Erfolg für die erste generationsübergreifende Pedibus-Linie

26. Juni 2019 -10h32

Die Pedibus-Koordination Freiburg hat ein Projekt für einen generationsübergreifenden Pedibus gestartet; unterstützt wird sie dabei von der GSD über das Programm «Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend». Zum Ende des Schuljahres wird auf die Erfahrungen der ersten generationsübergreifenden Pedibus-Linie, die von einer jungen Rentnerin begleitet wird, zurückgeblickt.

Erste Generationsübergreifende Pedibus-Linie "Les Grottes" - Pedibus-Koordination Freiburg
Eine junge Rentnerin begleitet die Pedibus-Linie "Les Grottes" seit dem letzten Schulbeginn. © Tous droits réservés

In Bewegung bleiben und sich gleichzeitig nützlich machen
Projektziel des generationsübergreifenden Pedibus ist es, Rentnerinnen und Rentner als freiwillige Begleitpersonen einer Pedibus-Linie einzubinden, um so den Austausch zwischen den Generationen und die körperliche Betätigung zu fördern.

«Les Grottes»: erste generationsübergreifende Pedibus-Linie im Kanton
Anne-Marie Curty Cotting ist gerne mit Kindern zusammen. Seit letztem Schulbeginn begleitet die junge Rentnerin die Pedibus-Linie «Les Grottes». Jeden Montagmorgen nimmt sie fünf Kinder an den verschiedenen Haltestellen mit und bringt sie bis zur Schule.

Die Freiwillige, selbst Grossmutter, ist nicht mit den Kindern verwandt, doch es bereitet ihr viel Freude, sie zur Schule zu begleiten. «Die Kinder freuen sich immer sehr, sich wiederzusehen, erzählen sich Geschichten und lachen zusammen. Deswegen konnte ich erst nach und nach eine Beziehung zu ihnen aufbauen, doch ich bin sehr froh über die Kontakte, die ich dank dem Pedibus in der Nachbarschaft knüpfen konnte. Sowohl für die Kinder als auch für mich hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen: Für sie die Schule, für mich der Ruhestand!»

Für die junge Rentnerin bedeutet Ruhestand, frei von Verpflichtungen zu sein. Am Pedibus schätzt sie, dass sie den Tag und die Uhrzeit selbst bestimmen durfte. Und wenn sie in die Ferien geht, kommt ein Vertretungssystem zum Einsatz. Anne-Marie Curty Cotting freut sich schon, das Abenteuer beim Schulbeginn im Herbst fortzusetzen.

Verschiedene Formen der Begleitung möglich
Rentnerinnen und Rentner, die sich für den Pedibus engagieren möchten, haben mehrere Möglichkeiten. Sie können z. B. eine Linie als verantwortliche Pedibus-Chauffeuse bzw. Pedibus-Chauffeur für ein oder zwei Fahrten pro Woche begleiten. Sie können aber auch gelegentlich für eine Mutter oder einen Vater einspringen. Oder sie können sich auf einer Linie mit vielen Kindern als Zweitchauffeuse bzw. Zweitchauffeur zur Verfügung stellen. Wie konkret vorgegangen wird, ist von Fall zu Fall zu bestimmen, in Absprache mit der Pedibus-Koordination und den Familien der jeweiligen Linie. Interessierte können sich mit der Pedibus-Koordination Freiburg in Verbindung setzen: 076 430 05 58 (Montag bis Donnerstag) oder fribourg@pedibus.ch.

Die Pedibus-Koordination im Kanton Freiburg
Die Pedibus-Koordination Freiburg des VCS entstand hauptsächlich dank der Unterstützung der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) und Gesundheitsförderung Schweiz über das Freiburger Programm «Ich ernähre mich gesund und bewege mich ausreichend» und der Mithilfe der Agglomeration Freiburg, der Stadt Freiburg und der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF). Sie ist Teil der Westschweizer Pedibus-Koordination des VCS.
Der Pedibus ist in 38 Gemeinden des Kantons zu finden, wobei über 500 Kinder durchschnittlich 12 Strecken pro Woche zurücklegen.

Entwicklung der Pedibus-Linien in den letzten zehn Jahren
2006-2007 12 lignes 2011-2012 30 lignes 2016-2017 73 lignes
2007-2008 15 lignes 2012-2013 42 lignes 2017-2018 75 lignes
2008-2009 7 lignes 2013-2014 43 lignes 2018-2019 81 lignes
2009-2010 12 lignes 2014-2015 50 lignes  
2010-2011 21 lignes 2015-2016 49 lignes  

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