Europäische Tage des Denkmals

Die Europäischen Tage des Denkmals, die 1991 vom Europarat mit Unterstützung der Europäischen Union lanciert wurden, bieten allen Interessierten die Möglichkeit, an einem Septemberwochenende unter Führung von Fachleuten Kulturgüter und Gebäude kennen zu lernen, die ansonsten nicht öffentlich zugänglich sind.
Die Tage werden in der Schweiz seit 1995 durchgeführt und von der Nationalen Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung NIKE koordiniert. Seit 2001 haben die Kulturgüterämter der Westschweizer Kantone ihre Kräfte vereint, um diese Veranstaltung, die jedes Jahr einem anderen Thema gewidmet ist, gemeinsam durchzuführen und zu fördern.

ETD 2021 - Programm

Die 28. Europäischen Tage des Denkmals finden in der Schweiz am 11. und 12. September 2021 unter dem Thema «Gewusst wie – Faire et savoir-faire –  Saper fare – Savair co far» statt

Hier finden Sie das freiburgerische Programm in pdf: https://www.fr.ch/sites/default/files/2021-08/jep2021programme.pdf

Zusätzliche Informationen von 30.08.2021 - https://www.fr.ch/sites/default/files/2021-09/jep2021zusatzlicheinformationen.pdf

Sie finden das vollständige Schweizer Programm unter folgender Adresse: www.nike-kulturerbe.ch/de/hereinspaziertch-denkmaltage/ 

 

ETD 2021 - Thematischer Schwerpunkt

«Gewusst wie – Faire et savoir-faire –  Saper fare – Savair co far» : So heisst das Motto der Denkmaltage 2021. Es geht um die Fragen, was ein Kulturgut ausmacht, wie wir es pflegen und weiterentwickeln können. Was benötigen wir, damit Materialien und Konstruktionen nicht wie billige Massenware nach kurzer Zeit zerfallen? Um schützenswerte Werke gekonnt zu restaurieren und für die Nachkommen zu erhalten, braucht es fachspezifisches Wissen und Fertigkeiten. Unter dem Patronat von Bundesrat Alain Berset finden in der ganzen Schweiz mehrere hundert kostenlose Führungen, Spaziergänge, Ateliers und Gesprächsrunden zu diesem Thema statt.

Ohne Ausbildung, Austausch und Dokumentation geht traditionelles Wissen verloren

In der Schweiz existieren rund 300 Handwerksberufe. Um die handwerklichen Fähigkeiten und das damit verbundene Wissen zu erhalten, braucht es erstens Aus- und Weiterbildungen. Um eine hohe Qualität zu erreichen, ist zweitens Austausch nötig: Der fächerübergreifende Dialog zwischen Denkmalpflegerinnen, Handwerkern, Archäologinnen, Restauratorinnen und Raumentwicklern aus Theorie und Praxis muss auf nationaler Ebene gefördert werden. Drittens müssen wir Zeitzeugnisse vor Verlust und Zerfall retten, indem wir sammeln, dokumentieren, erschliessen.

Die Denkmaltage 2021 haben zum Ziel, den Spannungsbogen von den jahrhundertealten zu den modernen Techniken aufzuzeigen. Ob Fachpersonen oder Laien: Alle sind eingeladen, in die Welt der Handwerksberufe einzutauchen; dabei Materialien kennen zu lernen, alte und neue Fertigkeiten und durchdachte Konstruktionen zu entdecken, Fachleuten bei der Arbeit zuzuschauen oder sich selbst in einer Handwerkstechnik zu üben.

ETD - Rückschau

Die Veranstaltung fand 1984 zum ersten Mal in Frankreich unter dem Titel «Journées Portes ouvertes, Monuments historiques» statt und wurde 1986 von den Beneluxländern übernommen. Seit 1991 wird der Denkmaltag vom Europarat unterstützt. Seit etwa zehn Jahren besuchen fast 20 Millionen Personen jeweils im September rund 32'000 Bauwerke in 47 Ländern. Im Kanton Freiburg nehmen jährlich etwa 2000 Interessierte an diesem Anlass teil.

Jahr Schweizer Thema
2020 Weiterbauen
2019 Farben
2018 Ohne Grenzen
2017 Macht und Pracht 
2016 Oasen
2015 Austausch – Einfluss
2014 Zu Tisch
2013 Feuer Licht Energie
2012 Stein und Beton
2011 Im Untergrund
2010 Am Lebensweg
2009 Am Wasser
2008 Ein Tag zum Geniessen
2007 Das Holz
2006 Gartenräume – Gartenträume
2005 Vorher : nachher – pflegen, umnutzen, weiterbauen im historischen kontext
2004 Nächster Halt: Denkmaltag – Verkehrswege, Verkehrsbauten und Verkehrsmittel
2003 Schätze aus Glas
2002 Mit Hammer, Laser und Skalpell – Handwerk und Hightech am Denkmal
2001 Wohnen im Baudenkmal
2000 Ein Denkmal steht nie allein. Häuser, Strassen und Plätze im Dialog
1999 Volle Kraft voraus! Verkehr und Energie vom Mittelalter bis heute
1998 Bürger, Bürgerinnen und ihr Staat: Bauten des Bundes, der Kantone und ihrer Repräsentanten
1997 Wie Geistliche leben: Bischofsresidenzen, Klosteranlagen, Pfarrhäuser, Synagogen und Kollegien
1996 Häuser und Gärten in der Stadt und auf dem Lande
1995 Schlösser, Burgen und historische Landsitze

 

Bulle, café de la Promenade © Etat de Fribourg - Staat Freiburg - SBC Alain Kilar

Amt für Kulturgüter (KGA)

Amt für Archäologie (AAFR)