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Ergiebige Schneefälle
Ergiebige Schneefälle © Alle Rechte vorbehalten - www.pixabay.com

Ergiebige Schneefälle

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Naturgefahren: Ergiebige Schneefälle : Vorstellung und Verhaltensempfehlungen

Verhaltensempfehlungen

Bei starkem Schneefall wird empfohlen:

  • Die lokale Wetterentwicklung beobachten, Informationen einholen und das Verhalten den Verhältnissen anpassen.
  • Das tägliche Lawinenbulletin und die Zusatzinformationen des Eidg. Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF Davos beachten.
  • Informationen über die Verkehrslage einholen (Radio, Telefon 163).
  • Alle nicht wirklich notwendigen Fahrten (auch mit Winterausrüstung) unterlassen.
  • Wenn trotzdem nötig, öffentliche Verkehrsmittel benutzen.
  • Auf unnötiges Telefonieren verzichten (Netzzusammenbruch).
  • Aufenthalt unter Dachvorsprüngen vermeiden.
  • Schneelast auf Dächern entfernen.
  • Keine heruntergefallenen Leitungen berühren.
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Vorstellung

Der Schnee ist eine Form von festem Niederschlag, die von den Wolken fällt, wenn die Luftmassentemperatur unterhalb oder nahe  von 0° C ist. Sie fällt häufig in  Gebirgsbereichen, aber ist seltener im Flachland, wo sie generell bei Temperaturen zwischen + 1° und –5°C fällt.

Man spricht von starken Schneefällen, wenn es schneit:

  • 70-100 cm / 24h
  • 100-140 cm / 48h
  • 140-180 cm / 72h

Starke Schneefälle können  eine Gefahr darstellen, etwa für die Bevölkerung und  den Verkehr.

Gefahren

Im Flachland treten vor allem Probleme durch glatte oder schneebedeckte Fahrbahnen auf - und dies selbst bei schwachen Schneefällen (2 bis 15 cm). Die Auswirkungen dieser Niederschläge sind Stürze, Unfälle und Störungen der Verkehrsmittel.

Grössere Neuschneemengen (15 cm / 24 Stunden) ergeben Risiken: Lawinen, Isolation der Berggemeinden, Gebäudeschäden durch Schneelast auf den Dächern sowie Dachlawinen.

Nachfolgende Gefahren:

  • Stromausfälle
  • Hochwasser

Begriffserklärungen

Blizzard
Heftiger und langanhaltender Schneesturm mit tiefen Temperaturen und heftigen Winden sowie Schneeniederschlägen, die die Sicht erheblich verringern.

Frostbeule
Frostbrand,  der  oberflächlich  oder tief sein kann. Manchmal können sogar die Muskeln und die Knochen darunter leiden.

Schneewehe (oder Schneeverwehung)
Vom Wind gebildete Schneeansammlungen.

Unterkühlung
Zustand, in dem die zentrale Temperatur eines warmblütigen Tieres die Lebensfunktionen nicht mehr korrekt gewährleisten kann.

Ereignisbeispiel

25. November – 3. Dezember 2005, Münsterland (Deutschland)
Ein aussergewöhnliches Wetterereignis führte Ende 2005 in weiten Teilen des Münsterlandes zu erheblichen Schneefällen. Der Schnee war sehr nass und zusätzlich wehte ein starker Wind, wodurch sich bis zu 15 cm dicke Eispanzer um Stromleitungen und Hochspannungsmasten bildeten. Fünfzig Strommasten hielten dem extremen Gewicht nicht stand und knickten um. Dadurch kam es in mehreren Landkreisen gleichzeitig zu Stromausfällen, welche sich in manchen Gemeinden über mehrere Tage erstrecken sollten. Dies bedeutete, dass für rund 250 000 Menschen stunden- und tagelang – im Extremfall bis zu einer Woche – der Strom ausfiel. Für den deutschen Bevölkerungsschutz, insbesondere für die Organisationen im Kreis Steinfurt (der am meisten betroffen war), war die Bewältigung dieses Ereignisses eine grosse Herausforderung und stellte eine grosse Belastung dar. Nebst technischen Instandstellungsarbeiten musste die betroffene Bevölkerung mit Notstrom und teilweise in Sammelstellen mit Lebensmitteln versorgt werden.

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