Sexualkundeunterricht : Orientierungsschulen

Der letzte Sexualkundeunterricht während der obligatorischen Schulzeit findet grundsätzlich im zweiten Jahr der Orientierungsstufe während zwei mal zwei Blöcken statt.

Die Jugendzeit ist eine sensible Entwicklungsphase, die jede und jeder im eigenen Rhythmus durchlebt. Es ist daher wichtig, die folgenden Themen anzugehen, um das Risiko für Tabus in Verbindung mit dem soziokulturellen Rahmen zu minimieren.

  • die Verantwortung beider Partner bezüglich Verhütung; beide müssen wissen, wo sie diese bekommen und wie diese verwendet wird;
  • Akzeptanz, Respekt und Verständnis der Verschiedenheiten in Bezug auf die Sexualität und die sexuelle Ausrichtung von sich selbst und anderen, in einem freiwilligen, auf Gleichheit ausgerichteten und dem Alter und dem Kontext entsprechenden Rahmen, frei von Zwang und Gewalt;
  • Medien, neue Technologien (soziale Netzwerke) und Pornografie;
  • sich in der persönlichen Einzigartigkeit behaupten und dem negativen Druck des Umfelds standhalten;
  • Entwicklung einer persönlichen Meinung (Normen und Werte) zu Mutter- oder Vaterschaft von Jugendlichen, Verhütung, Schwangerschaftsabbruch, Adoption usw.;
  • Verständnis der Präventionsbotschaften und Erkennen von Risikosituationen;
  • Verhütung von sexuell übertragbaren Kranken (STI);
  • Verständnis dafür, dass die Sexualität einen individuellen Lernprozess voraussetzt;
  • Sexualität als ein wesentlicher und positiver Bestandteil der menschlichen Identität;
  • Freiheit jedes Menschen, die eigenen Gefühle und Empfindungen auf unterschiedliche Art und Weise auszudrücken;
  • Nichtdiskriminierung und Toleranz und insbesondere die Akzeptanz, dass jede/r anders ist.

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