Unter Erosion sind die Abnutzung und Veränderung zu verstehen, die durch Wasser und Wind auf landwirtschaftlichen Grundstücken zu einem Verlust an Boden führen. Die Bodenerosion beeinträchtigt die Bodenfruchtbarkeit. Gleichzeitig werden Oberflächengewässer beeinträchtigt und es entstehen verschiedene vermeidbare Kosten.

Bodenerosion
Bodenerosion © 2018 Amt für Umwelt - Staat Freiburg

Schäden der Erosion sind unter anderen:

  • Verlust von humusreicher Erde und Nährstoffen, mit der mittel- bis langfristigen Folge einer Abnahme der landwirtschaftlichen Erträge
  • Saatverluste oder Kulturschäden bei Oberflächenabfluss
  • Überdeckung von Nachbarparzellen mit Feinerde
  • Feinerdeablagerungen auf Strassen, entlang von Wegen, in der Kanalisation etc., welche Unterhalts- und Wiederinstandsetzungskosten verursachen
  • Eutrophierung der Gewässer durch das Einbringen von Nährstoffen
  • Gewässerbelastung durch toxische Substanzen aus Dünge- und Pflanzenschutzmitteln
  • Verlagerung von Nährstoffen und Schadstoffen in naturnahe Biotope

Um effizient gegen die Erosion durch Wasser auf ackerbaulich genutzten Böden vorzugehen, wurde im Kanton Freiburg ein Erosionsprojekt geschaffen.

Am 27. Februar 2007 hat der Staatsrat eine Arbeitsgruppe "Erosion" ernannt. Sie setzt sich aus Vertretern des Amtes für Landwirtschaft (LwA), des Landwirtschaftlichen Institutes Grangeneuve (LIG), des Amtes für Umwelt (AfU), einem Vertreter der Freiburgischen Vereinigung der umwelt- und tiergerecht produzierenden Landwirte (FIPO) und 4 Vertretern des Freiburger Bauernverbands (FBV) zusammen.

Das Erosionsprojekt stützt sich auf drei Pfeiler

  • die Regelung des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) (Technische Regeln 5.2,)
  • die Verordnung vom 1. Juli 1998 über Belastungen des Bodens (Art. 6 VBBo)
  • die Grundsätze des Bodenschutzes des Kantons Freiburg.

Zielsetzungen

  • Erosionsvorbeugung und Verringerung der regelmässig von Erosion betroffenen Parzellen im ganzen Kanton Freiburg
  • Senkung der Kosten der durch Erosion entstandenen Schäden an Grundstücken und öffentlichen und privaten Werken
  • Bestimmung der Parzellen, die bei der Gewährung von kantonalen Beiträgen für die Direktsaat Vorrang haben
  • Verbesserung des Kenntnisstandes über die Erosion auf landwirtschaftlichen Böden
  • Verbesserung der Qualität oberirdischer Gewässer (Phosphor, Pflanzenschutzmittel, Nitrate)

Umsetzung

  • Beratung der Landwirte über Massnahmen zur Erosionsvorbeugung, damit die ÖLN-Vorschriften eingehalten werden
  • Entwicklung eines Systems zur Kontrolle und Kartierung der Erosion, damit die von Erosion betroffenen Parzellen bestimmt werden können
  • Parzellen, die regelmässig Erosionsprobleme aufweisen, haben im Programm « Pflugloser Anbau » Priorität

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