Entweichung von Diesel in Givisiez: Lagebericht

18. November 2019 -17h45

Das kantonale Führungsorgan (KFO) wurde eingerichtet, um die Folgen der Entweichung der grossen Menge Diesel am vergangenen 13. November am TPF-Standort in Givisiez zu verwalten. Das Ereignis wurde als schwerwiegend eingestuft. Dieses Dispositiv ermöglicht die optimale Koordination der Staatsdienste der angrenzenden Gemeinden, mit einer interkantonalen Unterstützung. Es wurden umfangreiche Mittel aufgestellt, um den Treibstoff einzudämmen und die davon betroffenen Zonen zu entgiften. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Die Auswirkungen auf Fauna und Flora sind zurzeit begrenzt, die Beurteilung der langfristigen Folgen ist noch im Gange. Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eröffnet.

Das Retentionsbecken in Givisiez
Das Retentionsbecken in Givisiez © Tous droits réservés

Am 13. November 2019 sind beim TPF-Standorts in Givisiez über 45'000 Liter Diesel in die Kanalisationen ausgelaufen. Eine unbestimmte Menge des Produkts ist in das Rückhaltebecken von Givisiez, sowie in die Bäche Tiguelet und La Sonnaz geflossen. Es ist eine erweiterte und engere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren notwendig, um den Treibstoff einzudämmen und die davon betroffenen Zonen zu entgiften. Das Kantonale Führungsorgan, in Zusammenarbeit mit dem Oberamt, koordiniert die Arbeiten.

Aufgestelltes Dispositiv

Es wurde ein Kommando- und Einsatzposten (KEP), geführt von der kantonalen Gebäude-versicherung (KGV), eingerichtet, um die Operationen der Feuerwehr, des Zivildienstes, der Experten des Amtes für Umwelt, Wald und Natur und der Kantonspolizei zu verwaltet und zu koordiniert. Der KEP arbeitet ebenfalls eng mit den TPF und den angrenzenden Gemeinden zusammen.

Es ist zu erwähnen, dass die Kantone Bern, Thurgau, Aargau und Zürich für die Behandlung des Wassers eine logistische Unterstützung zur Verfügung gestellt haben. Die Feuerwehr der Logistikbasis der Armee in Grolley wurde ebenfalls angefordert.

Erlassene Massnahmen 

Zum Zeitpunkt des Ereignisses haben die umgesetzten Massnahmen ermöglicht, die Verschmutzung einzudämmen und die Verbreitung zu verhindern. Unverzüglich wurden Entgiftungsmassnahmen eingeleitet: Behandlungsinstallationen (Teiler) sind immer noch in Betrieb und ermöglichten bis jetzt die Entfernung von zirka 25'000 Litern Diesel. In Givisiez, wurde der Auslauf des Rückhaltebeckens geschlossen, der Treibstoff aufgesaugt, und es wurden Pumpen an den Hauptzugängen installiert. In Belfaux wurden Schwimmdämme eingerichtet.

Das umfangreiche Dispositiv erlaubte bis jetzt, die Verschmutzung einzudämmen und die Ausbreitung auf die Trinkwasserversorgung sowie auf den Schiffenensee zu verhindern.

Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit

Es besteht kein Risiko für die Bevölkerung. Die städtischen Wassernetze in den Gebieten Belfaux, La Sonnaz und Pensier sind nicht betroffen. Keine öffentlichen Quellen oder Grundwasser befinden sich stromabwärts der Verschmutzung. Es besteht also keine Gefahr für eine Kontamination.

Auswirkungen auf Wildtiere und Natur

Die direkten Auswirkungen auf die Tierwelt sind begrenzt: Fünf Enten und ein einziger Fisch starben. Während der Arbeiten wurden mehrere hundert Fische entnommen und stromabwärts des betroffenen Bereichs ins klare Wasser zurückgeführt. Die Analyse der langfristigen Auswirkungen auf die Böden und Ufer ist im Gange. Die Renaturierung des Baches Tiguelet wird mehrere Monate dauern. Dank der schwimmenden Dämme ist der Bach La Sonnaz sehr wenig betroffen und der Schiffenensee gar nicht.

Verantwortlichkeiten

Die Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eingeleitet.

Kontakt bei Fragen / Informationen

Die im betroffenen Gebiet wohnenden Bürgerinnen und Bürger können alle Auskünfte und Anfragen an ihre Gemeindeverwaltung oder an die Kantonspolizei Freiburg unter der Nummer   026 304 17 17 weiterleiten.

Ähnliche News