Die heutige Lebensweise, die sich hauptsächlich auf die Verwendung von fossiler Energie stützt, produziert eine grosse Menge Treibhausgase (THG), die direkt das Klima des Planeten verändern. Dieser Klimawandel hat auch Auswirkungen im Kanton Freiburg.

Murtensee
Murtensee © Alle Rechte vorbehalten - 2015 Benjamin Ruffieux

Beispiele von Auswirkungen

  • Sinkende Erträge in der Landwirtschaft
  • Erwerbsausfälle für Skiorte auf mittlerer Höhe
  • Wachsende Überschwemmungsgefahr
  • Gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund von Hitzewellen

Ohne schnelles Handeln wird es schwierig und kostspielig, sich dem Klimawandel anzupassen.

Freiburger Klimaplan

In seinem Regierungsprogramm 2017–2021 hat der Staatsrat das Klima zu einer Herausforderung der laufenden Legislaturperiode gemacht. Zudem war die Herbstklausur 2019 des Staatsrats dem Klimawandel gewidmet. In diesem Rahmen beschloss der Staatsrat, den Übergang des Kantons zu einer klimaneutralen Gesellschaft zu beschleunigen und ihn an den Klimawandel anzupassen. Zu diesem Zweck hat er zwei Ziele als Pfeiler seiner Klimapolitik definiert:

  • Sicherstellung der Kapazität des Territoriums, sich an den Klimawandel anzupassen;
  • Befreiung von der Abhängigkeit von fossiler Energie, Halbierung bis 2030 der Treibhausgasemissionen und Erreichung bis 2050 der Klimaneutralität für den Kanton Freiburg, in Übereinstimmung mit den Zielen des Bundes.

Ein Klimaplan wird derzeit ausgearbeitet. Er besteht darin, eine Bilanz der Emissionen von Treibhausgasen im Kanton zu ziehen und die Gefahren im Zusammenhang mit dem Klimawandel abzuschätzen. In der Folge werden die Schwerpunkte der Strategie bestimmt werden.

Der Klimaplan des Staats Freiburg wird aus 4 Modulen bestehen:

  • Anpassung an den Klimawandel;
  • Minderung der Auswirkungen des Klimawandels;
  • Pilotprojekte;
  • politischer und rechtlicher Rahmen.

Diese 4 Module haben die Governance, Finanzen und Kommunikation als Sockel.

Es wurde ein erster Zeitplan erstellt. Zudem wurden für jedes Modul die Ziele für die Jahre 2018 bis 2021 definiert.

Arbeitsgruppen für die Anpassung und für die Minderung

Es wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet, die erste für das Modul Anpassung und die zweite für das Modul Minderung. Sie haben die wichtigsten Risiken und Chancen für den Kanton im Zusammenhang mit dem Klimawandel und die wichtigsten Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bestimmt.

Im Modul Anpassung wurden 10 Bereiche behandelt:

  • Landwirtschaft
  • Wald
  • Biodiversität
  • Gesundheit
  • Wasserwirtschaft
  • Energie
  • Tourismus
  • Infrastrukturen und Gebäude
  • Raumplanung
  • Naturgefahren

Im Modul Minderung wurden 4 Bereiche behandelt:

  • Energie und Gebäude
  • Mobilität
  • Ernährung und Landwirtschaft
  • Konsum

Diese vorbereitenden Arbeiten ermöglichen es dem Kanton, besser die für beide Module nötigen Gegenmassnahmen zu identifizieren. In der Folge wurde ein erstes Dokument mit 123 Massnahmen erstellt.

 

Eine Delegation der Jungallianz fürs Klima (Climastrike) und der KlimaSeniorinnen nehmen in der Arbeitsgruppe Minderung teil.

Kontakt

Amt für Umwelt