COVID-19: Auswirkungen der Massnahmen gegen das Coronavirus auf die Angebote der Kinder- und Jugendförderung

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie haben weitreichende Folgen für alle Sektoren, einschliesslich für den Bereich der Kinder- und Jugendförderung und für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Die Fachstelle für Kinder- und Jugendförderung informiert auf dieser Seite die Jugendverbände und die Offene Kinder- und Jugendarbeit über die Auswirkungen der Massnahmen auf die Angebote für Kinder und Jugendliche.

Bei den Aktivitäten der Kinder- und Jugendförderung handelt es sich um Angebote mit sozialem und sozialpädagogischem Auftrag zur Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit, die vom Gemeinwesen oder Verbänden der Zivilgesellschaft organisiert werden. Dazu gehören alle Aktivitäten, die im Rahmen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) angeboten werden, einschliesslich der offenen Treffs, sowie ausserschulische kulturelle, künstlerische, sportliche und bewegungsorientierte Freizeitaktivitäten, die von Organisationen, Vereinen, Sportclubs oder lokalen Verbänden organisiert werden.

 

MASSNAHMEN UND AUSWIRKUNGEN AUF DIE OKJA

Für die Fachstellen der OKJA gelten die nationalen Massnahmen gemäss Covid-19-Verordnung besondere Lage vom 23. Juni 2021 (Stand am 26. Juni 2021) sowie je nach Kanton weitere oder andere Schutzmassnahmen. Die kantonalen und regionalen Verbände und Netzwerke der OKJA sind für die Fachstellen erste Ansprechstelle.

 

NATIONALE MASSNAHMEN UND EMPFEHLUNGEN DES DOJ

Neu / angepasst

Allgemein :

  • Keine Personenbeschränkung für spontane Treffen im öffentlichen Raum
  • Keine Maskenpflicht im Aussenraum
  • Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre brauchen kein Covid-19-Zertifikat.
  • Sportliche/kulturelle Aktivitäten: keine Einschränkungen ausser Erhebung der Kontaktdaten bei Aktivitäten in Innenräumen
  • Veranstaltungen (bis 1000 Personen): Die Organisator*innen entscheiden, ob der Zutritt mit oder ohne Zertifikat eingeschränkt ist. Je nach dem gelten unterschiedliche Schutzmassnahmen.
  • Grossveranstaltungen (ab 1000 Personen): sind bewilligungspflichtig und es gilt zwingend die Einschränkung des Zutritts auf Personen ab 16 Jahren mit Covid-19-Zertifikat.
  • Konsumation von Speisen und Getränken: keine Einschränkungen ausser Sitzpflicht und Abstand zwischen den Tischen oder Abschrankungen in Innenräumen
  • Anstatt Homeoffice-Pflicht gilt eine Empfehlung.
  • Maskenpflicht bei der Arbeit: Entscheid obliegt dem Arbeitsgeber (in öffentlich zugänglichen Bereichen aber obligatorisch).

 

Spezifisch für die OKJA (Jg. 2001 und jünger)

  • Aktivitäten und Veranstaltungen für Kinder/Jugendliche mit Jahrgang 2001 und jünger sind abgesehen von der Pflicht ein Schutzkonzept zu erarbeiten und umzusetzen uneingeschränkt erlaubt.
  • Keine generelle Maskenpflicht in OKJA-Angeboten. Die Anbieter/Fachstellen entscheiden darüber je nach Kontext und Angebot und legen dies im Rahmenschutzkonzept fest.
  • Tanzveranstaltungen sind erlaubt.
  • Gemeinsames Essen ist erlaubt.
  • Keine Höchstzahl von Besucher*innen im ordentlichen Betrieb
  • Covid-19-Zertifikat: Die Lokalitäten und Aktivitäten der OKJA sind für Kinder und Jugendliche mit Jahrgang 2001 und jünger ohne Zertifikat zugänglich.
  • Erhebung der Kontaktdaten: ist grundsätzlich nicht Pflicht, das BAG und der DOJ empfehlen diese aber in Innenräumen, insbesondere wenn keine Maske getragen wird.
  • Gemischte Gruppen: Nehmen andere Personen an einem OKJA-Angebot teil, beispielsweise Eltern oder junge Erwachsene mit Jahrgang 2000 und älter, so gelten die generellen Regeln zur Maskenpflicht in Innenräumen und für Veranstaltungen.

 

Seit 26. Juni 2021 gilt für die Angebote der Kinder- und Jugendförderung Folgendes:

  • Aktivitäten und Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur und Jugend sind wie folgt erlaubt:
  • Veranstaltungen mit Publikum: Es gilt in Innenräumen eine Obergrenze von 100 und draussen von 300 Personen. Es darf maximal die Hälfte der Kapazität genutzt werden.
  • Veranstaltungen ohne Publikum: Vereinsanlässe und Ähnliches sind innen und aussen mit maximal 50 erlaubt.
  • Sport und Kultur für Kinder und Jugendliche bis Jg. 2001: ohne Einschränkungen zugänglich. Es dürfen Wettkämpfe mit und Auftritte vor Publikum (Personenzahl gemäss Regeln Publikumsanlässe) durchgeführt werden. Tanzveranstaltungen sind erlaubt.
  • Sport und Kultur für Jugendliche mit Jg. 2000 und älter: Es dürfen maximal 50 Personen gemeinsam Sport treiben und an kulturellen Aktivitäten teilnehmen. Publikum ist zugelassen, auch an Wettkämpfen und bei Auftritten (Personenzahl gemäss Regeln Publikumsanlässe mit 100 Personen drinnen und 300 Personen draussen). Mannschaftssportarten sind nur draussen erlaubt. Im Freien sind auch Sportarten mit Körperkontakt zulässig (Training und Wettkämpfe). In Innenräumen gilt für Sportarten, bei denen weder eine Maske getragen noch der Abstand eingehalten werden kann: nur zulässig in kleinen, beständigen Vierergruppen, die sich untereinander nicht durchmischen, und denen je 50 Quadratmeter zur ausschliesslichen Nutzung zur Verfügung stehen. Die Erhebung der Kontaktdaten ist obligatorisch. In Innenräumen beträgt die Fläche, die bei der Ausübung einer ruhigen Sportart, bei welcher der zugewiesene Platz nicht verlassen wird (z. B. Yoga), zur ausschliesslichen Nutzung zur Verfügung stehen muss, 10 Quadratmeter pro Person. Tanzveranstaltungen sind aktuell nur bei Grossveranstaltungen im Freien erlaubt.
  • Gemischte Altersgruppen: Nach wie vor gelten die Regelungen für Jugendliche ab Jahrgang 2000 und älter, wenn sich die Altersgruppen mischen.
  • Konsumation und Abgabe von Speisen und Getränken: Die Abgabe von Speisen und Getränken in Innen- und Aussenräumen ist im Regelbetrieb sowie während Veranstaltungen wieder erlaubt. Im Aussenbereich und im Innenbereich gelten folgende Vorgaben: Abstand oder Abschrankung zwischen Gästegruppen, max. 4 Personen innen und 6 Personen aussen pro Tisch, Erhebung der Kontaktdaten aller Gäste und Sitzpflicht. Die Maskenpflicht gilt am Tisch sitzend nicht, jedoch vor dem Absitzen und beim Verlassen des Tischs.
  • Menschenansammlungen im öffentlichen Raum und spontane Treffen im Freien: Die Beschränkung der Anzahl Personen ist aufgehoben.
  • Angebote der mobilen und aufsuchenden Jugendarbeit im öffentlichen Raum: Die Beschränkung der Anzahl Personen ist aufgehoben.
  • Maskenpflicht: Kinder unter 12 Jahren müssen keine Maske tragen (kantonale Ausnahmen vorbehalten). Jugendliche mit Jahrgang 2001 oder jünger dürfen bei kulturellen und sportlichen Aktivitäten auf die Maske verzichten. Abgesehen davon gilt die allgemeine Maskenpflicht. Ältere Jugendliche müssen in Innenräumen Maske tragen, in Aussenräumen nur, sofern der Abstand nicht eingehalten oder keine anderen Schutzmassnahmen wie Abschrankungen getroffen werden. Ausnahmen gibt es bei sportlichen Aktivitäten in Innenräumen.
  • Homeoffice: Empfehlung: Die Homeoffice-Pflicht wird für jene Betriebe, die gezielt und wiederholt testen, in eine Homeoffice-Empfehlung umgewandelt.
  • Personal: Es gilt keine Kontakt- und Reisequarantänepflicht für Geimpfte und Genesene während sechs Monaten. Geimpfte sind in dieser Frist auch von der Testpflicht enthoben.

 

Weiterhin gelten im Bereich der Kinder- und Jugendförderung die folgenden allgemeinen Massnahmen und Empfehlungen:

  • Die Offene Kinder- und Jugendarbeit und die Aktivitäten der Kinder- und Jugendorganisationen werden explizit in der Kommunikation des Bundesrats erwähnt und in einem eigenen Artikel in der COVID-19-Verordnung benannt und geregelt (Art. 6g).
  • Schutzkonzept: Alle öffentlich zugänglichen Orte, auch die Angebote der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Kinder- und Jugendorganisationen, sowie Organisierende von Veranstaltungen, Aktivitäten, Lagern, u.ä.m. müssen über ein Schutzkonzept verfügen. Es gibt keine Höchstzahl von Besucher*innen im ordentlichen Betrieb mehr.
  • Für Angebote der Offenen Arbeit mit Kindern/mobile Spielangebote, die auf dem eigenen Aussenraum oder auf einem definierten und abgegrenzten Areal stattfinden, gelten die Regeln für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001 und jünger. (Schutzkonzept, Kontakterfassung).
  • Auf betreuten Spielplätzen und Spielangeboten im Aussenraum dürfen begleitende Eltern von Kleinkindern anwesend sein. Es gilt keine Obergrenze für die Anzahl Personen. Diese orientiert sich am Betreuungsbedarf.
  • Eine Fachperson (oder freiwillige Betreuungsperson) muss anwesend sein für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen.
  • Die autonome Nutzung von Räumlichkeiten der OKJA (z. B. Bandräume) ist möglich, wenn erstens vor der ersten Nutzung eine Fachperson mit den Jugendlichen die Schutzmassnahmen bespricht, und wenn zweitens während der Nutzung eine Fachperson für die Jugendlichen erreichbar ist.
  • Ferienlager sind möglich für Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2001. Ein Schutzkonzept muss vorliegen. Siehe dazu die aktualisierten Richtlinien und Rahmenvorgaben unten.
  • Vorgaben zur schweizweiten ausgedehnten Maskenpflicht befolgen: Die Maskenpflicht gilt für Personen ab 12 Jahren:
    • in öffentlich zugänglichen Innenräumen von Einrichtungen und Betrieben sobald sich mehr als 1 Person im Raum befindet sowie in den Aussenbereichen. Zu diesen Einrichtungen und Betrieben gehören unter anderem soziale Einrichtungen, Beratungsstellen und Quartier- und Jugendräume.
    • in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Warte- und Zugangsbereiche des öffentlichen Verkehrs.
    • in den Aussenbereichen von Einrichtungen und Betrieben wie zum Beispiel Läden, Veranstaltungsorte, Restaurants und Bars oder Wochen- und Weihnachtsmärkte.
    • in belebten Fussgängerbereichen und überall dort, wo der erforderliche Abstand im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann.
    • in Büroräumlichkeiten, sobald sich mehr als 1 Person im Raum befindet.
  • Distanzregeln befolgen: Grundsätzlich und wenn möglich soll der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten werden. Namentlich ist der erforderliche Abstand auch beim Tragen einer Maske nach Möglichkeit einzuhalten. Wenn die Distanzhaltung im Zusammenhang mit jungen Kindern pädagogisch nicht sinnvoll und umsetzbar ist, kann darauf punktuell verzichtet werden.
  • Allgemeine Hygienemassnahmen befolgen, insbesondere regelmässig und gründlich Hände waschen und Desinfektionsmittel verwenden. Räume regelmässig lüften und gemeinsam genutzte Gegenstände sowie weitere sensible Stellen nach jeder Nutzung desinfizieren.
  • Angebote und Aktivitäten soweit möglich draussen durchführen.
  • Contact-Tracing: Um die Kontaktdaten in elektronischer Form zu erfassen wird die App OK-VISIT empfohlen.
  • Sich über die geltenden spezifischen Bestimmungen in der jeweiligen Gemeinde informieren, in der die Aktivität stattfindet.

Schutzkonzepte, Massnahmen und Regeln

Das Rahmenschutzkonzept des DOJ sowie das Schutzkonzept von Frisbee sind die für diesen Bereich geltenden Schutzkonzepte im Kanton Freiburg.

 

Empfehlungen von Fachgremien und Kommissionen für Kinder- und Jugendfragen auf kantonaler, interkantonaler, nationaler und eidgenössischer Ebene

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns per E-Mail an kinder-jugend@fr.ch

 

«Alltags»-Hotline:

per E-Mail an folgende Adresse: viequotidienne@fr.ch