Alle nachfolgenden Informationen betreffen das Lehrpersonal der EKSD

Die Dienstchefin oder der Dienstchef gewährt bezahlten Urlaub für folgende Ereignisse (StPR, Art. 67 Abs. 1):

  • Der bezahlte Urlaub wird nur für den Tag der Heirat (oder der Eintragung der Partnerschaft) sowie für die Tage, die dem Ereignis unmittelbar vorgehen oder nachfolgen, gewährt.

    Wenn die Heirat an einem Samstag oder einem Sonntag stattfindet, werden die drei Urlaubstage in der vorangehenden Woche (Mittwoch bis Freitag) oder der darauffolgenden Woche (Montag bis Mittwoch) gewährt.

    Der Urlaub kann sowohl für die zivile oder die kirchliche Heirat bezogen werden. Zudem kann er für die beiden Ereignisse in Tage oder Halbtage aufgeteilt werden. 

     

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht das Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein. Die/der Vorgesetzte überprüft, ob die vorgeschlagenen Daten mit dem angekündigten Ereignis übereinstimmen.

    Rechtsgrundlagen

    StPR

         Art. 67

  • Für die Heirat oder die Eintragung der Partnerschaft eines Kindes, eines Bruders, einer Schwester, des Vaters oder der Mutter kann der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter ein Tag bezahlter Urlaub gewährt werden (nur für den Tag, an dem die Heirat oder die Eintragung der Partnerschaft stattfindet).

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht das Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein. Die/der Vorgesetzte überprüft, ob das vorgeschlagene Datum mit dem angekündigten Ereignis übereinstimmt.

    Rechtsgrundlagen

    StPR

         Art. 67

  • Im Falle des Todes der Ehegattin oder des Ehegatten, der eingetragenen Partnerin oder des eingetragenen Partners, eines Kindes oder einer mit der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter im gemeinsamen Haushalt lebenden Person kann die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter einen Urlaub von 5 Tagen beantragen.

    Für den Tod des Vaters oder der Mutter der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters : 3 Tage.

    Für den Tod des Bruders oder der Schwester der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters : 2 Tage.

    Für die Beisetzung einer oder eines anderen Verwandten, einer Arbeitskollegin oder eines Arbeitskollegen oder einer anderen, der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter nahestehenden Person, je nach Entfernung : ½ bis 1 Tag.

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht sein Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein.

     

    Rechtsgrundlagen

    StPR

         Art. 67

  • Auf Vorweisen eines Arztzeugnisses, das die erforderliche Anwesenheit der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters belegt, kann ihr oder ihm bei Krankheit ihres oder seines Kindes pro Jahr bis zu 5 Tage bezahlter Urlaub (pro Kind) gewährt werden (in Unterrichtseinheiten berechnet). Wenn beide Elternteile beim Kanton Freiburg arbeiten, kann der Urlaub nicht kumuliert werden. Dieser Urlaub ist nicht führ chronische Krankheiten oder die Unmöglichkeit der Betreuung durch die Krippe vorgesehen.

    Um einen bezahlten Urlaub in Anspruch nehmen zu können, muss das Kind der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters jünger als 16 Jahre sein.

    Ohne Arztzeugnis wird kein bezahlter Urlaub gewährt. 

    Für andere Krankheits- oder Unfälle hat der Staat Freiburg mit dem Freiburger Roten Kreuz eine Vereinbarung abgeschlossen, welcher mit Rotkäppchen einen notfallmässigen Betreuungsdienst für kranke oder verunfallte Kinder am Wohnort der Mitarbeitenden anbietet.

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht sein Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein. 

    Rechtsgrundlagen

    StPR

         Art. 67

  • Dieser Urlaubsgrund (bis 3 Tage pro Jahr) kann von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter nur dann angerufen werden, wenn sich eine im gemeinsamen Haushalt lebende Person in einem entscheidenden Stadium einer Krankheit befindet oder Opfer eines Unfalls wird und die sofortige Präsenz der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters erforderlich ist.

    Kein bezahlter Urlaub rechtfertigt die Begleitung der Ehepartnerin oder des Ehepartners ins Spital oder zu einer Kur, sofern keine Dringlichkeit gegeben ist.

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht sein Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein.

    Rechtsgrundlagen

    StPR

         Art. 67

  • Für einen Umzug wird ein bezahlter Urlaubstag gewährt, sofern der Umzug auf einen Arbeitstag fällt (für Mitarbeitende im Vollpensum). Zumal ein Umzug im Voraus geplant werden kann, wird von Teilzeitangestellten erwartet, dass sie diesen an einem arbeitsfreien Tag durchführen, soweit dies möglich ist.

    Die oder der Vorgesetzte kann den Urlaub verweigern, sofern die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter nicht glaubhaft machen kann, dass nur ein Arbeitstag für den Umzug in Frage kommt.

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter beantragt den Urlaub bei ihrer oder seinem Vorgesetzten unter Verwendung des Formulars «530 Gesuch für bezahlten Urlaub».

    Rechtsgrundlagen

    StPR
                 Art. 67

  • Militär- oder Zivildienst

    Bei Abwesenheit wegen Militärdienst, Zivil- oder Zivilschutzdienst haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anspruch auf die Auszahlung des vollen Gehalts während einem Monat.

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die länger als ein Monat obligatorischen Dienst leisten, haben Anspruch auf 90 % des Gehalts, wenn sie verheiratet sind, in einer eingetragenen Partnerschaft leben oder Familienunterhaltspflichten haben, und auf 70 % des Gehalts, wenn sie ledig sind und keine Familienunterhaltspflichten haben.

    Die Entschädigungen der Erwerbsersatzordnung fallen bis zum Betrag des geschuldeten Gehalts dem Staat zu.

    Der Aktivdienst bleibt vorbehalten.

    Militärische Entlassungsinspektion

    Für die militärische Entlassungsinspektion haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von ½ bis 1 Tag, je nach Entfernung.

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter informiert ihre/n oder seine/n Vorgesetzte/n über ihre/seine Absenz unter Vorlage einer Kopie des Marschbefehls.

    Rechtsgrundlagen

    StPG

         Art. 111: Militär- oder Zivildienst

    StPR

         Art. 67: Bezahlter Kurzurlaub

         Art. 87 ff: Militär-, Zivil- oder Zivilschutzdienst

  • Gewerkschaftliche Verantwortung

    Mitarbeitende, die eine gewerkschaftliche Verantwortung übernehmen, haben für die mit diesem Amt verbundenen Aufgaben Anspruch auf 5 Tage (anteilsmässig zum Beschäftigungsgrad) bezahlten Urlaub pro Jahr.

    Teilnahme an gewerkschaftlichen Versammlungen

    Der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter kann pro Jahr ein Tag bezahlter Urlaub für die Teilnahme an einer Versammlung eines Berufsverbands oder einer Gewerkschaft gewährt werden (nur für Generalversammlungen).

    Der bezahlte Urlaub wird für den halben oder ganzen Tag der Generalversammlung gewährt.

    Verfahren

    Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter reicht sein Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein.

    Rechtsgrundlagen

    StPR

         Art. 67

Ausser im Falle der Heirat oder der Eintragung der Partnerschaft der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters kann der Urlaub nur im Zeitpunkt des betreffenden Ereignisses und an den darauf folgenden Tagen bezogen werden (StPR, Art. 67 Abs.3).

Der Heiratsurlaub oder der Urlaub bei Eintragung einer Partnerschaft kann nur zum Zeitpunkt des betreffenden Ereignisses und an den vorhergehenden oder darauffolgenden Tagen bezogen werden (LPR, Art. 42).

Bezahlter Kurzurlaub – Weitere Fälle:

  • Der Mitarbeiter mit einem Beschäftigungsgrad von 100% hat gegen Vorweisen der Geburtsurkunde oder eines anderen amtlichen Dokuments Anspruch auf einen Vaterschaftsurlaub von zehn Arbeitstagen (für alle Väter deren Kind ab 01.01.2021 geboren wurde). Der Vaterschaftsurlaub muss - aufgeteilt oder auf einmal - spätestens innert einem Jahr nach der Geburt bezogen werden. Die zehn Tage werden im Verhältnis zum Beschäftigungsgrad gewährt (Anzahl Lektionen).

    Verfahren

    Der Mitarbeiter reicht sein Urlaubsgesuch bei seiner/m Vorgesetzen mit dem Formular «530 Gesuch für bezahlten Urlaub» ein. Je nach Umständen kann die oder der Vorgesetzte die vorgeschlagenen Urlaubsdaten ablehnen und den Mitarbeiter anweisen, seinen Urlaub zu verschieben.

    Rechtsgrundlagen

    StPG

           Art. 114a Vaterschaft

    StPR

           Art. 86a Vaterschaftsurlaub

  • Bei einer Adoption hat die Mitarbeiterin Anspruch auf 12 Wochen bezahlten Urlaub.

    Der Mitarbeiter hat Anspruch auf einen bezahlten Urlaub von bis zu 4 Wochen, wenn es die zur Aufnahme des Kindes nötigen Schritte erfordern.

    Für alle diesbezüglichen Fragen bitten wir Sie das Amt für Ressourcen zu kontaktieren (026 / 305 12 06).

     

    Rechtsgrundlagen

    StPG

         Art. 114 Adoption

  • Urlaub nach 15 Dienstjahren

    Ausschliesslich für das Lehrpersonal der Stufen 1H-11H wird nach 15 vollendeten Dienstjahren ein bezahlter Urlaub gewährt.

    Der Urlaub von zwei Wochen (10 Schultage) wird anteilsmässig zum Beschäftigungsgrad, welcher während des 15. Dienstjahres ausgeübt wird, gewährt. Ausser bei einem Weggang kann er nicht ausbezahlt werden.

    Der Urlaub kann in mehreren Tranchen bezogen werden. Der Zeitpunkt des Bezugs wird auf Vorschlag der Lehrperson von der/vom Vorgesetzten nach Massgabe der schulischen Bedürfnisse festgesetzt.

    Bei Aufgabe der Arbeitstätigkeit wird der nicht bezogene Urlaub auf der Grundlage des letzten Monatsgehalts im entsprechenden Verhältnis ausbezahlt.

    Dienstaltersgeschenk nach 25 und 35 Jahren

    Die Mitarbeitenden haben Anspruch auf ein Dienstaltersgeschenk nach 25 und 35 vollendeten Dienstjahren im Umfang eines Monatsgehalts oder eines Monats Urlaub (20 Arbeitstage) oder auf eine Kombination der beiden. Der Betrag des Monatsgehalts wird anteilsmässig zum Beschäftigungsgrad, welche zum Fälligkeitszeitpunkt des Dienstaltersgeschenks vertraglich vereinbart ist, berechnet. Der bezahlte Urlaub kann in einem Mal oder im Rahmen der Arbeitszeitgestaltung der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters bezogen werden, sofern die Bedürfnisse der Dienststelle dies erlauben.

    In allen Fällen muss die oder der Anspruchsberechtige der Anstellungsbehörde ihre oder seine Wahl der Bezugsform des Dienstaltersgeschenks spätestens zwei Monate vor dessen Fälligkeit mitteilen. Andernfalls wird das Dienstaltersgeschenk ausbezahlt.

    Die Auszahlung des Dienstaltersgeschenks erfolgt auf Grundlage der Mitteilung der Anstellungsbehörde an die zentrale Lohnverwaltung und wird mit der Gehaltszahlung desjenigen Monats vergütet, in dem das Dienstaltersgeschenk fällig wird.

    Soweit der ordentliche Betrieb der Dienststelle es erlaubt, kann die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter die Auszahlung des Dienstaltersgeschenks wie folgt ersetzen:

    • durch einen Monat bezahlten Urlaub (20 Arbeitstage) 
    • durch die Auszahlung eines halben Monatslohns und zwei Wochen bezahlten Urlaub (10 Arbeitstage nach Berücksichtigung des Beschäftigungsgrades
    • durch die Auszahlung eines Viertel-Monatslohns und drei Wochen bezahlten Urlaub (15 Arbeitstage nach Berücksichtigung des Beschäftigungsgrades)
    • durch die Auszahlung von drei Viertel eines Monatslohns und eine Woche bezahlten Urlaub (5 Arbeitstage nach Berücksichtigung des Beschäftigungsgrades)

    Rechtsgrundlagen

    StPG

         Art. 98: Dienstaltersgeschenk

    StPR

         Art. 113 ff.: Dienstaltersgeschenk

    LPR

         Art. 43: Urlaub nach vollendetem 15. Dienstjahr

  • Öffentliche Ämter

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben für die Ausübung eines gemäss eidgenössischer und kantonaler Gesetzgebung nicht obligatorischen öffentlichen Amtes Anspruch auf höchstens 15 Arbeitstage bezahlten Urlaub pro Jahr. Die Anzahl der gewährten Urlaubstage hängt vom ausgeübtem Amt, der Grösse der Gemeinde, usw. ab.

    Die Ausübung eines öffentlichen Amtes bedarf der Bewilligung der EKSD. Gesuche sind schriftlich oder per E-Mail (sress-d@fr.ch) an das Amt für Ressourcen zu richten. Die Bewilligung kann nur dann verweigert werden, wenn das Amt mit der beim Staat ausgeübten Funktion nicht vereinbar ist. Das Gesuch muss frühzeitig eingereicht werden, damit die Situation im Fall einer Wahl klar ist, bevor die Kandidatur eingereicht wird.

    Erfordert die Ausübung des öffentlichen Amtes eine über die Dauer des bezahlten Urlaubs hinausgehende Abwesenheit der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters, so wird der Saldo der Abwesenheit von den Ferien abgezogen oder als unbezahlter Urlaub behandelt. Ist mit einer regelmässig über die Dauer des bezahlten Urlaubs hinausgehenden Abwesenheit zu rechnen, so kann eine Verringerung des Beschäftigungsgrads oder die Versetzung angeordnet werden.

    Weitere Informationen finden Sie in den vom Staatsrat erlassenen Richtlinien und dem dazugehörigen, erläuternden Bericht.

     

    Rechtsgrundlagen

    StPG

                Art. 119

    StPR

                Art. 72 bis 74

Herausgegeben von Amt für Ressourcen

Letzte Änderung : 15/10/2021