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Es gilt heute als unumstritten, dass die durch menschliche Aktivitäten bedingten Treibhausgas-Emissionen (THG) zu den Hauptursachen des Klimawandels zählen. Um unwiderruflichen Schäden durch den Temperaturanstieg im Kanton Freiburg vorzubeugen und die Lebensqualität der Bevölkerung zu gewährleisten, hat der Staatsrat während eines der Klimathematik gewidmeten Sitzungstags im November 2019 weitreichende Ziele festgelegt. Ziel ist, die THG-Emissionen bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren und bis 2050 die Klimaneutralität zu erlangen.

Kantonaler Klimaplan, um auf Klimanotstand zu reagieren

Der Kanton Freiburg hat beschlossen, aktiv gegen den Klimanotstand zu handeln. Denn die negativen Auswirkungen der globalen Erwärmung zeigen sich auch hier. Der kantonale Klimaplan ist eine Klimastrategie, die aus 115 Massnahmen besteht. Diese sollen zwischen 2021 und 2026 umgesetzt werden. Dafür stehen rund 22.8 Mio. Franken zur Verfügung, zusätzlich zu bereits umgesetzten Initiativen z.B. in den Bereichen Energiepolitik, Mobilität oder Gebäude.

In der Freiburger Klimapolitik stehen 2 Ziele im Zentrum:

  • Sicherstellen der Anpassungsfähigkeit des Kantons an den Klimawandel;
  • Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen verringern sowie Treibhausgasemissionen bis 2030 um 50 % und bis 2050 auf Netto-Null reduzieren.
Treibhausgasreduktion
Vergrössern Treibhausgasreduktion © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Treibhausgasreduktion

Kantonale Klimabilanz und Monitoring der Ergebnisse

Ab 2025 beurteilt der Kanton alle 5 Jahre anhand einer Treibhausgasbilanz, inwiefern die Massnahmen die gewünschten Klimaziele erreicht haben. Zudem evaluiert er periodisch den Fortschritt und die Wirksamkeit der Massnahmen. Bei Bedarf kann der Kanton damit notwendige Änderungen vornehmen.

2017 hat der Kanton insgesamt 4 Millionen Tonnen CO2eq ausgestossen, die in 4 Kateogrien zugeteilt sind:

  • Konsum und Wirtschaft (52%);
  • Landwirtschaft und Ernährung (20%);
  • Energie und Gebäude (14%);
  • Mobilität (14%).
Klimabilanz des Kantons Freiburg für das Jahr 2017
Vergrössern Klimabilanz des Kantons Freiburg für das Jahr 2017 © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Klimabilanz des Kantons Freiburg für das Jahr 2017

8 strategische Achsen und 115 Massnahmen

Der KKP umfasst zwei Pfeilern (Anpassung und Verminderung), 8 strategische Achsen und 115 Massnahmen.

Klima- Anpassung und Verminderung
Vergrössern Klima- Anpassung und Verminderung © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Klima- Anpassung und Verminderung

Anpassung

Die Massnahmen des Pfeilers «Anpassung» sollen den Kantonsgebiets und den natürlichen Systemen ermöglichen, sich an die Auswirkungen derzeitiger und kommender klimatischer Veränderungen anzupassen. Er umfasst drei Achsen.

    Verminderung

    Der Bereich «Verminderung» beinhaltet die Massnahmen zur Reduzierung sowie zur Lagerung der Treibhausgasemissionen, und hat die Begrenzung der Klimaerwärmung zum Ziel. Er umfasst 4 Achsen.

      Transversale Achse

      Zu diesen Pfeilern kommt eine transversale Achse hinzu, um den sektorübergreifenden Charakter der Klimastrategie zu stärken. Ziel: Funktionieren des kantonalen Klimaplans als Ganzes sicherstellen.

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        Murtensee
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        • Klima

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        Letzte Änderung : 01.02.2022