COVID-19: Massnahmen zur Unterstützung des Kulturbereichs

21. September 2020 -15h40

Angesichts der schwierigen Situation, in der sich die Kulturschaffenden des Kantons derzeit befinden, ergreift der Staat Freiburg gemeinsam mit dem Bund und den Gemeinden eine Reihe von Unterstützungsmassnahmen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Absage, Verschiebung oder reduzierten Durchführung zahlreicher kultureller Aktivitäten und Veranstaltungen abzufedern.

Unterstützung Covid-19
Unterstützung Covid-19 © Alle Rechte vorbehalten - Nicolas Brodard

I. Soforthilfen

Für gewinnorientierte Kulturunternehmen (z.B. Buchhandlungen, Kinos usw.)

  • Der Bund hat die Kriterien für den Zugang zur Kurzarbeit gelockert. Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben: Personen in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, in befristeten Arbeitsverhältnissen (bis 31. August), in Lehrverhältnissen (bis 31. Mai) oder im Dienst einer Organisation für Temporärarbeit (31. August). Diese Massnahmen sind in der COVID-Verordnung vom 20. März 2020 geregelt. Am 1. Juli präsentierte der Bundesrat verschiedene Änderungen für die Kurzarbeitsentschädigung (KAE) im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die am 1. September 2020 in Kraft getreten sind. Damit wurde eine schrittweise Rückkehr zum normalen Verfahren für den Bezug von KAE markiert, wie es vor der Gesundheitskrise vollzogen worden war. Informationen über die Gewährung der Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) finden Sie auf der Website des Amts für den Arbeitsmarkt (AMA), auf der auch auf die Website des SECO für die offiziellen Formulare verwiesen wird. Das AMA hat eine Hotline eingerichtet, an die Sie sich wenden können.
  • Im Falle einer fehlenden Liquidität bietet der Staat Freiburg Bürgschaften für Darlehen an. Die Volkswirtschaftsdirektion VWD hat eine Hotline 'Darlehen und Bürgschaften' eingerichtet, an die Sie sich wenden können.

Für nicht gewinnorientiertes Kulturunternehmen (juristische Person, z. B. Vereine, Stiftungen, Kompanien usw.)

  • Der Bund hat die Kriterien für den Zugang zur Kurzarbeit gelockert. Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben: Personen in unbefristeten Arbeitsverhältnissen, in befristeten Arbeitsverhältnissen (bis 31. August), in Lehrverhältnissen (bis 31. Mai) oder im Dienst einer Organisation für Temporärarbeit (31. August). Diese Massnahmen sind in der COVID-Verordnung vom 20. März 2020 geregelt. Am 1. Juli präsentierte der Bundesrat verschiedene Änderungen für die Kurzarbeitsentschädigung (KAE) im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die am 1. September 2020 in Kraft getreten sind. Damit wurde eine schrittweise Rückkehr zum normalen Verfahren für den Bezug von KAE markiert, wie es vor der Gesundheitskrise vollzogen worden war. Informationen über die Gewährung der Kurzarbeitsentschädigungen (KAE) finden Sie auf der Website des Amts für den Arbeitsmarkt (AMA), auf der auch auf die Website des SECO für die offiziellen Formulare verwiesen wird. Das AMA hat eine Hotline eingerichtet, an die Sie sich wenden können.

Für selbstständigerwerbende Kulturschaffende (natürliche Personen)

  • Im Falle der Einstellung ihrer Tätigkeit aufgrund der Coronavirus-Pandemie können selbstständigerwerbende Kulturschaffende sich an ihre Ausgleichskasse (entweder an die Kantonale Sozialversicherungsanstalt KSVA oder eine andere unabhängige Anstalt, von der sie Abrechnungen für Sozialabgaben erhalten) wenden, um eine Erwerbsausfallentschädigungen zu beantragen.
  • Gemäss der COVID-Verordnung können Anträge auf Soforthilfen auch an den Verein Suisseculture Sociale gerichtet werden (bis zum 20. September).
  • Vordringliches Ziel ist es, dass alle Personen trotz den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise anständig leben können. Das KFO empfiehlt deshalb allen Personen in Schwierigkeiten, nicht zuzuwarten und eine ihren Bedürfnissen entsprechende Unterstützung zu beantragen. Er lädt die betroffenen Personen ein, sich an die öffentlichen und privaten sozialen Einrichtungen zu wenden.

Zugesicherte Subventionen

  • Die kantonalen Subventionen und Finanzhilfen, die den Organisatoren von infolge der Pandemie abgesagten Veranstaltungen zugesagt wurden, werden gewährt, sofern sie sich auf Kosten beziehen, die bereits bezahlt worden sind oder noch bezahlt werden sollten. Wird eine Veranstaltung verschoben, so werden die zugesagten Beträge für den neuen Veranstaltungstermin beibehalten sowie allfällige mit dieser Verschiebung verbundenen Kosten berücksichtigt. Diese Grundsätze gelten auch für Verträge zwischen den Organisatoren und Kunstschaffenden oder freischaffenden Personen, die für diese Veranstaltungen und Produktionen beschäftigt werden, ungeachtet dessen, ob letztere bereits Soforthilfen (Erwerbsausfall oder Kurzarbeit, siehe oben) beantragt haben.
  • Bei abgesagten Veranstaltungen oder wesentlichen Änderungen an ihrem Projekt werden die Organisatoren, die Subventionen erhalten, gebeten, sich per E-Mail beim Amt für Kultur des Staates Freiburg (fribourg-culture@fr.ch) zu melden. Informationen zur Einreichung ihrer Abrechnung im Rahmen der Entschädigungsgesuche folgen zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Die Loterie Romande, die Agglomeration Freiburg sowie die Stadt Freiburg haben die Auszahlung zugesprochener Subventionen an Organisatoren, die ihre Veranstaltungen verschieben oder absagen müssen, ebenfalls zugesichert.

II. Mesures d’indemnisation

Bis zum 20. September 2020 konnten Entschädigungsgesuche über unser Internetportal eingereicht werden, wobei die Schäden bis zum 31. Oktober 2020 gedeckt sind. Dieses Internetportal ist daher derzeit geschlossen und wird wieder geöffnet, sobald die Entscheide über das künftige Vorgehen vorliegen.

Le 25 septembre 2020, l’Assemblée fédérale a adopté la loi COVID-19, qui pose les bases du maintien et de l’adaptation des mesures visant à surmonter l’épidémie de COVID-19 et notamment les mesures de soutien spécifiques au domaine de la culture. Pour mettre en œuvre cette loi, le Conseil fédéral a adopté le 14 octobre l’ordonnance COVID-19 dans le domaine de la culture, qui précise les mesures de soutien. La période de couverture des dommages s’étend désormais jusqu’au 31 décembre 2021.

Le 13 octobre 2020, le Grand Conseil fribourgeois a été saisi du plan de relance proposé par le Conseil d’Etat. Il a attribué une somme de 4,4 millions de francs au domaine de la culture dans le but de venir en aide aux entreprises culturelles. Ce montant se verra complété par la participation, à hauteur de 4,375 millions de francs, de la Confédération.

Concernant les entreprises culturelles, le soutien cantonal au secteur culturel se développera par les deux volets suivants (sur demande d’ici au 30 novembre 2021):

  • Indemnisation des pertes financières résultant de l’annulation, du report ou de la tenue réduite de manifestations
  • Soutien à des projets de transformation permettant aux entreprises culturelles de s’adapter aux circonstances découlant de la pandémie (soit par une réorganisation structurelle, soit par une reconquête/acquisition de publics)

Ces demandes seront à adresser au Service de la culture via un guichet électronique en ligne, dont l’ouverture est prévue le 18 novembre 2020.

Les acteurs culturels continueront à bénéficier, sur demande, de soutiens financiers de l’association Suisseculture Sociale. Il n’y a cependant plus d’indemnisation.

Les associations culturelles d’amateurs continueront à être indemnisées pour les pertes financières résultant de l’annulation, du report ou de la tenue réduite de manifestations sur demande auprès des associations faîtières reconnues.

En novembre, une newsletter informera de façon détaillée sur les conditions et l’ouverture du guichet électronique en ligne. Elle sera complétée par un Facebook Live où vous pourrez dialoguer avec le Chef du service de la culture.

III. Rückblick: Unterstützungsmassnahmen des Bundes und der Kantone

Im Kulturbereich ist die Existenz zahlreicher kleiner und grosser Kulturunternehmen sowie Kulturinstitutionen durch Absagen oder Verschiebungen von Aktivitäten und Veranstaltungen oder deren Durchführung in reduziertem Umfang bedroht. Ein hoher Anteil der Kulturschaffenden ist selbständigerwerbend oder freischaffend und weder über Kurzarbeit abgedeckt noch durch eine Arbeitslosenversicherung abgesichert.

Am 18. März hat der Staat Freiburg mehrere Hilfsmassnahmen angekündigt, mit denen er die bereits zugesicherten Subventionen für die entstandenen Kosten und die Kosten für die Verschiebung von Veranstaltungen oder Projekten sowie Massnahmen zur strukturellen Wirtschaftshilfe garantiert. Der Bundesrat hat seinerseits am 20. März ein Massnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus beschlossen. Diese Massnahmen gelten für alle Bereiche und damit auch für den Kultursektor. Darüber hinaus hat er eine Verordnung erlassen, die darauf abzielt, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf den Kultursektor durch ergänzende Massnahmen abzufedern (COVID-Verordnung Kultur). Die Verordnung umfasst Soforthilfen und eine Ausfallentschädigung für Kulturunternehmen und Kulturschaffende sowie Finanzhilfen für Kulturvereine im Laienbereich. Diese Regelung gilt insbesondere für die Entschädigung von finanziellen Verlusten, die durch die Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen oder Projekten entstehen; sie gilt auch dann, wenn diese aufgrund von behördlichen Auflagen in reduziertem Umfang durchgeführt werden müssen. Am 6. April gab der Bundesrat bekannt, dass die Finanzhilfegesuche nun bei den Kantonen, beim Verein Suisseculture Sociale oder bei den Laienkulturvereinen eingereicht werden können (Liste auf der Website des Bundesamts für Kultur). Am gleichen Tag hat der Staatsrat des Kantons Freiburg die Vereinbarung zur Umsetzung dieser Massnahmen im Kanton Freiburg unterzeichnet. Das Amt für Kultur richtete am 7. April ein Internetportal für die Gesuchstellung ein. In der kantonalen Ausführungsverordnung vom 14. April werden die Kriterien, das Verfahren und die Zuständigkeiten für die Gewährung von Soforthilfen festgelegt. Insgesamt wurden rund 13 Millionen Franken zur Unterstützung der Freiburger Kultur bereitgestellt. 9,466 Millionen Franken, deren Finanzierung sich der Kanton und der Bund je zur Hälfte teilen, sind für die Ausfallentschädigungen bestimmt. 3,265 Millionen Franken sind für zinslose Darlehen an nicht gewinnorientierte Kulturunternehmen vorgesehen. Am 13. Mai hat der Bundesrat beschlossen, die Frist für die Gesuchstellung bis zum 20. September zu verlängern, wobei die Deckungsperiode bis zum 31. Oktober 2020 gilt. Damit sollen die finanziellen Risiken im Zusammenhang mit dem Start der neuen Kultursaison, die durch die Auflagen zum Schutz der Gesundheit eingeschränkt ist, abgefedert werden. Die zinslosen Darlehen werden aufgehoben. Die kantonale Ausführungsverordnung wurde am 9. Juni angepasst. Gleichzeitig mit der Fristverlängerung wurde der Rahmenkredit um einen zusätzlichen Betrag von 3,3 Millionen auf insgesamt 12,766 Millionen aufgestockt. Dieser Rahmenkredit wird zu gleichen Teilen vom Staat Freiburg und vom Bund finanziert, die am 2. Juli eine Änderung der Vereinbarung unterzeichnet haben.

Gemäss diesen Verordnungen konnten die Entschädigungsgesuche bis zum 20. September 2020 über unser Internetportal eingereicht werden, wobei die Schäden bis zum 31. Oktober 2020 abgedeckt sind.

Le 25 septembre 2020, l’Assemblée fédérale a adopté la loi COVID-19, qui pose les bases du maintien et de l’adaptation des mesures visant à surmonter l’épidémie de COVID-19 et notamment les mesures de soutien spécifiques au domaine de la culture. Pour mettre en œuvre cette loi, le Conseil fédéral a adopté le 14 octobre l’ordonnance COVID-19 dans le domaine de la culture, qui précise les mesures de soutien. La période de couverture des dommages s’étend désormais jusqu’au 31 décembre 2021.

Le 13 octobre 2020, le Grand Conseil fribourgeois a été saisi du plan de relance proposé par le Conseil d’Etat. Il a attribué une somme de 4,4 millions de francs au domaine de la culture dans le but de venir en aide aux entreprises culturelles. Ce montant se verra complété par la participation, à hauteur de 4,375 millions de francs, de la Confédération.

Weiter unten finden Sie eine Präsentation dieser Massnahmen. Diese Seite wird regelmässig aktualisiert. Massgebend sind einzig die Rechtsgrundlagen. In dieser Übersicht des Bundesamts für Kultur werden die Massnahmen ebenfalls zusammengefasst.

IV. Gesundheitliche Massnahmen

Der Staatsrat des Kantons Freiburg setzt den Entscheid des Bundesrats um: Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind ab dem 1. Oktober 2020 wieder erlaubt. Die Verantwortung für die entsprechenden Bewilligungen tragen die Oberamtspersonen der betreffenden Bezirke, die diese auf Stellungnahme der Kantonspolizei und des Kantonsarztamts erteilen.