Prämienverbilligung 2022 – Entlastung für Paare

03 Dezember 2021 - 12H23

Der Staatsrat erhöht das anrechenbare Einkommen für den Anspruch auf Prämienverbilligung für Paare von 59 000 auf 63 000 Franken. Dies bringt eine zusätzliche Unterstützung in Höhe von 4 Millionen Franken für etwa 10 000 Haushalte.

Rund 27 % der Freiburger Bürgerinnen und Bürger erhalten derzeit eine Prämienverbilligung entsprechend den vom Staatsrat festgelegten Einkommensgrenzen. Haushalte aus Paaren (mit oder ohne Kinder) sind derzeit in Bezug auf die verbleibende Nettoprämie im Verhältnis zum Einkommen am wenigsten begünstigt. Tatsächlich sieht die Situation der Nettoprämienbelastung im Verhältnis zum anrechenbaren Einkommen der verschiedenen Haushaltskategorien gemäss Haushaltstypologie des BAG-Monitorings gegenwärtig wie folgt aus:

 

Prämienbelastung / anrechenbares Einkommen

Paar ohne Kinder

18,5 %

Paar mit 1 Kind und 1 jungen/jungem Erwachsenen

15,5 % bis 18 %

Alleinstehende Person – Erwachsen

15 %

Paar mit 2 Kindern

13, 5 % bis 14 %

Paar mit 4 Kindern

11 % bis 12 %

Alleinstehende Person – junge/r Erwachsene/r

11,5 %

Alleinstehende Person mit 2 Kindern

8,5 % bis 10 %

 

Der Staatsrat hat deshalb beschlossen, die Einkommensgrenze für den Anspruch auf Prämien­verbilligung speziell für Paare mit oder ohne Kinder zu erhöhen. Diese Grenze wird um 4000 Franken auf 63 000 Franken erhöht. Somit wird die Prämienlast 2022 für Paare weniger schwer wiegen. Im Jahr 2022 haben Versicherte Anspruch auf Prämienverbilligung, deren jährliches anrechenbares Einkommen folgende Grenzen nicht erreicht:

  • 36 000 Franken für alleinstehende Personen ohne Kind
  • 43 400 Franken für alleinstehende Personen mit einem oder mehreren unterhaltsberechtigten Kindern
  • 63 000 Franken für Ehepaare und eingetragene Partnerschaften

Diese Einkommensgrenzen werden um 14 000 Franken je unterhaltsberechtigtes Kind erhöht.

Je nach Situation kann eine Familie durch die Erhöhung dieser Grenze im Vergleich zum Vorjahr mehrere hundert Franken sparen. Die Ausgleichskasse stellt auf ihrer Website einen Online-Rechner zur Verfügung: www.caisseavsfr.ch/de.

Es ist anzumerken, dass der Voranschlag 2022 des Staates Freiburg 184 785 000 Franken für Prämienverbilligungen vorsieht und fast 90 000 Personen davon profitieren werden.

Organisation
Die Ausgleichskasse des Kantons Freiburg ist für die Umsetzung der Prämienverbilligung zuständig. Sie berechnet den Anspruch auf Grundlage der Steuerveranlagungen der Steuerperiode, die zwei Jahre vor dem Jahr liegt, für das der Anspruch auf Prämienverbilligung geprüft wird (Jahr x–2 Jahre). Für den Anspruch auf Prämienverbilligung 2022 basiert die Berechnung somit auf den Steuerveranlagungen 2020. Bei Personen, die bereits Prämienverbilligungen erhalten, wird der Anspruch von Amts wegen geprüft; sie erhalten direkt einen neuen Bescheid für 2022. Personen, die potenziell Anspruch auf eine Prämienverbilligung haben, werden entsprechend informiert.

Im November haben etwa 30 000 Alleinstehende oder Familien den neuen Entscheid über die Prämienverbilligung für das Jahr 2022 erhalten. Ausserdem schickt die Ausgleichskasse des Kantons Freiburg den potenziellen Anspruchsberechtigten ein Formular, mit dem sie ihren Anspruch geltend machen können. Diese Aktion betrifft jedes Jahr zwischen 10 000 und 15 000 Personen und Familien, die potenziell Anspruch auf Prämienverbilligung haben.

Ab diesem Jahr wird es noch einfacher sein, einen Antrag auf Prämienverbilligung zu stellen: Potenzielle Anspruchsberechtigte erhalten ein Formular mit einem QR-Code und einem persönlichen Login. Dieses ermöglicht den Zugriff auf den Online-Antrag auf Prämienverbilligung, der bereits teilweise ausgefüllt ist. In weniger als 5 Minuten kann das Formular ausgefüllt und zur Bearbeitung an die Ausgleichskasse weitergeleitet werden. Wer den Antrag nicht online stellen möchten, kann das erhaltene Papierformular unterschreiben und per Post an die Ausgleichskasse des Kantons Freiburg zurückschicken.