25. März 2020 -10h07

Auch in diesem Frühling erfreuen sich die Wildtiere des Waldes an Familienzuwachs. Die Jungtiere leben zwar gut versteckt, sind aber sonst hilflos, weshalb ein Hund, der im Wald frei herumtollt, für jedes Jungtier den frühen Tod bedeuten kann. Das Amt für Wald und Natur erinnert deshalb daran, dass Hunde vom 1. April bis am 15. Juli im Wald jederzeit an der Leine zu führen sind.

Chien tenu en laisse en forêt
Chien en laisse © CC0

Hunde haben das Bedürfnis, regelmässig in der Natur zu rennen; die physische Betätigung ist notwendig für ihr Wohlbefinden. Dabei darf aber nicht vergessen gehen, dass alle Hunde, auch die ganz kleinen, über einen Jagdinstinkt verfügen und deshalb Wildtiere angreifen können. Vor allem im Frühling während der Fortpflanzungszeit zahlreicher Säugetier- und Vogelarten, von denen viele in Bodennähe oder sogar am Boden brüten, können die Schäden gravierend sein. Die Jungtiere sind oft gut im Wald versteckt, aber für Hunde mit ihrem ausserordentlich gut entwickelten Geruchssinn dennoch leicht aufzuspüren. Fuchswelpen, Rehkitze und Jungvögel können sich nicht wehren oder flüchten und sind deshalb leichte Beuten.

Die Leine ist die einzige sichere Möglichkeit, Hunde davon abzuhalten, Unterholz und Dickicht zu durchstreifen und dadurch die Wildtiere zu stören. Das Amt für Wald und Natur erinnert deshalb alle Hundehalter daran, dass ihre vierbeinigen Gefährten vom 1. April bis zum 15. Juli im Wald obligatorisch an der Leine zu führen sind. Darüber hinaus müssen die Hunde auch ausserhalb dieser Periode jederzeit unter Kontrolle sein. Jede Zuwiderhandlung gegen diese Vorschrift kann mit einer Ordnungsbusse geahndet und in schwerwiegenderen Fällen bei der Staatsanwaltschaft angezeigt werden.