In der Regel besuchen die Schülerinnen und Schüler die Schule des Schulkreises, dem ihr Wohnsitzort oder ständiger Aufenthaltsort angehört.

Ort des Schulbesuchs

In der Regel besuchen die Schülerinnen und Schüler die Schule des Schulkreises, dem ihr Wohnsitzort oder ständiger Aufenthaltsort angehört. Der Begriff ständiger Aufenthaltsort wird dann verwendet, wenn der ständige Aufenthaltsort des Kindes sich nicht am Wohnort der Eltern befindet. Der ständige Wohnort muss von der Eziehungsdirektion anerkannt werden. In der Praxis wird allgemein ein Ort als ständiger Aufenthaltsort anerkannt, wenn sich das Kind dort von Montag bis Freitag, inklusive die Nächte, ununterbrochen aufhält.

Ausnahmen

Unter gewissen eingeschränkten Bedingungen können Ausnahmen von dieser Regel gestattet werden. Hier die verschiedenen Fälle im Überblick:

  • Schulkreiswechsel
  • Schulkreiswechsel aus sprachlichen Gründen
  • Ausserkantonaler Schulbesuch

 

Schulkreiswechsel

Das Schulinspektorat kann eine Schülerin oder einen Schüler ermächtigen oder verpflichten, die Schule eines anderen Schulkreises zu besuchen, wenn dies in ihrem oder seinem Interesse oder im Interesse der Schule ist.

Verfahren
Eltern, die für ihr Kind einen Schulkreiswechsel wünschen, richten ein begründetes schriftliches Gesuch an das Schulinspektorat.

Achtung : Rein praktische Gründe wie gute Verkehrsverbindungen, der Wohnort der Tagesmutter, der Standort der ausserschulischen Betreuung, die geografische Nähe einer Schule, der Arbeitsort der Eltern oder andere Motive, die aus Gründen der Zweckmässigkeit oder der Familienorganisation angebracht erscheinen, sind nicht Grund genug für die Genehmigung eines Schulkreiswechsels.

Kosten
Die mit einem Schulkreiswechsel verbundenen Transportkosten werden den Eltern in Rechnung gestellt.

Auskunft: Schulinspektorat

 

Schulkreiswechsel aus sprachlichen Gründen

Das Schulinspektorat kann einer Schülerin oder einem Schüler erlauben, aus sprachlichen Gründen die Schule eines anderen Schulkreises zu besuchen.
Der Schulkreiswechsel aus sprachlichen Gründen erfolgt auf Antrag der Eltern. Diese Massnahme soll es der Schülerin oder dem Schüler erlauben, den Unterricht in ihrer oder seiner Muttersprache zu besuchen, wie dies nach dem Grundsatz der Sprachenfreiheit möglich ist. Es ist Sache der Schulbehörde, jeden Fall einzeln zu prüfen, bevor sie eine solche Ausnahme gewährt oder verwehrt.

Verfahren
Eltern, die für ihr Kind einen Schulkreiswechsel aus sprachlichen Gründen wünschen, richten ein begründetes schriftliches Gesuch an das Schulinspektorat.

Kosten
Die mit einem Schulkreiswechsel verbundenen Transportkosten werden den Eltern in Rechnung gestellt. Der unentgeltliche Schulbesuch ist nicht gewährleistet.

Auskunft: Schulinspektorat

 

Ausserkantonaler Schulbesuch

Die Direktion kann, wenn wichtige Gründe vorliegen, den Besuch einer ausserkantonalen Schule bewilligen.
Sie kann Schülerinnen und Schülern mit zivilrechtlichem Wohnsitz ausserhalb des Kantons den Besuch einer Freiburger Schule im Rahmen der verfügbaren Plätze bewilligen, wenn sichergestellt ist, dass der Wohnsitzkanton die Schulgeldbeiträge übernimmt.
In jeden Fall ist eine Aufnahme nur dann möglich, wenn die Schülerin oder der Schüler zum Zeitpunkt des beantragten Wechsels die im Wohnsitzkanton geltenden Aufnahmebestimmungen erfüllt.

Verfahren
Die im Kanton Freiburg wohnhaften Eltern, die ihr Kind eine Schule ausserhalb des Kantons besuchen lassen möchten, füllen das entsprechende Formular aus und senden ihr Gesuch per Post oder E-Mail an die auf dem Formular angegebene Adresse. Eltern, die in einem anderen Kanton wohnen und ihr Kind im Kanton Freiburg zur Schule schicken möchten, reichen ihr Gesuch beim Bildungsdepartement ihres Wohnsitzkantons ein.

Achtung: Diese Gesuche müssen jedes Jahr erneuert werden.

Kosten
Die mit einem ausserkantonalen Schulbesuch verbundenen Transportkosten werden den Eltern in Rechnung gestellt.

 

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