Saisonale Grippe: Vor dem aktuellen Hintergrund ist die Impfung umso wichtiger

21. Oktober 2020 -11h00

Noch nie war der Zeitpunkt für eine Grippeimpfung so günstig wie in diesem Jahr. Im Kanton Freiburg kann man sich in den Arztpraxen und in den Apotheken gegen Grippe impfen lassen. 2019 wurde das Angebot in den Apotheken von 1830 Personen in 65 Apotheken genutzt.

Impfung
Impfung © 2018 Pixabay Tous droits réservés

Die Grippe ist eine infektiöse Erkrankung der Atemwege. Ausgelöst wird sie durch Viren, die meist während der kalten Monate von Dezember bis März zirkulieren. In der Schweiz ist die saisonale Grippe jährlich für bis zu 275 000 Arztkonsultationen, mehrere Tausend Hospitalisierungen sowie mehrere Hundert Todesfälle verantwortlich. Die nächsten Monate werden eine Herausforderung sein, denn neben den Grippeviren werden auch die Coronaviren im Umlauf sein. Immerhin ist das Grippevirus durch eine Impfung vermeidbar.

Sich selbst und sein Umfeld schützen

Das wirksamste Mittel zur Vorbeugung der Grippe ist die Impfung. Zum einen reduziert sie das Ansteckungsrisiko auf ein Minimum und vermindert die Gefahr möglicher Komplikationen unter Risikoträgern, zum anderen schützen geimpfte Personen auch ihre Mitmenschen vor der Übertragung von Grippeviren. In der jetzigen Situation ist eine Impfung vor allem für Personen ab 65 Jahren, Schwangere und Personen mit einer Immunschwäche unerlässlich, da für sie ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht.

Im Kanton Freiburg kann die Grippeimpfung von einer Apothekerin bzw. einem Apotheker oder von einer Ärztin bzw. einem Arzt vorgenommen werden. In der Regel wird eine Impfung ab Mitte Oktober empfohlen; so hat das Immunsystem genügend Zeit, seine Abwehrkräfte aufzubauen, bevor die Grippe kommt.

Impfung in den Apotheken: nur für gesunde Personen!

Die Impfung in den Apotheken richtet sich an alle Personen ab 16 Jahren bei guter Gesundheit, die nicht zwingend einen Arztbesuch benötigen. Wer regelmässig zum Arzt geht, lässt sich meistens auch dort impfen.

Apothekerinnen und Apotheker, die eine solche Impfung anbieten, haben eine entsprechende Ausbildung absolviert. Ausserdem müssen sie verschiedene Anforderungen erfüllen, z. B. in Bezug auf die Hygiene oder das Vorgehen in Notfällen.

Im Kanton Freiburg sind derzeit 70 Apotheken berechtigt, Grippeimpfungen durchzuführen. Das Verzeichnis mit den impfberechtigten Apotheken, eingeteilt nach Ortschaften, ist auf der Website des Amtes für Gesundheit zu finden. Im letzten Jahr haben sich 1830 Personen in 65 Apotheken impfen lassen, 2018 waren es 1675 Personen in 50 Apotheken, 2017 waren es 1200 Personen in 35 Apotheken und 2016 waren es 868 Personen in 33 Apotheken. Bei der Lancierung des Angebots im 2015 waren es 321 Personen in 23 Apotheken.

Übrigens kann man sich in den zugelassenen Apotheken auch gegen andere Erkrankungen impfen lassen, z. B. gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR), Tetanus oder Zeckenenzephalitis (FSME).

COVID-19 und saisonale Grippe: Bei Symptomen zuhause bleiben!

Grippesymptome können auch auf eine Coronavirus-Infektion hinweisen. Deshalb ist es wichtig, im Falle von Schüttelfrost, Fieber, Unwohlsein, Hals- und Schluckweh, Husten, Schmerzen in Muskeln und Gelenken zuhause zu bleiben oder den Arbeitsplatz, die Schule usw. sofort zu verlassen und nach Hause zu gehen.

Ausserdem empfiehlt es sich, den Online-CoronaCheck auf dem Internetportal des Staates Freiburg zu machen. Risikopersonen müssen ihre Hausärztin oder ihren Hausarzt kontaktieren. Für Kinder unter 12 Jahren ist der Kinderarzt oder die Kinderärztin beizuziehen, wenn der Allgemeinzustand des Kindes Anlass zur Besorgnis gibt. Empfiehlt der Online-Check oder die Ärztin bzw. der Arzt einen Corona-Test, ist dieser so rasch wie möglich durchzuführen.

Die Befolgung einiger einfacher Vorsorgemassnahmen und Hygieneregeln ist für gesunde wie auch an der Grippe erkrankte Personen sinnvoll: Bei konsequenter Einhaltung reduziert sich gleichzeitig die Übertragung der Viren und das Ansteckungsrisiko!