Vergabe des Stipendiums zur Förderung literarischen Schaffen

23. September 2011 -10h30

Mélanie Richoz aus Bulle erhält vom Staat Freiburg ein Stipendium zur Förderung literarischen Schaffens in Höhe von 15'000 Franken, um ihren ersten Roman verfassen zu können.

Mélanie Richoz
Mélanie Richoz © Tous droits réservés

Freiburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller oder solche, die es werden wollen, sollen sich eine Zeitlang ausschliesslich dem Schreiben widmen können. Um so einen Anreiz für das literarische Schaffen zu schaffen, gewährt die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) alle zwei Jahre ein "Stipendium zur Förderung literarischen Schaffens" an ein literarisches Projekt - Roman, Märchen, Novelle, Lyrikband, Theaterstück, Opernlibretto, Filmdrehbuch - in französischer oder deutscher Sprache. Das Thema kann frei gewählt werden.
Für die Ausgabe 2011/12 dieses Stipendiums gingen bei der Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) 15 Bewerbungen ein, 9 französisch- und 6 deutschsprachige. Auf Empfehlung der vom Amt für Kultur eingesetzten Lesejury beschloss die EKSD, das Stipendium an Frau Mélanie Richoz, wohnhaft in Bulle, zu vergeben.

Mélanie Richoz, Jahrgang 1975, ist diplomierte Ergotherapeutin. Neben ihrem Beruf widmet sie sich künstlerischen Tätigkeiten auf verschiedenen Gebieten, vor allem dem Schreiben. So schreibt sie seit 2004 wöchentliche Kolumnen in der Zeitung Le Messager. Dies hat ihr nach ihren eigenen Worten ermöglicht, ihre Beobachtungsgabe zu schärfen, ihre Fähigkeit zur Selbstbeobachtung zu vertiefen und ihr schriftliches Ausdrucksvermögen weiterzuentwickeln. Ihr Interesse an der Bühnenkunst, in der sie sich ebenfalls als Schauspielerin und Regisseurin betätigt, hat sie bewogen, mehrere Theaterstücke zu schreiben. Daneben zeugen mehrere Liedtexte, ein Musical, Novellen und die Veröffentlichung ihrer Textsammlung "Je croyais que" im Jahr 2010 beim Verlag Slatkine von der grossen Erzähllust von Mélanie Richoz und ihrem Bedürfnis, sich mitzuteilen und
Geschichten zu erzählen - "denn das Leben besteht aus Geschichten".
Zu Beginn des Romans, den Mélanie Richoz mit dem Stipendium des Kantons schreiben möchte, findet ein menschenverachtender Verleger eines Morgens in seinem Wohnzimmer einen Flügel, ohne zu wissen, weshalb und wie dieser dorthin gelangt ist. Dieser unpassende Gegenstand bringt ihn dazu, sich mit seinem Schicksal zu befassen, sich daran zu erinnern, wie Lucie in sein Leben getreten ist und in ihm wieder die Lust am Lesen geweckt hat.

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