Waldbesitzer engagieren sich für die Pflege ihres Waldes

20. Juli 2017 -09h30

Obwohl das genutzte Holzvolumen deutlich grösser als dasjenige der 1980er- und 1990er-Jahre ist, nimmt es im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren leicht ab. Die Absatzmärkte für das Holz sind starken Veränderungen unterworfen. Die Bemühungen, die unternommen werden, um die Waldbewirtschaftung anzukurbeln, sollen weitergeführt werden, um die Stabilität des Waldes und der Funktionen, die er erfüllt, zu garantieren.

Gemäss den Zahlen des Amtes für Wald, Wild und Fischerei und den heute publizierten Werten des Bundesamts für Statistik wurden 2016 in den Freiburger Wäldern 232 223 m3 Holz genutzt. Obschon dieser Wert gegenüber den vorangegangenen Jahren leicht rückläufig ist, zeigt er, dass sich die Freiburger Waldbesitzer, trotz dem starken Frankenschock, der die Holzpreise nach unten gedrückt hat, weiterhin stark für die Pflege ihrer Wälder einsetzen.

Mehrere Faktoren erklären diese Dynamik der Freiburger Waldeigentümer:

  • Wille der privaten und öffentlichen Besitzer, ihr Eigentum zu unterhalten, auch wenn dies einer Investition ohne direkte Einnahmen entspricht;
  • Gute vorhandene Strukturen, vor allem im öffentlichen Wald (Forstbetriebe), in gewissen Regionen aber auch im Privatwald (Waldbesitzerverbände);
  • Finanzielle Unterstützung durch Kanton und Bund (Subvention zugunsten von gewissen Leistungen), für einen Teil der Arbeiten von öffentlichem Interesse.

Das während den letzten zehn Jahren genutzte Holzvolumen ist deutlich grösser als dasjenige der 1980er- und 1990er-Jahre.

Die Absatzmärkte sind grossen Veränderungen unterworfen. Der Anteil des herkömmlichen Sortiments, dem Rundholz für die Sägereien, geht zurück und lag 2016 zum ersten Mal unterhalb von 50 %; 2004 lag er noch bei 75 %. Das Energieholz, hauptsächlich in Form von Holzschnitzeln, hat sich gut behauptet. Dank neuen Holzheizungen und der Kapazitätserhöhung von einigen bestehenden Heizzentralen, erreicht sein Anteil jetzt 45 %. Diese Entwicklung ist im Hinblick auf die eidgenössischen und kantonalen Energiestrategien erfreulich, die auf die Ersetzung der fossilen und nuklearen Energieträger durch erneuerbare Energien setzen, zu denen das Holz zählt.

Dank diesen guten Ergebnissen kann eine dynamische kantonale Waldwirtschaft und regionale Holzkette aufrechterhalten werden. Ein grosser Teil des genutzten Holzes wird in regionalen Sägereien oder Heizungen verwertet. Weniger als 3 % des Freiburger Holzes wird ins Ausland exportiert.

Das nachhaltige Holzproduktionspotenzial der Freiburger Wälder, das auf rund 325 000 m3 pro Jahr geschätzt wird, wurde in den letzten 10 Jahren durchschnittlich zu drei Vierteln ausgenutzt. Dies führt zu einer Kapitalisierung des Holzes, die für den Wald und dessen Funktionen langfristig schädlich sein könnte. Aus diesem Grund dürfen die eingeführten Bemühungen, die Waldbewirtschaftung anzukurbeln, nicht nachlassen. Der Kanton unterstützt die Waldeigentümer finanziell, insbesondere um die Schutzfunktion des Waldes, die Jungwaldpflege und die Verbesserung der Infrastrukturen für dessen Bewirtschaftung zu sichern.
 

Ähnliche News