Das landwirtschaftliche Bodenbeobachtungsnetz des Kantons Freiburg (FRIBO) umfasst 250 Standorte, zwischen 2004 und 2006 wurde es mit 53 urbanen Standorten und 14 Standorten in Wäldern ergänzt. Der Hauptzweck von FRIBO besteht darin, Informationen über die Art und den Zustand der Böden sensibler Standorte auf dem Land und in der Stadt (Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und Familiengärten) zu beschaffen und allgemeiner die diffuse Belastung im Kanton Freiburg zu analysieren. Zudem soll die langfristige Entwicklung der Bodenqualität im Kanton verfolgt werden.

Bodenbeobachtung
Bodenbeobachtung © 2011 Benjamin Ruffieux - 2011 Benjamin Ruffieux

Das landwirtschaftliche Bodenbeobachtungsnetz umfasst 250 Standorte, die die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche des Kantons Freiburg abdecken. Jeder Standort wird alle fünf Jahre einmal beprobt, was jeweils einem Zyklus entspricht.  Die gesammelten Daten erlauben, die langfristige Entwicklung der Bodenfruchtbarkeit im Kanton zu beobachten und die natürlichen oder anthropogenen Veränderungen aufzuzeigen.

Allgemein sind die Landwirtschaftsflächen des Kantons in einem guten Zustand. Der Gehalt an organischer Substanz ist stabil. Der pH-Wert bleibt ebenfalls stabil, jedoch mit einer hohen Anzahl saurer Standorte die eine Kalkung benötigen. Unter den Nährstoffen hat der kurzfristig verfügbare Phosphorgehalt abgenommen. Die allgemeinen Phosphorreserven sind jedoch stabil.  Die Kali-Gehalte haben in den Dauerwiesen signifikant zugenommen, was die Nährstoffversorgung stören und Stoffwechselstörungen beim Vieh hervorrufen kann. Die Biomasse ATP und die Kohlenstoffmineralisierung wurden als biologische Hinweisparameter der Fruchtbarkeit des Bodens analysiert. DieBiomassse ATP hat in den letzen 25 Jahren auf unergründete Weise signifikant abgenommen.
Bei den Schwermetallen, ist eine Abnahme der durchschnittlichen Gehalte von Cadmium und Zink festzustellen.

Das landwirtschaftliche Netz wurde zwischen 2004 und 2006 durch ein urbanes Bodenbeobachtungsnetz ergänzt. 53 Standorte in acht Agglomerationen wurden untersucht. Dies erlaubt uns, den Zustand der Böden sensibler Standorte zu kennen und die diffuse Verschmutzung zu beurteilen. Die Familiengärten haben sehr hohe Gehalte von Phosphor und Schwermetallen. Den Besitzern der Familiengärten werden Ratschläge zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Böden erteilt.

Vierzehn Waldstandorte wurden ebenfalls im FRIBO integriert.

Die Resultate des 5. FRIBO Berichts, und somit aus 25 Jahre Bodenbeobachtung, können mit dem rechtsstehenden Link abgerufen werden.

Dokumentation

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