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Relaisklasse
Relaisklasse © Alle Rechte vorbehalten

Eröffnung von zwei Relaisklassen für Schülerinnen und Schüler von 5 bis 12 Jahren

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Relaisklasse © Alle Rechte vorbehalten

16. November 2018 - 16h53

Damit Schülerinnen und Schüler mit schweren Verhaltensauffälligkeiten ihr schulisches Lernen fortsetzen können, eröffnet die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport (EKSD) Relaisklassen für Primarschülerinnen und Primarschüler. Diese können ab Montag, 19. November bis zu 10 Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Durch die Beschulung in einer Relaisklasse werden die betreffenden Schülerinnen und Schüler vorübergehend aus dem gewohnten Umfeld herausgenommen. Diese Massnahme erfolgt in ihrem persönlichen Interesse, im Interesse ihrer Schulkameradinnen und Schulkameraden sowie im Interesse der Schule. Mit der Eröffnung dieser Klassen wird auf die zunehmende Zahl von Krisensituationen mit immer jüngeren Schülerinnen und Schülern reagiert, die die Schulen mit den schulinternen Massnahmen nicht mehr bewältigen können.

Dank der Relaisklasse kann vermieden werden, dass es bei einer Schülerin oder einem Schüler zu einem Schulversagen kommt. Sie bietet ihr oder ihm die Möglichkeit, eine Distanz zur schulischen Umgebung herzustellen und eine neue Einstellung zum schulischen Lernen zu entwickeln. Auch die Eltern werden vom Team der Relaisklasse in ihrer erzieherischen Rolle unterstützt. Zudem werden die Klasse und die Herkunftsschule durch dieses «Time-Out» von verhaltensauffälligen Schülerinnen und Schülern in der Relaisklasse entlastet.

Das multidisziplinäre Team aus Lehrpersonen, Sozialpädagogen/innen und Psychologen/innen, das die Schülerinnen und Schüler betreut, arbeitet in drei Bereichen, nämlich im schulischen, im erzie­herischen und im psychologischen Bereich. Die Dauer des Aufenthalts in der Relaisklasse ist auf 4 Monate beschränkt und kann pro Schuljahr einmal verlängert werden. Grundsätzlich bleiben die betroffenen Schülerinnen und Schüler mindestens zwei Halbtage pro Woche in ihrer Stammklasse.

Der Antrag auf Einschulung in eine Relaisklasse wird von der Schulleitung gestellt, nachdem die üblichen schulinternen Lösungen und die Unterstützung, die die Mobile Einheit leisten kann, ausgeschöpft sind. Der Entscheid wird von der zuständigen Schulinspektorin oder dem zuständigen Schulinspektor in Zusammenarbeit mit der Direktion der SED-Massnahmen getroffen. Die Zustimmung der Eltern ist zwar gewünscht, wird aber nicht zwingend vorausgesetzt.

Obschon die Relaisklassen für Primarschülerinnen und Primarschüler (1H‒8H) grundsätzlich bereits im Reglement zum Schulgesetz verankert sind, wird die Frage ihrer Finanzierung und insbesondere die der Kostenaufteilung zwischen Staat und Gemeinden im kommenden Frühjahr vom Grossen Rat geklärt, ebenso wie weitere Änderungen, die das Schulgesetz und das dazugehörige Reglement betreffen.

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