Ein Team bestehend aus dem Staatsschatzverwalter, zwei wirtschaftswissenschaflichen Beratern und einer Direktionssekretärin kümmert sich um die administrativen Belange (Empfangsdienst, Postdienst, interne Verwaltung, Personaladministration), prüft die finanziellen Auswirkungen kantonaler, interkantonaler und eidgenössischer Vorlagen zuhanden des Staatsrats und befasst sich mit besonderen Dossiers (z.B. NFA, SV 17).

Finanzwesen
Finanzwesen © 2018 Etat de Fribourg – Staat Freiburg
Finanzausgleich zwischen dem Bund und den Kantonen

Die Finanzverwaltung ist Anlauf-, Analyse- und Koordinationsstelle bei der Kantonsverwaltung für Fragen zum Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen.

Dabei nimmt sie insbesondere folgende Aufgaben wahr:

  • Vorbereiten der Antworten der Finanzdirektion und des Staatsrats zu Umfragen, Anhörungen und Vernehmlassungen zum eidgenössichen Finanzausgleichssystem und seiner Umsetzung;
  • Nachprüfen der Referenzdaten und Durchführen verschiedener Analysen, Simulationen und Projektionen;
  • Pflege der Kontakte mit der Eidgenössischen Finanzverwaltung, der Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren und der Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren der lateinischen Schweiz;
  • Verfolgen der Entwicklungen dieses Dossiers auf eidgenössischer Ebene und technischer Support für die Freiburger National- und Ständeräte;
  • Informationsaustausch und punktuelle Zusammenarbeit mit den Finanzverwaltungen anderer ressourcenschwacher Kantone.
Entwicklung des Finanzausgleichs
Entwicklung des Finanzausgleichs © Alle Rechte vorbehalten
Entwicklung des Finanzausgleichs

Der Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen ist für den Staat Freiburg von grosser Bedeutung. Es handelt sich hier nämlich um seine zweitwichtigste Einnahmenquelle nach den Einkommens- und Vermögenssteuern der natürlichen Personen. 2018 beliefen sich die Einnahmen aus dem Finanzausgleich netto auf insgesamt 387,1 Millionen Franken, was nach den Voranschlagszahlen rund 11 % des Gesamtertrags des Staates entspricht. Die interkantonalen Schätzungen lassen allerdings befürchten, dass der Kanton Freiburg in den nächsten Jahren mit einer markanten Einbusse bei den Ausgleichszahlungen zu seinen Gunsten rechnen muss.

Bundesfinanzausgleich, Beträge zugunsten des Kantons Freiburg, in 1000 Franken

Ausgleichsgefäss 2015 2016 2017 2018
Ressourcenausgleich 274’506 291’563 268’486 264’763
Geografisch-topografischer Lastenausgleich 9’259 9’450 9’045 8’896
Soziodemografischer Lastenausgleich 0 0 0 0
Härteausgleich 133’346 126’679 120’012 113’432
Total 417’111 427’691 397’543 387’091
Finanzausgleich
Finanzausgleich © Alle Rechte vorbehalten
Finanzausgleich

Die Gelder aus dem Finanzausgleich sind Kompensationszahlungen zum Ausgleich der Mehraufwendungen oder Einnahmeneinbussen, die der Kanton aufgrund der 2008 in Kraft getretenen Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen in anderen Bereichen erlitten hat (Auswirkungen der neuen Aufgabenteilung; Abkehr vom Finanzkraftkriterium bei den Berechnungsschlüsseln für die Bundessubventionen und die Kantonsanteile an den Bundeseinnahmen). Sie sind nicht an bestimmte, vordefinierte Aufgabenbereiche gebunden, sondern fliessen in die allgemeinen Staatseinnahmen, deren Verwendung im Rahmen des jährlichen Voranschlagsverfahrens festgelegt wird.

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