COVID-19: erste Bilanz über die Telearbeit in der kantonalen Zentralverwaltung

26. August 2020 -07h18

In der ersten Phase der Coronavirus-Gesundheitskrise mussten über 80 % der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Staats Freiburg zuhause arbeiten, um bei der Leistungserbringung die vom Bundesrat und vom Staatsrat empfohlenen Sicherheitsmassnahmen einzuhalten. Fünf Monate nach Beginn der Pandemie stellt die Freiburger Regierung fest, dass Umfang und Qualität der Leistungen gewährleistet wurden. Das Personal ist zu einem grossen Teil mit der Arbeit zuhause zufrieden und wünscht, dass die Telearbeit in Zukunft einfach zugänglich ist.

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Für die Einhaltung der Sicherheitsmassnahmen während der Gesundheitskrise wurde die Telearbeit in der Kantonsverwaltung sehr schnell umgesetzt, wodurch diese ihren Auftrag für die Freiburger Bevölkerung weiter erfüllen konnte. Vor der Pandemie arbeitete nur 13 % des Personals der Zentralverwaltung im Home Office; von Mitte März bis Mitte August führten über 80 % der Mitarbeitenden ihre Aufgaben in Telearbeit aus. Um Rückmeldungen zu dieser neuen Arbeitsweise zu erhalten, führte das Amt für Personal und Organisation beim betroffenen Personal eine Umfrage durch: 62 % der Mitarbeitenden (2263 von 3658) äusserten sich zu ihrer Erfahrung in Verbindung mit den ergriffenen Massnahmen für die Flexibilisierung der Arbeit während der Pandemie.

Über 50 % wünscht Telearbeit

Das Personal ist der Ansicht, dass der Übergang zur Telearbeit gut funktionierte und es die Aufgaben problemlos ausführen konnte. Die Zufriedenheit der Mitarbeitenden in Bezug auf ihre berufliche Situation wurde von 52 % des Verwaltungspersonals als weder besser noch schlechter, von 36 % als besser und von 12 % als schlechter eingestuft. Heute möchten 56 % der Teilnehmenden an der Umfrage die Möglichkeit haben, einen bis zwei Tage pro Woche im Home Office oder mit einer anderen mobilen Arbeitsform zu arbeiten. Sie sind der Ansicht, dass dies die Ausübung der täglichen Aufgaben weder einschränkt noch ihr schadet. Nur 13 % denken, dass sie in Zukunft nicht mobil arbeiten werden können.

Vorbereitung auf die Zukunft

An der Sitzung vom 17. August 2020 hat der Staatsrat die neuen Richtlinien über die während der Coronazeit von den Reglementen bezüglich das Staatspersonal abweichenden Bestimmungen verabschiedet. Diese sehen namentlich ab Mitte August die Rückkehr an den Arbeitsplatz sowie einen erleichterten Zugang zur Telearbeit vor. Die Freiburger Regierung hat zudem die Ergebnisse der oben erwähnten Studie zur Kenntnis genommen, die auch weitere Punkte in Bezug auf das Personal umfasst (Aufhebung der Blockzeiten und Ausdehnung der täglichen Rahmenarbeitszeit). In Absprache mit den Sozialpartnern wird der Staatsrat diese Anliegen im Rahmen der Umsetzung der Personalpolitik prüfen, und zwar bei der Revision der entsprechenden Verordnungen und bei der Umsetzung von spezifischen Aktionen. Die Aktionen der Personalpolitik zielen darauf ab, die Innovation, die Vereinbarung von Beruf und Privatleben und die Eigenständigkeit der Mitarbeitenden zu fördern.

Link Richtlinien: https://www.fr.ch/de/find/poa/news/coronavirus-staat-freiburg-personalinformation

 


Personalpolitik

Am 18. Februar 2020 hat der Staatsrat die neue Personalpolitik verabschiedet, mit der die künftigen Herausforderungen gemeistert werden sollen. Bis 2026 werden zahlreiche Aktionen umgesetzt, namentlich um:

  • effizienter und wirksamer transversal zu handeln, um der Bevölkerung hochwertige Leistungen zu bieten;
  • allen Mitarbeitenden zu ermöglichen, ihr Potenzial zu identifizieren und ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln;
  • die Flexibilität, die Eigenständigkeit und die Balance zwischen Privat- und Berufsleben des Personals zu fördern;
  • mit sachdienlichen Arbeitsbedingungen und einem gesunden Arbeitsklima, das sich durch Respekt, Achtsamkeit und aktives Zuhören auszeichnet, an Motivation und Effizienz zu gewinnen;
  • den Menschen ins Zentrum des technologischen Wandels zu stellen;
  • qualifiziertes und motiviertes Personal anzuziehen, zu halten und zu würdigen.

Detaillierte Informationen finden Sie auf der Seite «Eine HR-Politik für engagierte und motivierte Mitarbeitende».


Kontakt

Gabrielle Merz Turkmani, Vorsteherin des Amtes für Personal und Organisation, T +41 26 305 32 52