Ein fruchtbarer Boden charakterisiert sich durch eine vielfältige, biologisch aktive Flora und Fauna sowie eine intakte Zersetzungsfähigkeit. Die Bodenlebewesen bestehen im Wesentlichen aus Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen, Algen aber auch Regenwürmern und anderen kleinen Organismen. Die Masse aller Bodenlebewesen beträgt durchschnittlich 3t/ha, kann jedoch in sehr fruchtbaren Wiesenböden bis zu 30t/h erreichen.

Regenwurm
Regenwurm © 2015 Benjamin Ruffieux - 2015 Benjamin Ruffieux

Die Bodenlebewesen erfüllen folgende Funktionen:

  • Bildung von stabilem Humus als Speicher von Wasser und Nährstoffen
  • Stabilisierung der Bodenstruktur und Schutz vor Erosion
  • Zersetzung und Mineralisation toter organischer Materie und dadurch Neutralisierung von Krankheitserregern in den Ernterückständen
  • Speicher von Mineralien in den oberen Schichten des Bodens, wo sie vor dem Auswaschen bewahrt werden und so den Pflanzen besser verfügbar sind
  • Bereitstellung lebensnotwendiger Nährstoffe für die Pflanzen
  • Bindung von Stickstoff aus der Luft
  • Zersetzung gefährlicher organischer Substanzen und Pflanzenbehandlungsmittel

Diese Funktionen sind essentiell, sie sichern die Fruchtbarkeit des Bodens und die Ernährung der Pflanzen sowie den Kohlenstoff- und Stickstoff-Kreislauf.

Die routinemässige Messung der bodenbiologischen Aktivität in einem anerkannten Labor ist nun machbar und ermöglicht eine Diagnose des Bodenfruchtbarkeitszustandes sowie praktische Ratschläge.

Der landwirtschaftliche Institut Grangeneuve bietet Beratung über Humusbewirtschaftung und Bodenfruchtbarkeit der Böden, Kontaktperson: adrian.vonniederhaeusern@fr.ch.

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