Die Hauptschadstoffe im Boden: PCB

Schadstoffe im Boden
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Die Hauptschadstoffe im Boden

Schwermetalle: Blei (Pb)  / Cadmium (Cd)  /  Kupfer (Cu)  /  Zink (Zn)

Organische Schadstoffen: Dioxine und Furane (PCDD/F)  /  Polychlorierte Biphenyle (PCB)  /  Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Referenzwerte für Böden

Polychlorierte Biphenyle (PCB)

Entstehung

Die PCB bestehen aus über 200 verschiedenen synthetisch hergestellten organischen aromatischen Chlorverbindungen. Sie haben technisch sehr interessante Eigenschaften: sie sind alterungsbeständig, nicht brennbar, hitzebeständig, nicht korrosiv, haben eine gute elektrische Isolierung, sind schwer flüchtig und schwer wasserlöslich.

Hauptquellen

Die PCB wurden ab 1930 und wurden bis in die 1980er Jahre vielerorts eingesetzt, z.B. als Isolier- und Kühlflüssigkeit in Elektrobauteilen, Hydrauliköl, Schmiermittel und in Wärmetauschern. Seit 1986 ist die Herstellung und Verwendung von PCB in der Schweiz verboten. Sie gelangten durch atmosphärische Deposition, über belastete Standorte und durch Klärschlammdüngung (heute verboten) in den Boden.

Wirkung auf Menschen

Eine akute Vergiftungsgefahr ist bei PCB gering. PCB sind sehr schlecht abbaubar und gut Fettlöslich und reichern sich im Fettgewebe sowie in der Muttermilch an. Bei schwangeren Frauen kann eine erhöhte Belastung das Kind im Mutterleib schädigen.  Chronische Aufnahme kann zur Schwächung des Immunsystems führen. Sie stehen ebenfalls im Verdacht krebserzeugen zu sein.

Wirkung auf Tiere

Vergiftungsgefahr besteht durch direkte Bodenaufnahme und Aufnahme von durch belasteten Boden verunreinigten Pflanzen. Anreicherung in Futterpflanzen spielt hingegen eine untergeordnete Rolle. Die schädlichen Wirkungen sind ähnlich wie beim Menschen.

Wirkung auf Pflanzen

Pflanzen nehmen PCB durch Wurzeln auf, eine Anreicherung findet aber kaum statt. Pflanzen mit grossen unterirdischen Speicherorganen (Karotten, Kartoffeln, Schwarzwurzel, usw.) enthalten mehr PCB als Blattgemüse.

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