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Luchs mit einer automatischen Kamera im März 2018 aufgenommen
Luchs mit einer automatischen Kamera im März 2018 aufgenommen © 2018 Alle Rechte vorbehalten - SFF / WaldA

Sömmerung 2018: ein einziger Verlust aufgrund von Grossraubtieren

Luchs mit einer automatischen Kamera im März 2018 aufgenommen
Luchs mit einer automatischen Kamera im März 2018 aufgenommen © 2018 Alle Rechte vorbehalten - SFF / WaldA

5. Dezember 2018 - 10h00

Seit mehreren Jahren kann ein allgemeiner Rückgang der von Grossraubtieren getöteten Nutztiere festgestellt werden. Während der Sömmerung 2018 wurde im Kanton Freiburg ein Schaf von einem Luchs gerissen. Es gab keine Angriffe durch den Wolf.

Seit der letzten Beobachtung eines Wolfs im Kanton Freiburg Ende Dezember 2017 gab es trotz dem vom Amt für Wald, Wild und Fischerei (WaldA) eingerichteten Monitoring keine Hinweise mehr auf die Anwesenheit des Raubtiers. Die natürliche Wiederansiedlung des Wolfs ist in der Schweiz nach wie vor im Gang. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass demnächst wieder Wölfe in unseren Kanton kommen. Doch für den Moment ist das einzige anwesende Grossraubtier der Eurasische Luchs (Lynx lynx). Gemäss dem Monitoring des WaldA unterscheidet sich der geschätzte Luchsbestand nicht erheblich von jenem vom Winter 2015–2016. Der Luchs hat am 19. September 2018 auf dem Gebiet der Gemeinde Broc ein Schaf gerissen. Bei 8’911 Schafen und Ziegen, die 2018 im Kanton Freiburg gesömmert wurden, ist dies der einzige nachgewiesene Angriff eines Grossraubtiers im laufenden Jahr. Dies ist die Bilanz, welche die neue Koordinationsgruppe «Grossraubtiere» am 26. November 2018 gezogen hat.

Dieser Gruppe, die die ehemalige Koordinationsgruppe Wolf ersetzt, gehören Vertreter der Schaf- und Ziegenzuchtverbände, der Alpwirtschaft, des Naturschutzes und des Freiburger Tourismus, der Jäger sowie der betroffenen Ämter der Kantonsverwaltung an. Die Koordinationsgruppe arbeitet mit mehreren Stellen wie AGRIDEA, KORA und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) sowie mit Fachpersonen zusammen.

2018 waren auf 6 der 59 Alpen mit Kleinwiederkäuern (mehr als 10 Schafe und Ziegen) 13 Herdenschutzhunde im Einsatz. Die Verwendung von Herdenschutzhunden bedeutet für die Hirten zwar einen Mehraufwand, doch sie ermöglicht es, die Verluste durch Grossraubtiere zu reduzieren. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Tourismusbüros werden ständig Lösungen gesucht, um das Zusammenleben zwischen Herdenschutzhunden und Wanderern sowie weiteren Benutzern von Wanderwegen zu verbessern. Dieses Jahr wurden keine Fälle von Hundebissen gemeldet.

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