Chapeau
Tabakkonsum verursacht im Kanton Freiburg jährlich rund 350 Millionen Franken soziale Kosten und ist die am einfachsten vermeidbare Krankheits- und Todesursache. Die Prävalenz des Tabakkonsums im Kanton liegt bei 29 %. Bei den Männern (35 % vs. 24 % bei den Frauen) sowie in der Altersgruppe 35 bis 49 Jahre (35 %) ist der Anteil der Tabakkonsumierenden am höchsten. Am niedrigsten ist die Zahl der Raucherinnen und Raucher bei Personen mit Ausbildung auf Tertiärstufe. Zwischen 2012 und 2017 hat die Zahl der Rauchenden im Kanton leicht zugenommen, wobei sie sich 2017 auf ähnlichem Niveau befand wie 1992 (30 %).
Der Kanton Freiburg betreibt eine aktive Tabakpräventionspolitik. Alles dazu hier:

Kantonales Tabakpräventionsprogramm

Der Konsum von Tabak, Tabakprodukten, E-Zigaretten und ähnlichen Produkten ist Teil der Prioritäten der kantonalen Strategie zur Gesundheitsförderung und Prävention ‒ Perspektiven 2030.

Im Auftrag der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) gewährleistet CIPRET Freiburg derzeit die Umsetzung des vierten kantonalen Tabakpräventionsprogramms (2022‒2025). Kofinanziert durch die GSD, den nationalen Tabakpräventionsfonds und die Loterie Romande will das Programm daran anknüpfen, was im Kanton Freiburg seit dem ersten kantonalen Programm im Jahr 2009 erreicht werden konnte. Es möchte eine systematische, kohärente und nachhaltige Tabakprävention fördern.

Vision des kantonalen Programms

Der Kanton Freiburg bietet einen Lebensrahmen, der die Annahme gesundheitsfördernder Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Konsum von Tabakprodukten, E-Zigaretten und Nikotinprodukten begünstigt. Das kantonale Tabakpräventionsprogramm fördert die Entstehung neuer gesellschaftlicher und gesetzlicher Normen, die der Gesundheit zugutekommen, trägt dazu bei, dass der Konsum von Tabakprodukten, E-Zigaretten und Nikotinprodukten nicht mehr als normal gilt, und verfolgt das Auftreten neuer Konsumformen.

Ziele des kantonalen Programms

  • Verbesserung der Kenntnisse zu Gesundheitsschädigungen durch Tabakprodukte, E-Zigaretten und Nikotinprodukte in der Freiburger Bevölkerung.
  • Reduktion der Anzahl Konsumentinnen und Konsumenten von Tabakprodukten, E-Zigaretten und Nikotinprodukten in der Freiburger Bevölkerung, insbesondere bei den Jugendlichen.
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen, für ein Leben ohne Tabak, E-Zigaretten und Nikotinprodukten sowie für eine Reduktion der Belastung durch Passivrauchen. 
  • Entwicklung von Synergien, um einen bereichsübergreifenden Präventionsansatz gemäss der Nationalen Strategie zur Prävention nichtübertragbarer Krankheiten (NCD-Strategie) 2017‒2024 sowie der kantonalen Strategie zur Gesundheitsförderung und Prävention ‒ Perspektiven 2030 zu fördern. 
Herausgegeben von Amt für Gesundheit

Letzte Änderung : 23/12/2021