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prévention du racisme
Diversité © 2018 Alle Rechte vorbehalten - Adèle Dafflon

Woche gegen Rassismus 2019: Projektausschreibung

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Diversité © 2018 Alle Rechte vorbehalten - Adèle Dafflon

Die Fachstelle für die Integration der MigrantInnen und für Rassismusprävention lanciert eine Projektausschreibung für die Woche gegen Rassismus 2019, die von 21. bis 31. März 2019 stattfindet. Einreichefrist für Projekte ist der 31. Dezember 2018.

Diese Projektausschreibung bezieht sich auf den Bereich «1.3 Schutz vor Diskriminierung» des KIP 2 und erfolgt im Rahmen der Woche gegen Rassismus.

Diese Woche findet jedes Jahr rund um den Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassen­diskriminierung vom 21. März statt. Zu diesem Anlass organisiert, fördert und subventioniert die Fachstelle für die Integration der Migrantinnen und Migranten und für Rassismusprävention IMR Sensibilisierungsveranstaltungen.

Im Jahr 2019 wird die Woche gegen Rassismus vom 21.–31. März stattfinden. Das Thema dieser Ausgabe lautet: «Grenzen» und wurde von den Akteuren der Woche gegen Rassismus 2018 in einem partizipativen Prozess beschlossen. Es lädt dazu ein, einen vielfältigen Blick auf wirtschaftliche, soziale, rechtliche, geografische und historische Grenzen sowie Vorurteile, mit denen bestimmte Personengruppen konfrontiert sind, zu werfen. Verschiedene Zielgruppen und vor allem Jugendliche sollen sich auf interaktive und kreative Weise zum Thema ausdrücken können.

Mit der Unterstützung von Präventionsprojekten während der Woche gegen Rassismus möchte die IMR dazu anregen, sich einerseits mit Fragen der rassistischen Diskriminierung auf persönlicher Ebene und andererseits mit Rassismus als Machtsystem auseinanderzusetzen. Mit anderen Worten, weshalb profitieren Menschen auch im 21. Jahrhundert einzig aufgrund ihrer Zugehörigkeit zur «dominanten» Gruppe einer Gesellschaft immer noch systematisch von Privilegien? Mit den Grenzen als Schwerpunkt kann aufgezeigt werden, wie Diskriminierungen und Rassismus den Integrationsprozess in unserer Gesellschaft hemmen und zu einer Aufteilung in «Wir» und «die Anderen» führen.

1. An wen richtet sich die Projektausschreibung?

Die Projektausschreibung richtet sich an alle Vereine, öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, die im Rahmen der Woche gegen Rassismus Projekte entwickeln und durchführen möchten, welche die Regelstrukturen ergänzen und unterstützen (Regelstrukturen (z. B. Schule, Gemeinde- und Kantonsverwaltungen oder Spitäler) stehen im Dienst der gesamten Bevölkerung).

2. Was sind die Ziele der Ausschreibung?

Die Ziele der Projektausschreibung «Woche gegen Rassismus 2019» sind:

  • Behandlung der Rassismus-Thematik mit einem gemeinsamen Oberthema − Grenzen − während einer Woche;
  • Sensibilisierung der Bevölkerung für die Themen Rassismus und Diskriminierung mit konkreten Massnahmen und Präsenz in den Medien;
  • Sichtbarmachung der Tätigkeit der Partnerorganisationen und Lancierung neuer Kooperationen;
  • Förderung, Nutzung und Schaffung von innovativen Rassismuspräventions-Werkzeugen.
3. Was für Projekte können mitfinanziert werden?

Es kann eine Vielzahl von Projekten unterschiedlichen Umfangs unterstützt werden:

  • ein Runder Tisch zum Thema «Racial Profiling» (rechtliche Grenzen) oder Zugang zum Arbeitsmarkt (wirtschaftliche Grenzen);
  • ein Sensibilisierungsangebot in einer Organisation oder Institution (z. B. Verein, Gemeinde usw.) zu den Auswirkungen von Vorurteilen auf interkulturelle Beziehungen («geistige» Grenzen);
  • ein Workshop für Jugendliche zum Thema Privilegien und Machtsysteme auf der Grundlage des pädagogischen Begleitmaterials zum Film «Der Blick des Anderen[2]» (verschiedene Grenzen);
  • ein Gedankenexperiment mit Jugendlichen zur Frage, wie ihr Alltag aussähe, wenn alle Grenzen fallen würden («geistige» und reale Grenzen);
  • ein Rundgang zu den historischen Denkmälern einer Stadt und zu ihren Verstrickungen in die koloniale Vergangenheit (geografische Grenzen);
  • Überlegungen einer Gemeinde zum Zugang verschiedener Bevölkerungsgruppen zu ihren öffentlichen und privaten Orten (wirtschaftliche, geografische, rechtliche, soziale Grenzen);
  • ein Erfahrungsbericht einer Person mit Migrationshintergrund mit anschliessender Diskussion (verschiedene Grenzen).
4. Welche Kriterien müssen erfüllt sein?
  • Das Projekt stimmt mit den Zielen des KIP 2018–2021 überein.
  • Es ist auf sein Zielpublikum abgestimmt.
  • Die Aktivitäten sind konkret und thematisieren Herausforderungen der «Rassismusprävention» in Zusammenhang mit dem Thema «Grenzen».
  • Der Zweck des Projekts ist nicht kommerziell.
  • Das Projekt ist von begrenzter Dauer und wird zwischen 21. und 31. März durchgeführt.
  • Die Projektträgerschaft muss im Kanton Freiburg tätig sein und die Form eines Vereins oder einer Institution (z. B. Gemeinde, Staatsstelle) haben. Anträge von Einzelpersonen sind nicht zulässig.
  • Wesentliche Änderungen des Projekts müssen der Geldgeberin gemeldet werden.
  • Der bewilligte Betrag darf 50 % der Gesamtkosten nicht übersteigen (Die übrigen 50 % können Personalkosten, Freiwilligenarbeit, zur Verfügung gestellte Materialien und Räumlichkeiten usw. umfassen).
5. Wie kann ein Unterstützungsantrag eingereicht werden?

Folgende Unterlagen müssen im Antragsdossier enthalten sein:

  • ein unterschriebenes Begleitschreiben;
  • das ausgefüllte Formular «Unterstützungsantrag Woche gegen Rassismus 2019»;
  • zwei Einzahlungsscheine;
  • Für Vereine: Statuten und Zusammensetzung des Vorstands.

Der Antrag ist in elektronischer Form bis 31. Dezember 2018 zuzustellen an: integration@fr.ch. Die Antragsteller erhalten bis 31. Januar 2018 einen Entscheid. Falls Ihre Organisation früher auf den Bescheid angewiesen ist oder, im Gegenteil, mehr Zeit benötigt, teilen Sie uns dies bitte mit.

Zögern Sie nicht, bei Fragen oder für Ratschläge mit Lisa Wyss Kontakt aufzunehmen: lisa.wyss@fr.ch
026 305 14 84 (Mo/Di/Mi/Fr).

Unterstützungsantrag

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