Sie müssen die Arbeit in Ihrem Betrieb aus wirtschaftlichen Gründen vorübergehend reduzieren oder vollständig einstellen? In diesem Fall können Sie Kurzarbeitsentschädigung beantragen. Diese Seite wird regelmässig gemäss den im Rahmen der Coronavirus-Krise erlassenen Massnahmen aktualisiert.

Kurzarbeit und Coronavirus: Massnahmen vom 25. März 2020

Aufhebung der Voranmeldefrist
Die Frist zur Voranmeldung von Kurzarbeit wird aufgehoben. Die Karenzfrist wurde ihrerseits bereits am 20. März 2020 aufgehoben. Das bedeutet, dass ein Unternehmen Kurzarbeit anwenden kann, sobald die kantonale Behörde (AMA) das Gesuch erhalten hat. Auch wenn die offizielle Antwort noch aussteht, geht das Unternehmen davon aus, dass sein Gesuch bewilligt wird.

Dauer der Kurzarbeit von 3 auf 6 Monate verlängert
Die Bewilligungsdauer von Kurzarbeit wird von 3 auf 6 Monate verlängert. Damit können die Anzahl Gesuche minimiert und somit das Bewilligungsverfahren beschleunigt werden. Dies gilt rückwirkend auch für die bereits eingereichten Gesuche.

Vereinfachtes Formular

  1. Beantworten Sie die 8 obligatorischen Fragen.
  2. Geben Sie bei Frage 7 eine Arbeitslosenkasse an: Öffentliche Arbeitslosenkasse, Syna, Syndicom oder Unia.
  3. Legen Sie dem Gesuch das Organigramm Ihres Betriebs bei, inkl. Anzahl Mitarbeitende pro Organisationseinheit.
  4. Senden Sie Ihr Gesuch per Post (1 Exemplar) an:
    Amt für den Arbeitsmarkt - AMA
    Rechtsdienst
    Boulevard de Pérolles 25
    1701 Freiburg

Video: Wie wird das Formular richtig ausgefüllt?

Hotline Kurzarbeit
Tel. 026 305 96 57
Montag bis Freitag von 8.00 bis 11.30 Uhr und von 14.00 bis 16.30 Uhr

Was es für Arbeitgeber zu beachten gilt
Was es für Arbeitgeber zu beachten gilt © Tous droits réservés
Kurzarbeitsentschädigung (in Nichtkrisenzeiten)

DIE UNTEN STEHENDEN INFORMATIONEN ZUR KURZARBEIT GELTEN IN NORMALEN ZEITEN, ALSO WENN DIE COVID-19-KRISE WIEDER VORBEI IST. FÜR INFORMATIONEN ZUR KURZARBEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DEM CORONAVIRUS LESEN SIE BITTE DIE ANGABEN AM SEITENANFANG SOWIE DIE NEWSLETTER «KA UND CORONAVIRUS: INFORMATIONEN DES AMA».

Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt die Arbeitslosenversicherung Entschädigungsleistungen, die einen Teil der Lohnkosten der vom Arbeitsausfall betroffenen Arbeitnehmenden abdecken.

Am ordentlichen Zahltagstermin zahlt der Arbeitgeber den Arbeitnehmenden 80 % des Verdienstausfalls (Lohn + Zulagen). Dieser Vorschuss wird ihm danach von der Arbeitslosenkasse zurückerstattet.

Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben Arbeitnehmende, die für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig sind, sowie die Arbeitnehmenden, die die obligatorische Schulzeit zurückgelegt, aber das Mindestalter für die AHV-Beitragspflicht noch nicht erreicht haben.

Folgende Arbeitnehmenden haben keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung:

  • Arbeitnehmende mit einem befristeten Arbeitsvertrag
  • Lernende
  • Temporärarbeitende
  • Arbeitnehmende, deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist
  • Arbeitnehmende mit einer dem Arbeitgeber nahe stehenden Funktion
  • ... ausführliche Liste in der Broschüre zur Kurzarbeitsentschädigung des SECO (PDF-Format).
Vorteile der Kurzarbeitsentschädigung

Für den Arbeitgeber

  • Die Arbeitsplätze bleiben erhalten.
  • Die Arbeitsverträge mit den Angestellten werden aufrechterhalten.
  • Das betriebliche Know-how wird bewahrt.
  • Das Personal ist umgehend verfügbar, sobald die Arbeit wieder aufgenommen werden kann.
  • Es entstehen keine Kosten für die Personalrekrutierung.

Für die Mitarbeitenden (verglichen mit den Leistungen für Arbeitslose)

  • Ihnen wird nicht gekündigt.
  • Sie müssen nichts unternehmen.
  • Es entstehen keine Beitragslücken bei der beruflichen Vorsorge.
Voraussetzungen

Kurzarbeit ist in der Regel wirtschaftlich bedingt.

Als Kurzarbeit gelten aber auch Arbeitsausfälle:

  • die auf behördliche Massnahmen zurückzuführen sind;
  • die auf vom Arbeitgeber nicht zu vertretende Umstände zurückzuführen sind;
  • die auf wetterbedingte Kundenausfälle zurückzuführen sind.

Keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung geben Arbeitsausfälle, wenn sie:

  • voraussichtlich nicht vorübergehend sind;
  • nicht mindestens 10 % der Arbeitsstunden ausmachen, die normalerweise im Betrieb insgesamt geleistet werden;
  • Arbeitsplätze nicht erhalten;
  • durch betriebsorganisatorische Massnahmen (Reinigungs-, Reparatur- oder Unterhaltsarbeiten) verursacht werden;
  • durch branchen-, berufs- und betriebsübliche oder durch saisonale Beschäftigungsschwankungen verursacht werden;
  • ... ausführliche Liste in der Broschüre zur Kurzarbeitsentschädigung des SECO (PDF-Format).
Vorgehen für den Arbeitgeber

1. Reichen Sie das Gesuch um Kurzarbeitsentschädigung mindestens 10 Tage vor Beginn der Kurzarbeit beim Amt für den Arbeitsmarkt ein (Adresse siehe unten).

Bei einem positiven Entscheid des AMA zahlt die von Ihnen ausgewählte Arbeitslosenkasse die Schlechtwetterentschädigung.

2. Beantragen Sie die Kurzarbeitsentschädigung bei der Arbeitslosenkasse Ihrer Wahl. Der Entschädigungsanspruch verfällt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ende der entsprechenden Kontrollperiode geltend gemacht wird. Nach Prüfung des Gesuchs zahlt die Kasse dem Arbeitgeber die entsprechenden Leistungen in der Regel innerhalb eines Monats aus.

  • Alle Formulare im Zusammenhang mit der Kurzarbeit finden Sie auf der Website arbeit.swiss.
  • Was Arbeitgeber beachten müssen, können Sie in folgendem Dokument nachlesen:
Formulare für Kurzarbeitsentschädigung
Weiterbildung während der Kurzarbeit

Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung bleibt bestehen, wenn der Arbeitgeber mit Einwilligung des AMA (kantonale Amtsstelle) die ausfallende Arbeitszeit ganz oder teilweise zur Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmenden verwendet.

Das AMA darf seine Einwilligung nur geben, wenn die Weiterbildung:

  • Fertigkeiten oder Kenntnisse vermittelt, die der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer auch bei einem Stellenwechsel nützlich sein können;
  • durch sachkundige Personen nach einem zum Voraus festgelegten Programm durchgeführt wird;
  • von der üblichen Tätigkeit im Betrieb klar getrennt ist;
  • nicht im alleinigen oder überwiegenden Interesse des Arbeitgebers liegt.

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein.

Um die ausgefallene Arbeitszeit zur Weiterbildung der betroffenen Arbeitnehmenden verwenden zu dürfen, muss der Arbeitgeber das entsprechende Gesuch gemäss der Rechtsprechung analog der Voranmeldefrist nach Artikel 36 AVIG spätestens 10 Tage vor Beginn der Weiterbildung einreichen. Bei dieser Frist handelt es sich um eine Verwirkungsfrist. Wird das Gesuch verspätet eingereicht, kann die Weiterbildung erst für die Zeit nach Ablauf der Frist bewilligt werden (G6 ff. AVIG-Praxis KAE).

Bitte kontaktieren Sie vorab den Rechtsdienst des AMA, um die Weiterbildung zu melden und zusätzliche Informationen zum Ausfüllen des Gesuchs zu erhalten.

Kontakt

Das AMA ist für die Bearbeitung der Gesuche um Kurzarbeitsentschädigung im Kanton Freiburg zuständig und unterstützt Sie gerne bei allen notwendigen Schritten.

Amt für den Arbeitsmarkt - AMA
Rechtsdienst
Boulevard de Pérolles 25
1701 Freiburg

026 305 96 57
juridique.spe@fr.ch

 

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