29. November 2018 -15h54

Anlässlich des Welt-Aids-Tages möchte die FFSG daran erinnern, wie wichtig HIV-Tests sind. 2017 wurden in der Schweiz 16 % weniger HIV-Fälle gemeldet als im Vorjahr. Die Zahlen der Aids-Hilfe Schweiz bestätigen die Wirksamkeit der Präventionspolitik, die unter anderem auf regelmässiges Testen ausgerichtet ist. 2017 ist die Zahl der Tests um 11 % gestiegen.

Gemeinsam für die Liebe - Kampagne der Aids-Hilfe Schweiz
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Tests und neue Fälle im Kanton Freiburg

Erfreulicherweise nimmt die Anzahl der HIV-Tests zu, denn diese tragen dazu bei, die Ausbreitung von HIV zu verhindern. Die FFSG beispielsweise hat 2016 und 2017 jeweils 414 und 501 Schnelltests durchgeführt.

Für den Espace Mittelland, zu dem die Kantone Freiburg, Bern, Solothurn, Neuenburg und Jura gehören, liegt die HIV-Inzidenz bei 3,9 Fällen pro 100 000 Einwohner; somit liegt sie unter derjenigen für die ganze Schweiz, die bei 5,2 liegt.

Laut einer Studie des BAG sind 2017 für den Espace Mittelland 67 neue HIV-Arztmeldungen eingegangen. Dabei handelt es sich um 25 Fälle mit heterosexuellem Ansteckungsweg, 22 mit MSM-Ansteckungsweg (sexuelle Kontakte zwischen Männern) und 20 mit unbekanntem oder anderem Ansteckungsweg (injizierender Drogenkonsum, Transfusion, Mutter-Kind-Übertragung).

Wo kann ich mich im Kanton Freiburg testen lassen? 

Freiburger Fachstelle für sexuelle Gesundheit
Rue de la Grand-Fontaine 50
1700 Freiburg
T +41 26 305 29 55

HIV-Schnelltest und Test auf weitere STI ‒ nach Vereinbarung: 

  • Rue de la Grand-Fontaine 50, 1700 Freiburg, Montag bis Donnerstag
  • Rue de la Condémine 60, 1630 Bulle, Montag und Donnerstagnachmittag 

Telefonberatung

  • Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr 

Centre Empreinte
Boulevard de Pérolles 57
1700 Freiburg
T +41 26 424 24 84 
HIV-Test und Test auf weitere STI, anonym und ohne Voranmeldung: 

  • Mittwoch von 16 bis 19 Uhr 
  • Freitag von 8 bis 15 Uhr
  • Sprechstunde nach Vereinbarung 
Aids-Hilfe Schweiz: Kampagne zum Abbau der Diskriminierung und zur Steigerung der Testmotivation

 

«Gemeinsam für die Liebe»

Das Engagement gegen die Diskriminierung hat auch einen präventiven Effekt: HIV-Positive, die keine Angst mehr haben, das Virus weiterzugeben, haben ein besseres Bild von sich selbst und von ihrer Zukunft, so die Aids-Hilfe Schweiz.

Insofern erhöht der Abbau von Angst und Stigmatisierung auch die Testmotivation. Denn: Wer seinen HIV-Status kennt, kann sich einer wirksamen Behandlung unterziehen lassen und verhindert somit die Weitergabe des Virus. Mit der Botschaft «U=U: Undetectable = Untransmittable» will die Aids-Hilfe Schweiz deutlich machen, dass HIV-positive Menschen unter erfolgreicher Therapie das Virus nicht weitergeben, wodurch die Testmotivation gesteigert werden soll.

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