26. Juni 2019 -12h56

Bedingt durch das sommerliche Wetter ist die Ozonkonzentration in unserer Luft derzeit hoch. Der Grenzwert wurde dieses Jahr bereits 37 Mal überschritten. Ozon ist ein für die Gesundheit und die Umwelt schädlicher Schadstoff. Die aktuelle Ozonsituation und Prognosen von MeteoSchweiz für die nächsten Tage sind auf der Webseite des Amts für Umwelt verfügbar.

Akelei und Sonne
Akelei und Sonne © Tous droits réservés - Bruno Glätsch, Pixabay

Die Luftqualität im Kanton Freiburg

Die Konzentration von Ozon schwankt im Verlaufe des Tages üblicherweise stark. Überschreitungen des Grenzwertes sind bei schönem Wetter während der zweiten Tageshälfte und während des gesamten Sommerhalbjahres möglich.

Das Amt für Umwelt veröffentlicht stündlich die aktuelle Ozonkonzentration des Standorts Freiburg, Pérolles-Park (Luftqualität). Diese Werte sind repräsentativ für die meisten Gebiete des Kantons Freiburg, die etwas abseits der Verkehrsströme liegen.

Mit airCHeck, einer Gratis-Applikation für Smartphones, kann die aktuelle Ozonkonzentration und die Luftqualität jederzeit verfolgt werden. airCHeck wurde von den Kantonen in Zusammenarbeit mit der Lungen- und Krebs-Liga entwickelt.

Ozonprognosen

Auf der Webseite des Amtes finden Sie Ozonprognosen von MeteoSchweiz. Sie geben die nachmittäglichen, maximalen Ozon-Belastungen für die ländlichen Regionen des westlichen Mittellandes an. Somit können empfindlich reagierende Personen bei erwarteter hoher Belastung ihre Aktivitäten entsprechend planen. Zum Beispiel können körperliche Anstrengungen während des Nachmittags vermieden sowie auf den Vormittag oder nach Sonnenuntergang verschoben werden.

Empfehlungen

Im Allgemeinen ist der Aufenthalt im Freien - z.B. Spaziergang, Baden oder Picknick - unproblematisch. Bei empfindlich reagierenden Personen können aber Schleimhautreizungen in Augen, Nase und Hals auftreten. Bei körperlicher Anstrengung kann bei diesen Personen auch die Lungenfunktion um 5 bis 10% reduziert werden.

Ihr Beitrag

Die Verschmutzung durch Ozon ist kein unabwendbares Schicksal. Individuelle Verhaltensweisen können dazu beitragen, die schädliche Ozonbelastung zu reduzieren.

  • Sanfte Fortbewegungsmittel, den öffentlichen Verkehr oder Fahrgemeinschaften bevorzugen.
  • Lösemittelfreie oder -arme Produkte verwenden.
  • Im Hobby- und Gartenbereich elektrische statt benzinbetriebene Geräte benutzen. Im anderen Fall sogenanntes Geräte- oder Alkylat-Benzin benutzen (frei von Benzol, für 2- und 4-Takt-Motoren).
  • Saisongerecht regionale Produkte mit kurzen Transportwegen einkaufen.
Information der Bevölkerung bei erhöhten Ozon-Konzentrationen

Gemäss Luftreinhaltung-Verordnung darf der Stundenmittelwert von Ozon höchstens einmal pro Jahr den Grenzwert von 120 µg/m³ überschreiten. Leider sind aber Überschreitungen dieses Grenzwertes in unserer Region während sommerlichen Schönwetterphasen (Hochdrucklagen) immer wieder möglich.

Die Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz BPUK hat 2005 nach Absprache mit den Bundesbehörden entschieden, die Bevölkerung bei hohen Ozonwerten aktiv durch die Massenmedien zu informieren. Sie orientiert sich dabei am europäischen Richtwertwert von 180 µg/m³, ab dem die Bevölkerung verstärkt informiert werden soll. Dieser entspricht dem anderthalbfachen Wert des Ozon-Immissionsgrenzwertes der Schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung.

Sobald die Ozonkonzentration während drei aufeinander folgenden Stunden 240 µg/m³ überschreitet, werden die Kantone Sofortmassnahmen ergreifen wie z.B. temporäre Temporeduktionen auf Autobahnen.

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