Durchschnittlich werden im Kanton Freiburg pro Jahr mehr als 1500 Säugetiere und Vögel tot aufgefunden. Zwei Drittel dieser Tiere fallen einem Strassenverkehrsunfall zum Opfer, Hauptursache für Wildtierverluste im Kanton Freiburg.

Verletzte Dachs
Verletzte Dachs © Alle Rechte vorbehalten - SFN

Gemeinsam mit anderen Akteuren wie Tiefbauamt oder Polizei kümmert sich das Amt für Wald und Natur um das Management der Tiere, die eines natürlichen Todes, wegen Krankheit oder Unfall sterben.

Die Fallwildstatistiken ergeben keine erschöpfenden Resultate, können den Wildhütern aber wichtige Hinweise liefern (z. B. mögliche Gründe der Bestandsentwicklung, Organisation der Abschusspläne) und widerspiegeln gewissermassen die Realität vor Ort. In Übereinstimmung mit den eidgenössischen Richtlinien kommen in der Kategorie «Fallwild» verschiedene Todesursachen in Betracht:

  • Alter – Krankheit – Schwäche;
  • Strassenverkehr;
  • Bahnverkehr;
  • andere Unfälle – Lawinen – Abstürze;
  • Schussverletzungen;
  • von Hunden gefressen;
  • Pestizide und andere Stoffe;
  • landwirtschaftliche Maschinen;
  • Luchsrisse;
  • Wolfsrisse;
  • andere Ursachen.

Für jedes tot aufgefundene Tier werden nebst Todesursache so viele Angaben wie möglich erfasst und in eine Geodatenbank des Kantons übertragen. Dank den gesammelten Daten setzt das Amt Managementmassnahmen um, welche die Tötung von Wildtieren eindämmen und die Sicherheit der Bevölkerung verbessern. Denn Tiere können zuweilen Krankheiten auf den Mensch übertragen oder Verkehrsunfälle provozieren.

Was tun, wenn ich ein totes oder verletztes Tier finde?

  • Das Wildtier nicht berühren und sich keinesfalls nähern. Ist das Tier verletzt, zusätzlichen Stress vermeiden und es nicht zur Flucht animieren.
  • Unverzüglich den Wildhüter-Fischereiaufseher der Region oder die Polizei (117) verständigen.
  • Flieht das Tier, die Fluchtrichtung notieren, damit der Wildhüter eine gezielte Suche eröffnen kann.

Verhütung von Verkehrsunfällen mit Wildtieren

Strassenverkehrsunfälle sind die Hauptursache für Wildtierverluste (etwa zwei Drittel der Tiere werden tot aufgefunden). Um die Verluste zu verringern und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu verbessern, wurden verschiedene Massnahmen ergriffen.

Verhütung von Verkehrsunfällen mit Wildtieren

Rettung der Rehkitze

Jährlich werden beim Mähen der Wiesen Tausende Rehkitze durch landwirtschaftliche Maschinen getötet oder verletzt. Zu dieser Zahl kommen die unzähligen Kleintiere, wie zum Beispiel junge Hasen oder Vögel, die in den Feldern nisten.

Rettung der Rehkitze

Kontakt zum Thema

Ansprechperson: Elias Pesenti

Amt für Wald und Natur
Sektion Fauna, Jagd und Fischerei
Route du Mont Carmel 5
1762 Givisiez

Tel. 026 305 23 30
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