Die Zusatzuntersuchungen für die Sanierung der ehemaligen Deponie La Pila sind im Gang

30. November 2016 -10h00

Die Zusatzuntersuchungen, die zur Beurteilung der Varianten für die Sanierung der ehemaligen Deponie La Pila nötig sind, haben begonnen. Damit kann die ökologisch und ökonomisch optimale Lösung bestimmt und umgesetzt werden, so wie es der Auftrag Geinoz und der Bund verlangen. Im Rahmen dieser Untersuchungen wurden von Mai bis September 2016 neue Fischproben genommen. Die Analysen zeigen, dass die Konzentrationen bei den dioxinähnlichen PCB (cPCB) im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgenommen haben.

Deponie La Pila - Zusatzuntersuchungen
Deponie La Pila - Zusatzuntersuchungen © Alle Rechte vorbehalten - 2016 Marion Savoy

Zusatzuntersuchungen

Zurzeit laufen Zusatzuntersuchungen, die bis 2017 andauern werden. Diese Untersuchungen sind nötig, um die Sanierungsvarianten zu bestimmen, die eine ausreichende Wirkung haben auf die Emissionen der ehemaligen Deponie, auf die Wasser- und Sedimentsqualität der Saane sowie auf die dadurch verursachte Belastung der Wasserfauna. Auf diese Weise können zudem die Kosten der Varianten veranschlagt werden.

Anlässlich des künstlichen Hochwassers in der Saane vom 14. und 15. September 2016 wurden Analysen durchgeführt, um den PCB-Bestand in der Saane und dessen Dynamik besser zu verstehen.

Die technische Komplexität des Dossiers ist unter anderem auf die Grösse der Deponie (200 000 m3), die Heterogenität des abgelagerten Abfalls, die Nähe zur Saane sowie auf das Vorhandensein von PCB in den Sedimenten zurückzuführen. Weil es keinen vergleichbaren Fall gibt, auf den sich der Bauherr und die Aufsichtsbehörde stützen könnten, stellt die Sanierung der Deponie La Pila eine technische, wissenschaftliche und finanzielle Herausforderung dar.

Analyse der Fische

Im Rahmen der Zusatzuntersuchungen wurden 95 Fische gefischt und analysiert. Die Probenahmen dauerten von Mai bis September 2016 und erfolgten in drei Saaneabschnitten zwischen der Deponie La Pila und der Staumauer Magere Au (La Pila-Mündung der Ärgera, Mündung der Ärgera-Pérolles-Brücke sowie Pérolles-Brücke-Pérolles-See). Aus den Analysen geht hervor, dass die cPCB-Konzentrationen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgenommen haben:

  • 63 Fische wiesen einen cPCB-Gehalt auf, der unter dem Grenzwert von 6,5 pg/g TEQ* lag.
  • Bei 30 Fischen lag der Wert zwischen 6,5 und 25 pg/g TEQ. Bei solchen Werten kann der Fischfang - mit Empfehlungen für den Verzehr - erlaubt werden.
  • 2 Fische, die in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Deponie gefischt worden waren, hatten einen cPCB-Gehalt von über 25 pg/g TEQ.

Auch wenn die Entwicklung erfreulich ist, zeigen die Resultate doch, dass die Fische zwischen der ehemaligen Deponie La Pila und der Staumauer Magere Au weiterhin eine überdurchschnittliche cPCB-Belastung aufweisen.

Als wahrscheinliche Erklärung für die festgestellten Verbesserungen können die Sofortmassnahmen und die vorbereitenden Massnahmen genannt werden. Der Beitrag dieser Massnahmen muss jedoch noch quantifiziert und bestätigt werden, was mit den derzeit laufenden Zusatzuntersuchungen geschehen wird. Die Zusatzuntersuchungen werden es zudem erlauben, ein nachhaltiges Sanierungsprojekt mit einem optimalen Nutzen-Kosten-Verhältnis auszuarbeiten. Ein solches Projekt ist unabdingbar, weil die vorbereitenden Massnahmen nur eine provisorische Entlastung bis zur eigentlichen Sanierung bringen können.

* TEQ: Toxizitätsequivalente nach EU-Verordnung Nr. 1259/2011. Die zulässige Höchstmenge für Empfehlungen zum Verzehr liegt bei 6,5 pg/g TEQ.

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Chronologie der Projektetappe

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