18. November 2020 -11h14

Die Covid-19-Verordnung Kultur sieht die Fortführung der Ausfallentschädigungen für Kulturunternehmen im Falle der vorübergehenden Schliessung eines Unternehmens, der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung eines Kulturprojekts oder einer Veranstaltung infolge staatlicher Massnahmen vor. Auf dieser Seite finden Sie nähere Einzelheiten sowie die Gesuchs- und Vergabeverfahren für solche Ausfallentschädigungen.

Unterstützung Covid-19
Unterstützung Covid-19 © Alle Rechte vorbehalten - Nicolas Brodard

Zweck

 

Den Kulturunternehmen für den finanziellen Schaden, der aus der Absage, Verschiebung oder eingeschränkten Durchführung von kulturellen Veranstaltungen und Projekten oder aufgrund betrieblicher Einschränkungen infolge der Umsetzung staatlicher Massnahmen entsteht, eine Ausfallentschädigung gewähren.

 

Voraussetzungen

Die Ausfallentschädigungen gemäss Covid-19-Gesetz sind subsidiär, d.h. ergänzend zu anderen Ansprüchen der Kulturunternehmen. Sie decken damit den Schaden, für den keine anderweitige Deckung erfolgt (z.B. Privatversicherung und Kurzarbeitsentschädigung).

Gesuche können von Kulturunternehmen eingereicht werden, die

  • am 15. Oktober 2020 als juristische Person bereits bestanden haben;
  • weder staatliche Verwaltungseinheit noch öffentlich-rechtliche Person sind;
  • ihren statuarischen Sitz in der Kanton Freiburg haben;
  • mehr als 50% des Umsatzes im Kulturbereich erzielen*.

*Kulturunternehmen, die den Grossteil ihres Umsatzes (≥ 50 %) im Kulturbereich realisieren, sind eingeladen, beim Amt für Kultur ein Gesuch einzureichen, auch wenn ein (geringerer) Teil ihres Umsatzes in einem anderen Tätigkeitsbereich erzielt wird. Unternehmen, die zu weniger als 50 Prozent im Kulturbereich tätig sind, können direkt ein Gesuch für Härtefälle beim Kanton Freiburg einreichen: https://www.promfr.ch/de/covid-19/. Wenn Sie unsicher über die Berechnung des Anteils im Kulturbereich sind, können Sie sich direkt an das Amt für Kultur wenden: fribourg-culture@fr.ch.

 

Auch Veranstalter im Laienbereich, sofern sie ein Veranstaltungsbudget von mindestens 50 000 Franken aufweisen und einen Schaden von mindestens 10 000 Franken erleiden, gelten als Kulturunternehmen und können ein Gesuch einreichen.

Wichtiger Hinweis: Bund und Kantone streben im Sinne der kulturellen Vielfalt an, dass Kulturunternehmen die Kulturakteure für vereinbarte Engagements entschädigen, auch wenn Auftritte bzw. Projekte letztlich nicht stattfinden können. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Kulturunternehmen die Kulturakteure angemessen entschädigen, d.h. sich bei der Entschädigung der Kulturakteure an den empfohlenen Mindesthonoraren von relevanten Branchenverbänden orientieren.

Die Ausfallentschädigung deckt in allen Fällen höchstens 80 Prozent des finanziellen Schadens. Ein allenfalls entgangener Gewinn wird nicht entschädigt.

 

Verfahren

 

Gesuche können bis zum 30. November 2021 über das Online-Portal eingereicht werden, und zwar für Projekte, die bis zum 31. Oktober 2022 abgeschlossen sind. Die Gesuche werden in regelmässigen Zeiträume und nach einem festgelegten Zeitplan «gebündelt» geprüft. Diesbezügliche Informationen werden folgen.

⚠ Nächste Frist: Gesuche für finanzielle Schäden, die zwischen 1. Januar und 30. April 2021 entstanden sind, sind bis spätestens 31. Mai 2021 einzureichen. ⚠

Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, d.h. mit dem effektiven Schadensbetrag; der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesuchstellung bereits eingetreten sein. Jedes Kulturunternehmen kann pro Periode (vgl. Kalender) nur ein Gesuch für alle seine Schäden einreichen, sobald die tatsächlichen Zahlen bekannt sind, spätestens aber gemäss den Fristen des Kalenders. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte per E-Mail an das Kulturamt.

Reichen Sie Ihre Gesuche um Unterstützung über das Online-Portal des Kulturamtes ein.