammenhang weitere Fische untersucht. Darüber hinaus wurden Fischproben aus der Ärgera (bei Marly) analysiert. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchungen geht hervor, dass ein Teil der Forellen (beim Zusammenfluss der Ärgera und der Saane) sowie mehrere Barsche (Egli) und Hechte (Schiffenensee) einen cPCB-Gehalt aufweisen, der über dem in Europa geltenden Höchstwert liegt. Auch unterhalb des Stauwerks wurden bei Forellen und Barben Überschreitungen des Grenzwerts festgestellt. Die Berner Behörden wurden über den Befund informiert, damit die getroffenen Massnahmen koordiniert werden können.

Glane
Da gewisse bei Ste-Apolline untersuchte Fische einen cPCB-Gehalt aufwiesen, der deutlich über demjenigen lag, der bei den Fischen aus der Saane (auf der Höhe von Invua und Planafaye) gemessen wurde, beschloss der Kanton, Kontrollen in der Glane – namentlich bei Ste-Apolline – durchzuführen. Dabei konnte in den in der Nähe von Romont (Planchette), in Villaz-St-Pierre (Granges la Battiaz) und in Chénens (Vers-le-Moulin) gefischten Forellen ebenfalls ein über der europäischen Norm liegender cPCB-Wert nachgewiesen werden. Nun muss untersucht werden, woher die Kontamination kommt und
welche Massnahmen getroffen werden müssen.

Ausübung der Fischerei im Jahr 2008
Nach Anhörung der Konsultativkommission für die Fischerei und der betroffenen Dienststellen wird der Staatsrat Ende dieses Jahres einen Entscheid in Bezug auf die Ausübung der Fischerei im Jahr 2008 fällen.

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