Apotheker und Apothekerin - nützliche Informationen

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Informationen, Dokumente und nützliche Links für im Kanton Freiburg tätige Apotheker-innen

Apotheker / Apothekerin - Gesuch um Berufsausübungsbewilligung und Zulassung zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)

Nachfolgend finden Sie den Leitfaden zur Beantragung einer Berufsausübungsbewilligung und einer Zulassung zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP).

Wichtiger Hinweis:

Wenn Sie nicht im Besitze eines Weiterbildungstitels (Offizinapotheke oder Spitalapotheke) sind, 
muss Ihr Arbeitgeber eine Bewilligung zur Berufsausübung unter Aufsicht einreichen.

Berufsausübungsbewilligung unter Aufsicht - was gilt?

Die Gesuche können per Post an folgende Adresse geschickt werden:
Amt für Gesundheit
Rte des Cliniques 17
1700 Freiburg

Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie uns per E-Mail an folgende Adresse: SSP.Autorisation@fr.ch

1. Gesuch um Berufsausübungsbewilligung

Eine Berufsausübungsbewilligung benötigen Apotheker/Apothekerinnen, die:

  • selbständig, in eigenem Namen und auf eigene Rechnung praktizieren; oder
  • unselbständig (angestellt) in eigener fachlicher Verantwortung tätig sind*

* ein Apotheker/eine Apothekerin praktiziert unselbstständig in eigener fachlicher Verantwortung, wenn er oder sie zwar angestellt ist, aber nicht unter Aufsicht und Verantwortung eines zugelassenen Apothekers oder einer zugelassenen Apothekerin praktiziert. Beispiele: der Apotheker oder die Apothekerin, der/die bei einer Apothekenkette angestellt ist.
 

Ordentliches Verfahren

Damit wir Ihr Gesuch um eine Berufsausübungsbewilligung bearbeiten können, benötigen wir folgende Unterlagen und Informationen:

  • einen ausführlichen und aktuellen Lebenslauf in deutscher oder französischer Sprache, datiert und unterschrieben, mit genauen Informationen zur Berufstätigkeit nach Erhalt des Diploms (Datum von Beginn und Ende der Tätigkeit, Beschäftigungsgrad, Funktion, Arbeitsort)
  • eine Kopie Ihres eidgenössischen Diploms, beziehungsweise: eine Kopie der Bestätigung der Anerkennung Ihres ausländischen Diploms, ausgestellt durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Medizinalberufekommission (MEBEKO), 3003 Bern
  • eine Kopie Ihres eidgenössischen Weiterbildungstitels, beziehungsweise: eine Kopie der Bestätigung der Anerkennung Ihres ausländischen Weiterbildungstitels, ausgestellt durch das BAG, Sekretariat MEBEKO, 3003 Bern
  • einen aktuellen (höchstens 3 Monate alten) klassischen Auszug aus dem schweizerischen Zentralstrafregister im Original und, wenn Sie sich noch nicht oder weniger als 5 Jahre in der Schweiz aufhalten, einen aktuellen Auszug aus dem Zentralstrafregister aller Länder, in denen Sie sich in den letzten 5 Jahren aufgehalten haben, ausgestellt in Deutsch, Französisch oder Englisch
  • Für ausländische Personen: eine aktuelle (höchstens 3 Monate alte) Unbedenklichkeitsbescheinigung (« certificate of good standing ») im Original, ausgestellt in Deutsch, Französisch oder Englisch durch die zuständigen Behörden der Länder, in denen Sie in den letzten 5 Jahren Ihren Beruf ausgeübt haben
  • Falls Sie nicht deutscher Muttersprache sind: Nachweis von Sprachkenntnissen, die mindestens dem Niveau C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen (beispielsweise Ausbildung oder jahrelange berufliche Tätigkeit in deutscher Sprache, Zertifikat eines vom Goethe-Institut anerkannten schweizerischen Prüfungszentrums)
  • eine aktuelle (höchstens 3 Monate alte) ärztliche Bescheinigung der physischen und psychischen Eignung zur Berufsausübung
  • einen Nachweis über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung (Bestätigung der Versicherungsgesellschaft oder Kopie der Police), beziehungsweise eine Bestätigung, dass Ihre berufliche Haftpflicht von der Versicherung der Institution, in der Sie arbeiten werden, gedeckt ist. Die Versicherungssumme muss den Risiken Ihrer Tätigkeit angepasst sein
  • eine Kopie eines Identitätsausweises mit gut sichtbarem Foto
  • Gegebenenfalls : eine Kopie der Aufenthaltsbewilligung

Falls notwendig können im Rahmen des Gesuchsverfahrens weitere Auskünfte und Dokumente verlangt werden, insbesondere was die Sprachkenntnisse betrifft.

Die Kosten für die Bearbeitung Ihres Gesuchs betragen 500 Franken (+ Portokosten). Ein allfälliger Zusatzaufwand bei unvollständigen Dossiers kann zusätzlich in Rechnung gestellt werden.
 

Verfahren für Personen mit Berufsausübungsbewilligung in einem anderen Kanton

Wenn Sie schon eine Berufsausübungsbewilligung in einem anderen Kanton erhalten haben, lassen Sie uns bitte folgende Unterlagen und Informationen zukommen:

  • einen ausführlichen und aktuellen Lebenslauf in deutscher oder französischer Sprache, datiert und unterschrieben, mit genauen Informationen zur Berufstätigkeit nach Erhalt des Diploms (Datum von Beginn und Ende der Tätigkeit, Beschäftigungsgrad, Funktion, Arbeitsort)
  • Kopie(n) Ihrer Berufsausübungsbewilligung(en), ausgestellt von den anderen Kantonen
  • einen aktuellen (höchstens 3 Monate alten) klassischen Auszug aus dem schweizerischen Zentralstrafregister im Original und, wenn Sie sich noch nicht oder weniger als 5 Jahre in der Schweiz aufhalten, einen aktuellen Auszug aus dem Zentralstrafregister aller Länder, in denen Sie sich in den letzten 5 Jahren aufgehalten haben, ausgestellt in Deutsch, Französisch oder Englisch

  • eine aktuelle (höchstens 3 Monate alte) Unbedenklichkeitsbescheinigung (« certificate of good standing ») im Original oder als beglaubigte Kopie, ausgestellt durch die zuständigen Behörden der Kantone, in denen Sie Ihren Beruf ausgeübt haben, bzw. von den Behörden der Länder, in denen Sie in den letzten 5 Jahren berufstätig waren
  • Falls Sie nicht deutscher Muttersprache sind: Nachweis von Sprachkenntnissen, die mindestens dem Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen (beispielsweise Ausbildung oder jahrelange berufliche Tätigkeit in deutscher Sprache, Zertifikat eines vom Goethe-Institut anerkannten schweizerischen Prüfungszentrums)
  • einen Nachweis über den Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung (Bestätigung der Versicherungsgesellschaft oder Kopie der Police), beziehungsweise eine Bestätigung, dass Ihre berufliche Haftpflicht von der Versicherung der Institution, in der Sie arbeiten werden, gedeckt ist. Die Versicherungssumme muss den Risiken Ihrer Tätigkeit angepasst sein
  • eine Kopie eines Identitätsausweises mit gut sichtbarem Foto
  • Gegebenenfalls : eine Kopie der Aufenthaltsbewilligung

Falls notwendig können im Rahmen des Gesuchsverfahrens weitere Auskünfte und Belege verlangt werden, insbesondere was die Sprachkenntnisse betrifft.

Das vereinfachte Verfahren ist im Prinzip kostenlos. Bei unvollständigen Dossiers kann der zusätzliche administrative Aufwand in Rechnung gestellt werden.

2. Gesuch um Zulassung zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)

Wenn Sie zu Lasten der OKP abrechnen möchten, teilen Sie uns dies einfach mit, indem Sie das entsprechende Kästchen im Gesuchsformular für eine Berufsausübungsbewilligung ankreuzen (Rubrik "Vorgesehene berufliche Tätigkeit").

Herausgegeben von Amt für Gesundheit

Letzte Änderung : 10/06/2020