Kontrolle der im Gesundheitsbereich tätigen Akteure

Berufsausübungsbewilligung der Gesundheitsfachleute; Bewilligung für Institution des Gesundheitswesens; Genehmigung und Festsetzen von Tarifen; Leistungsverträge mit in der Gesundheitsprävention tätigen Institutionen; Patientenrechte;

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Berufsausübungsbewilligung der Gesundheitsfachleute

Gesundheitsfachtleute die im Kanton Freiburg selbständig oder unselbständig tätig sein wollen brauchen eine Berufsausübungsbewilligung.

Bewilligung für Institution des Gesundheitswesens

Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und zweckmässige, gute Pflegeleistungen sicherzustellen, sind die Schaffung, die Vergrösserung, der Umbau und der Betrieb jeder Institution des Gesundheitswesens der Bewilligung unterstellt.
Als Institutionen des Gesundheitswesens gelten Spitäler, Betagtenheime, Dienste für Hilfe und Pflege zu Hause, Laboratorien für medizinische Analysen, medizinisch-technische Institute, Ambulanzdienste, Zentren für die Forschung am Menschen, Einrichtungen für die Suchtbekämpfung, für Gesundheitsförderung und Prävention und die übrigen Sondereinrichtungen. 

Genehmigung und Festsetzen von Tarifen

Im Kanton Freiburg gelegene Spitäler und Spitaltarife 

Beitragsgesuch für ein Projekt im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention

Der Staat fördert die Massnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention um die Umsetzung der Politik der Gesundheitsförderung sicherzustellen. 

Daher schliesst er Leistungsverträge mit Institutionen, die sich spezifisch mit der Gesundheitsförderung und Prävention befassen. Diese Leistungsaufträge legen den Auftrag, die Leistungen, die Ziele, ihre Finanzierungsquelle und das Evaluationsverfahren fest. 

Patientenrechte

Schweizerinnen und Schweizer konsultieren durchschnittlich dreimal im Jahr ihre Ärztin oder ihren Arzt, ganz zu schweigen von zahnärztlichen Behandlungen, Spital- oder Spitex-Pflege. Trotz der häufigen Kontakte zu Gesundheitsfachpersonen sind die gesetzlichen Bestimmungen, welche die Beziehung zu diesen Fachpersonen und die Rechte von Patientinnen und Patienten regeln, oft kaum bekannt. Nur gut informierte Patientinnen und Patienten können jedoch ihre Situation richtig einschätzen, ihren Standpunkt geltend machen und damit an der vorgeschlagenen Behandlung mitwirken – was sich wiederum positiv auf die therapeutische Beziehung auswirkt. 

Kommission für die Aufsicht über die Berufe des Gesundheitswesens und die Wahrung der Patientenrechte

Die Aufsichtskommission achtet insbesondere darauf, dass die ihrer Aufsicht unterstellten Personen und Institutionen die im kantonalen Gesundheitsgesetz garantierten Patientenrechte (Art. 44ff.) respektieren. In diesem Sinne können Patientinnen und Patienten, die das Gefühl haben, dass eine Gesundheitsfachperson (Ärztin/Arzt, Zahnärztin/Zahnarzt, Apotheker/in, Pflegefachperson, usw.) oder eine Institution des Gesundheitswesens (Spitäler, Pflegeheime usw.) ihre Rechte verletzt hat, bei der Aufsichtskommission Beschwerde einreichen.
Die Aufsichtskommission ist jedoch nicht zuständig, wenn sich die Beschwerde der Patientinnen und Patienten ausschliesslich auf eine Fehldiagnose oder einen Behandlungsfehler bezieht oder aber eine rein wirtschaftliche Streitigkeit betrifft (Anfechtung des Honorars); über solche Streitfälle urteilen grundsätzlich die Zivil- oder Strafgerichte. Im Allgemeinen sorgt sie dafür, dass die Tätigkeit der Leistungserbringer im Gesundheitsbereich der kantonalen (kantonales Gesundheitsgesetz) und der eidgenössischen (Bundesgesetz über die universitären Medizinalberufe) Gesetzgebung entspricht.

Die Kommission kann entweder auf Anfrage der Direktion für Gesundheit und Soziales, auf Klage oder schriftliche Beschwerde einschreiten. Es bestehen keine einzuhaltenden Fristen, um an die Kommission zu gelangen. Die Zulassung für eine Klage erlischt aber 5 Jahre nach den zu beanstandenden Vorkommnissen.
An die Kommission wendet man sich: 
Sekretariat des Amtes für Gesundheit
Rte des cliniques 17
1700 Freiburg
Tel. 026 / 305 29 09

 

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