Es gilt heute als unumstritten, dass die durch menschliche Aktivitäten bedingten Treibhausgas-Emissionen (THG) zu den Hauptursachen des Klimawandels zählen. Um unwiderruflichen Schäden durch den Temperaturanstieg im Kanton Freiburg vorzubeugen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu gewährleisten, hat der Staatsrat während eines der Klimathematik gewidmeten Sitzungstags im November 2019 weitreichende Ziele festgelegt. Ziel ist, die THG-Emissionen bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren und bis 2050 die Klimaneutralität zu erlangen.

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Freiburger Klimaplan

Damit diese Ziele erreicht werden können, hat der Staatsrat im Herbst 2020 in seinem kantonalen Klimaplan (KKP) einen Katalog konkreter Massnahmen präsentiert. Dieses neue Rückgrat der Klimapolitik des Kantons beinhaltet zwei Bereiche. Die Massnahmen des Pfeilers «Anpassung» sollen es natürlichen Systemen ermöglichen, sich an die Auswirkungen derzeitiger und kommender klimatischer Veränderungen anzupassen. Der Bereich «Verminderung» beinhaltet die Massnahmen zur Reduzierung sowie zur Lagerung der Treibhausgasemissionen, und hat die Begrenzung der Klimaerwärmung zum Ziel.

Der KKP sieht 115 Massnahmen vor, die sieben Schlüsselbereichen zugeordnet sind:

  • Wasser;
  • Biodiversität;
  • Raum und Gesellschaft;
  • Mobilität;
  • Energie und Gebäude;
  • Landwirtschaft und Lebensmittel;
  • Konsum und Wirtschaft.

Das Massnahmenpaket soll zwischen 2021 und 2026 umgesetzt werden. Hierfür stehen rund 22,8 Millionen Franken in Ergänzung zu den in anderen Politikbereichen (Energie, Mobilität, Bau usw.) eingesetzten Mitteln zur Verfügung.

Seit 16. Januar 2021 ist die Vernehmlassung zum kantonalen Klimaplan abgeschlossen. Dabei sind nicht weniger als 99 Antworten von Behörden, Institutionen, politischen Parteien sowie der Zivilgesellschaft eingegangen. Diese Antworten werden derzeit analysiert und sollen im Frühjahr im Vernehmlassungsbericht veröffentlicht werden. Anhand der Schlussfolgerungen des Vernehmlassungsberichts wird der erste Entwurf des kantonalen Klimaplans korrigiert, bevor er erneut dem Staatsrat und dem Grossen Rat zur Genehmigung vorgelegt wird.

Kontakt

Amt für Umwelt, Sektion Klima