Die Hauptschadstoffe im Boden: Dioxine und Furane

Schadstoffe im Boden
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Die Hauptschadstoffe im Boden

Schwermetalle: Blei (Pb)  / Cadmium (Cd)  /  Kupfer (Cu)  /  Zink (Zn)

Organische Schadstoffen: Dioxine und Furane (PCDD/F)  /  Polychlorierte Biphenyle (PCB)  /  Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Referenzwerte für Böden

Dioxine und Furane (PCDD/PCDF)

Entstehung

PCDD/F entstehen hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen in Anwesenheit von chlorierten Verbindungen. Es existieren 210 verschiedene Dioxine und Furane, welche sich in ihrer Giftigkeit erheblich unterscheiden. Davon sind nur gerade 17 Einzelverbindungen aufgrund ihrer Toxizität biologisch wichtig.

Hauptquellen

Kehrrichtverbrennung, heute insbesondere illegale Verbrennung von Abfällen im Freien und in Hausfeuerungen, motorische Verbrennungsprozesse, Metallrezyklierung, natürlich bei Waldbränden und Vulkanausbrüchen. Der Eintrag in den  Boden geschieht hauptsächlich aus der Luft.

Wirkung auf Menschen

PCDD/F sind sehr giftig. Einige Verbindungen gehören zu den giftigsten Stoffen überhaupt. Sie sind fettlöslich und reichern sich demnach vor Allem im Fettgewebe und  in der Muttermilch an. Akute und chronische Belastungen können Hautkrankheiten (Chlorakne) und hormonelle Störungen verursachen, und sie erhöhen das Krebsrisiko.

Wirkung auf Tiere

PCDD/F sind für Tiere noch giftiger als für den Menschen. Die Hauptaufnahme erfolgt hauptsächlich über die Nahrung. Vergiftungsgefahr für Tiere besteht bei direkter Bodenaufnahme und bei Aufnahme von durch atmosphärische Deposition verunreinigter Futterpflanzen. PCDD/F reichern sich in der Mich der Kühe und in den Eiern von Geflügel an.

Wirkung auf Pflanzen

Die Belastung von Pflanzen geschieht hauptsächlich durch atmosphärische Deposition. Blattgemüse ist demnach besonders betroffen. PCDD/F werden ebenfalls, aber in geringerem Ausmass über den Boden aufgenommen. Die Anreicherung beschränkt sich auf die äussersten Zellschichten der Wurzeln.

Besonderes

Die PCDD/F sind besonders umweltgefährdend da sie extrem persistent sind (d.h. sie sind praktisch nicht abbaubar). Sie sind weltweit nachweisbar.

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