Lehrplan 21 in Deutschfreiburg – Zyklus 1 - 3 (1H-11H)

Der Lehrplan ist der bildungspolitische legitimierte Auftrag der Gesellschaft an die obligatorische Schule. Der Lehrplan 21 (LP 21) ist der erste gemeinsame Lehrplan für die deutsch- und mehrsprachigen Kantone der Schweiz. Er baut auf den bisherigen kantonalen Lehrplänen auf und legt die Bildungsziele für den Unterricht für alle Stufen der obligatorischen Schule fest. Die elf Schuljahre 1H-11H sind im LP 21 in drei Zyklen unterteilt: die Primarschule in den 1. Zyklus (1H-4H) und den 2. Zyklus (5H-8H). Die Orientierungsschule (Sekundarstufe 1, 9H-11H) in den 3. Zyklus.

image illustrant le Lehrplan 21
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Der Kanton Freiburg führt den LP 21 an den deutschsprachigen Schulen ein

Gemäss Beschluss des Direktors der EKS tritt der LP 21 an den deutschsprachigen Schulen des Kantons Freiburg in allen drei Zyklen und in allen Schuljahren auf Beginn des Schuljahres 2019/20 in Kraft. Für den Fremdsprachenunterricht gilt weiterhin der Lehrplan Passepartout, welcher mit dem LP 21 kompatibel ist. Die Einführung und Umsetzung des Lehrplans 21 ist ein mehrjähriger Prozess der Schul-und Unterrichtsentwicklung und wird voraussichtlich Ende Schuljahr 2022/23 abgeschlossen sein.

Kompetenzorientierung: Wissen erwerben und es auch anwenden können

Der LP 21 beschreibt, was die Schülerinnen und Schüler können sollen. Nebst dem Wissen und Verstehen, den Fähigkeiten und Fertigkeiten werden auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen berücksichtigt. Der LP 21 präzisiert die Kompetenzbeschreibungen mit verbindlichen Inhalten und bildet den Kompetenzaufbau (Kompetenzstufen) der gesamten obligatorischen Schulzeit im Überblick ab. Am Schluss eines Zyklus ist jeweils ein Grundanspruch definiert.

Fachliche und überfachliche Kompetenzen

Der LP 21 ist ein Orientierungs- und Planungsinstrument für die Lehrpersonen und die Schulen. Er ist in die sechs Fachbereiche Sprachen, Mathematik, Natur Mensch Gesellschaft (NMG), Gestalten, Musik sowie Bewegung und Sport gegliedert. Hinzu kommen die Bereiche Medien und Informatik und Berufliche Orientierung sowie die fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltige Entwicklung. Mit diesen Fachbereichen verknüpft sind die personalen, methodischen und sozialen - also die überfachlichen - Kompetenzen.

Methodenvielfalt

Vielfältige Methoden und Organisationsformen des Unterrichts ermöglichen den Lehrpersonen, auf die Bedürfnisse und Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Das Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis bietet dafür nützliche Hinweise.

Nutzen für Schülerinnen und Schüler

Wissen und Können in unterschiedlichen Situationen anwenden
Der LP 21 legt als Ziel des Unterrichts sogenannte Kompetenzen fest. Dies bedeutet:
1. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Wissen und Können.
2. Sie verbinden dieses Wissen und Können und wenden es in unterschiedlichen Situationen an.
3. Sie entwickeln das Selbstvertrauen und die Motivation, die nötig sind, um das Wissen und Können tatsächlich anzuwenden.

Systematisch und entwicklungsgerecht lernen
Der LP 21 gilt für die gesamte obligatorische Schulzeit 1H-11H. Diese elf Jahre sind aufgeteilt in drei Zyklen. Die Lehrplan-Zyklen bauen aufeinander auf. Die Schülerinnen und Schüler können sich so Wissen und Können zu einem bestimmten Thema über einen längeren Zeitraum aneignen. Sie lernen systematisch und entwicklungsgerecht.

Differenziertere Förderung
Der LP 21 berücksichtigt, über welche Vorkenntnisse die Schülerinnen und Schüler verfügen und auf welche Art sie am besten lernen. Ausserdem enthält jeder Zyklus mehrere Kompetenzstufen und unterschiedliche Anforderungen.

Leichter in die Schule einsteigen
Der erste Zyklus umfasst die beiden Kindergartenjahre und die ersten beiden Primarschuljahre (1H - 4H). Der Übergang von der spielerischen Tätigkeit zum aufgabenorientierten Lernen erfolgt fliessend und je nach Stand der Entwicklung des Kindes.

Einen Umzug besser meistern
Der LP 21 ist der erste gemeinsame Lehrplan für die Volksschule in den 21 deutsch-und mehrsprachigen Kantonen. Für alle deutschsprachigen Schülerinnen und Schüler gelten unabhängig von ihrem Wohnkanton dieselben Ziele.

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