Verantwortungsbewusster und nachhaltiger Konsum? Über 400 Schülerinnen und Schüler präsentieren in Freiburg ihre Ideen

4. Juni 2019 -17h33

Mehr als 400 Schülerinnen und Schüler im Alter von 5 bis 16 Jahren, deren Projekte von der Jury des Wettbewerbs «Environnement et Jeunesse» ausgezeichnet wurden, sind heute Morgen in die Stadt Freiburg gekommen. Die Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Westschweiz nahmen zunächst an mehreren kulturellen und wissenschaftlichen Workshops teil, die an verschiedenen Orten in der Stadt angeboten wurden. Anschliessend verfolgten sie gespannt die traditionelle Preisverleihung. Die Mitglieder der Jury haben 24 Projekte zur nachhaltigen Entwicklung ausgewählt. Sie lobten dabei die ausgezeichnete Qualität dieser 17. Ausgabe des Wettbewerbs zum Konsumverhalten.

photo d'une réalisation d'élèves qui représente un crayon papier
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Die 17. Ausgabe dieses von den Bildungsdepartementen der Kantone Bern, Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Wallis und Waadt unter der Schirmherrschaft der Stiftung «Environnement et Jeunesse» organisierten Wettbewerbs zog fast 900 Schülerinnen und Schüler sowie 66 Klassen aus der Westschweiz an. Freiburg war mit 35 Klassen sehr stark vertreten. Bereits im Herbst 2018 haben die Schülerinnen und Schüler begonnen, mit Hilfe ihrer Lehrpersonen einzeln oder in Gruppen an konkreten Aktionen zum nachhaltigen Konsum zu arbeiten. Es wurden vier Bereiche vorgeschlagen: Die Ernährung mit dem Verpackungsproblem oder mit lokalen Produkten, die Mobilität in all ihren Formen, die Freizeitaktivitäten einschliesslich der Werbung, die Gadgets oder die Abhängigkeit vom Smartphone und der Lebensraum, insbesondere die Energieeffizienz.

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Spannende Workshops
photo d'enfants dans un jardin entourés de fleurs
Concours Environnement & Jeunesse © Alle Rechte vorbehalten
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Nach einem 14-jährigen Turnus findet der Anlass wieder in Freiburg statt. Traditionsgemäss beginnt der Tag der Preisverleihung am Morgen gegen 9 Uhr mit der Ankunft der Schülerinnen und Schüler, deren Projekte von der Jury ausgezeichnet wurden, und ihrer Teilnahme an mehreren kulturellen und/oder wissenschaftlichen Workshops, die an verschiedenen Orten in der Stadt durchgeführt werden. In Freiburg wurden für die 400 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, aufgeteilt in 23 Gruppen, insgesamt 30 Workshops angeboten. Dieses Angebot ist der Mitwirkung mehrerer Organisationen oder Institutionen zu verdanken, darunter Pro Natura, Le Port in Freiburg, Genossenschaft Atout Vrac, Naturhistorisches Museum, Gutenberg Museum, Espace Tinguely-Nikki de St-Phalle, Departement für Biologie, Departement für Chemie, Amt für Umwelt, Hochschule für Technik und Architektur, Gruppe E, Sammelstelle Neigles oder Fablab in der Bluefactory.

24 Projekte, Preise und Favoriten

Insgesamt wurden 24 Projekte ausgezeichnet: 5 für den ersten Zyklus (5 bis 8 Jahre), 11 für den zweiten Zyklus 2 (9 bis 12 Jahre) und 8 für den dritten Zyklus (13 bis 16 Jahre). Die Jury, bestehend aus Expertinnen und Experten der beteiligten Kantone, hatte vier Favoriten:

  • Die 8H von Charmey / FR, Lehrer: Ludovic Bussard
  • Satigny, Primarschule Mandement / GE, Lehrerin: Christiane Aref
  • Les Géotabs, Kollegium Mûriers, Colombier / NE, Lehrerin: Julie Buisson
  • Les lutins malins, Genolier und Umgebung / VD, Lehrerin: Sarah Reymond
photo d'une réalisation d'élèves
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Die Informationsagentur AGIR verlieh den AGIR-Preis an die Klasse 3H der Primarschule Schönberg / FR, die unter der Leitung der Klassenlehrerin Chloé Gebrekristos arbeitete. Die Groupe E Greenwatt zeichnete ihrerseits die Schülerinnen und Schüler von Fleurier aus, die «Öko-Engel», die gemeinsam mit ihrem Lehrer David Masci am Wettbewerb teilnahmen.

Die Preise wurden in Anwesenheit von Hugo Stern, Vorsteher des Amts für französischsprachigen obligatorischen Unterricht, Andrea Burgener, Gemeinderätin und Baudirektorin der Stadt Freiburg, Christoph Joerin, Vorsteher des Amts für Umwelt, und Isabelle Chevalley, Präsidentin der Stiftung «Environnement et Jeunesse» und Nationalrätin, ab 15 Uhr in der Aula Magna der Universität vergeben.

Eine Stärkung für die Rückreise?
photo d'élèves en train de peler des carottes pour la fabrication du bouillon
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Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler konnten den ganzen Tag über in der Ehrenhalle Aula Magna besichtigt werden. Auf dem Vorplatz der Universität beteiligten sich Schülergruppen den ganzen Tag über an der Zubereitung einer Suppe mit «aussortiertem» Gemüse, das für den Verkauf zu wenig makellos aussieht. Mit dieser Idee möchte das Unternehmen Foodoo die Lebensmittelverschwendung bekämpfen. Ziel an diesem 4. Juni: In 1 Tag 1 Tonne Bouillon zubereiten.

Im Jahr 2021 wird im Kanton Waadt die 18. Ausgabe des Wettbewerbs «Environnement et Jeunesse» stattfinden.

Ziel des Wettbewerbs «Environnement et Jeunesse» ist es, Überlegungen darüber anzustellen, welche Mittel zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden können. Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt und richtet sich an Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Westschweiz, die über das Thema nachdenken, Lösungen vorschlagen und diese in Form eines Modells, Posters oder Videos präsentieren. Interdisziplinäre Projekte und Gruppenarbeiten werden bevorzugt. Schülerinnen und Schüler, deren Projekte prämiert werden ‒ insgesamt etwa 400 Personen ‒ werden zu einem besonderen Tag eingeladen, an dem vor der Preisverleihung kulturelle und wissenschaftliche Aktivitäten angeboten werden. Die Stiftung «Environnement et Jeunesse» führt den gleichnamigen Wettbewerb seit 18 Jahren durch.

Diese Freiburger Ausgabe wurde von folgenden Partnern finanziell unterstützt: Amt für Umwelt des Kantons Freiburg, Stiftung CARBON FRI, Unternehmen Groupe E Greenwatt, Aktiengesellschaft Eau de Fribourg, Firma SINEF, Migros-Kulturprozent, Freiburger Kantonalbank und Energieversorger Gruyère Energie.

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