Der Generalsekretär der ILFD geht nach 26-jähriger Tätigkeit in Pension

24. August 2012 -08h30

Der Staatsrat hat am Dienstag Kenntnis genommen vom Rücktritt von Claude Yerly, der seit 1986 Generalsekretär der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft ist. Er wird seine Tätigkeit am 31. Dezember dieses Jahres niederlegen, um in den Ruhestand zu treten. Sein Nachfolger wird diesen Herbst ernannt werden.

Claude Yerly, Jahrgang 1948, wurde am 1. Januar 1986 von Staatsrat Hans Baechler, dem ehemaligen Direktor des Innern und der Landwirtschaft eingestellt. Der ausgebildete Jurist und Rechtsanwalt war damals Vizedirektor der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN. Mit dem bäuerlichen Bodenrecht vertraut, war er nebst seiner Tätigkeit als Generalsekretär der Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft (ILFD) bis Ende 2010 Sekretär der Behörde für Grundstückverkehr.

Claude Yerly hat an mehreren Projekten mitgewirkt. So begleitete er die Revision der Kantonsverfassung, vor allem in der Anfangsphase bei der Bildung des Verfassungsrats, der auf die Ausarbeitung eines neuen Grundgesetzes hin arbeitete. Als Leiter des Projekts territoriale Gliederung hat er sich mit der heiklen Frage einer territorialen Neueinteilung des Kantons Freiburg auseinandergesetzt. Mit "Agri 2002" leitete er die Revision des Landwirtschaftsgesetzes, mit der der Landwirtschaftsfonds und die Förderung landwirtschaftlicher Produkte eingeführt wurden. Der Generalsekretär der ILFD war auch an den Vorarbeiten für den Erhalt der kontrollierten Ursprungsbezeichnung für den Gruyère beteiligt. Seit 2001 ist der Rohmilchkäse als AOC geschützt.

Herr Yerly war mit mehreren Reorganisationen der Dienststellen der ILFD beauftragt. So begleitete er die Fusion des Meliorationsamts mit dem Amt für Landwirtschaft sowie die Zusammenlegung des Veterinäramts mit dem Kantonalen Laboratorium. Er war ausserdem an der Ausarbeitung mehrerer Gesetze, die in die Zuständigkeit der ILFD fielen, beteiligt, z. B. des Gesetzes über die Ausübung der politischen Rechte, des Gesetzes über das freiburgische Bürgerrecht, des Gesetzes über die Lebensmittelsicherheit sowie der Gesetzgebung über den Wald und das Wild. Er verfolgt seit mehr als 20 Jahren die Sprachenpolitik unter Achtung der Sprachgemeinschaften.

Für diesen hohen Staatsangestellten ist eine Verwaltung im Dienste der Öffentlichkeit von grösster Bedeutung. Er war unter vier Staatsräten tätig. Der Staatsrat und die Direktion der Institutionen und der Land- und Forstwirtschaft danken Claude Yerly ganz herzlich für sein Engagement im Dienste des Staates. Sie wünschen ihm eine aktive Pensionierung voller Zufriedenheit. Der neue Generalsekretär der ILFD wird im Laufe des Herbstes ernannt werden. Die Stelle wird diesen Freitag im Amtsblatt ausgeschrieben.