26. Juli 2019 -16h00

Die Emission von Luftschadstoffen kombiniert mit den aktuellen meteorologischen Bedingungen führt zu hohen Ozonkonzentrationen in der Luft. Die Informationsschwelle von 180 µg/m3 wurde gestern an verschiedenen Messstationen in der Schweiz überschritten. Es werden daher Gesundheitshinweise sowie Empfehlungen zur Verringerung der Luftschadstoffe in der Luft veröffentlicht.

Himmel
Himmel © 2015 Benjamin Ruffieux - 2015 Benjamin Ruffieux

Die Ozonkonzentration in spezifischen Regionen der Schweiz hat ein Niveau erreicht, welches bei Teilen der Bevölkerung die Gesundheit beeinträchtigen kann. Die gemessenen Werte in Genf, Payerne, auf der Alpensüdseite übersteigen die Informationsschwelle von 180 µg/m³, welche von der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz festgelegt wurde.

Im Gebiet des Kantons Freiburg wurde gestern im Pérolles-Park in Freiburg 149 µg/m³ als maximaler Stundenmittelwert gemessen. Gemäss Luftreinhaltung-Verordnung darf der Stundenmittelwert von Ozon höchstens einmal pro Jahr den Grenzwert von 120 µg/m³ überschreiten. Dieser Wert wurde dieses Jahr in Freiburg bereits 152 Mal überschritten.

Entwicklung

Die meteorologischen Bedingungen bleiben ungünstig und es ist weiterhin mit hohen Ozonkonzentrationen zu rechnen. Eine Verbesserung könnte am Wochenende eintreten, falls die vorhergesagten Niederschläge eintreffen.

Auf der Webseite des Amts für Umwelt kann die aktuelle Ozonkonzentration des Standorts Freiburg, Pérolles-Park stündlich abgerufen werden. Diese Werte sind repräsentativ für die meisten Gebiete des Kantons Freiburg, die etwas abseits der Verkehrsströme liegen.

Mit airCHeck, einer Gratis-Applikation, kann die aktuelle Ozonkonzentration ebenfalls auf Smartphones verfolgt werden.

Empfehlungen

Im Allgemeinen ist der Aufenthalt im Freien - z.B. Spaziergang, Baden oder Picknick - unproblematisch. Bei empfindlich reagierenden Personen können aber Schleimhautreizungen in Augen, Nase und Hals auftreten. Bei körperlicher Anstrengung kann bei diesen Personen auch die Lungenfunktion um 5 bis 10% reduziert werden.

Ihr Beitrag

Die Verschmutzung durch Ozon ist kein unabwendbares Schicksal. Individuelle Verhaltensweisen können dazu beitragen, die schädliche Ozonbelastung zu reduzieren.

  • Langsamverkehr, den öffentlichen Verkehr oder Fahrgemeinschaften bevorzugen.
  • Lösemittelfreie oder –-arme Produkte verwenden.
  • Im Hobby- und Gartenbereich elektrische statt benzinbetriebene Geräte benutzen. Im anderen Fall sogenanntes Geräte- oder Alkylat-Benzin benutzen (frei von Benzol, für 2- und 4-Takt-Motoren).
  • Saisongerecht regionale Produkte mit kurzen Transportwegen einkaufen.

Ähnliche News