Ausstellung des Amtes für Archäologie des Kantons Freiburg : FRYBURG 850 Jahre

mehr als 850 Jahre. Archäologie einer Stadt
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Im Amt für Archäologie des Kantons Freiburg

5. Mai – 30. Oktober 2007

Freiburg ist viel älter!? Aus Anlass der 850-Jahrfeier der Gründung der Stadt Freiburg sollen der Freiburger Bevölkerung die archäologischen Entdeckungen aus ihrer Stadt präsentiert werden. In einer Ausstellung im Gebäude des Amtes für Archäologie auf der Oberen Matte ziehen vergangene Epochen der Menschheitsgeschichte vorbei: Das Spektrum der repräsentierten Funde und Fundstellen reicht von den Funden der mesolithischen Jäger- und Sammlergruppen über neolithische Steinäxte und Keramikfunde von einer bronzezeitlichen Höhensiedlung über Hinterlassenschaften der gallorömischen Zivilisation hin zu Bestattungen des frühen Mittelalters. Den Schwerpunkt bildet aber sebstverständlich das Mittelalter, also die Zeit nach der Gründung der Zähringerstadt an der Saane: prachtvolle Kachelöfen in repräsentativen Stadthäusern und ein herausragendes Ensemble mittelalterlicher Gläser bilden den Mittelpunkt einer Präsentation rund um die Archäologie einer Stadt.

Ziele

Die Stadt Freiburg ist mit ihrer mittelalterlichen Bausubstanz ständiger Einsatzort der Mitarbeiter des Amtes für Archäologie. Das Jubiläum bietet einen willkommenen Anlass, die dabei gemachten Entdeckungen anhand ausgewählter Beispiele zu präsentieren. Dabei gilt es, in der Bevölkerung das Bewusstsein für das herausragende archäologische und historische Erbe ihrer Stadt zu schärfen. Die Archäologie als konkrete Geschichtswissenschaft eignet sich dazu in besonderer Weise, weil sie sich vor allem mit der Alltagskultur beschäftigt, die in den Schriftquellen oder in der bildlichen Kunst kaum vertreten ist. Diese Alltagskultur ist ein guter und direkter Anknüpfungspunkt für den heutigen Menschen, um zu einem Verständnis von der Lebensweise vergangener Generationen zu gelangen.

Ziel ist es also die Bevölkerung Freiburgs für ihr archäologisches Erbe zu sensibilisieren, die Notwendigkeit seiner Erhaltung zu unterstreichen und ein Forum für Bürger

Ofenkacheln
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Zielgruppen
Glas
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Zielgruppe sind zunächst die Bewohner des Kantons Freiburg – und zwar aller Altersgruppen, insbesondere aber auch Schulklassen. Um ein positives Bewusstsein für kulturelle Themen zu schaffen, muss die Sensibilisierung bei den jungen Generationen beginnen. Hier wird es möglich sein, die bei der grossen Archäologie-Ausstellung "A>Z Archäologischer Steifzug durch das Freiburgerland" im Jahr 2005/06 geknüpften Kontakte zu nutzen und die damals schon sehr aktive Lehrerschaft einzubinden. Die Ausstellung richtet sich ausserdem an Touristen und Besucher, die anlässlich der zahlreichen Jubiläumsveranstaltungen in der Stadt erwartet werden – darunter seien etwa die vielen Gäste erwähnt, die im Juni zum grossen Archäologie-Festival der Gesellschaft "Archäologie Schweiz" (ehemals Schweizerische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte) in Freiburg aus der ganzen Schweiz erwartet werden.

Konzept

Der Inhalt der Präsentation konzentriert sich räumlich auf das Stadtgebiet Freiburg. Zeitlich deckt er alle wichtigen Epochen der Menschheitsgeschichte ab. Die Ausstellung ist zweigeteilt. Trennlinie bildet die Gründung der Stadt Freiburg. Sie markiert den Wendepunkt in der kulturellen und sozialen Entwicklung der hier lebenden Menschen.

Der erste Teil befasst sich mit den Hinterlassenschaften aus vor- und frühgeschichtlicher Zeit. Er repräsentiert das vorurbane Leben in all seinen Entwicklungsstadien: Jäger- und Sammlergesellschaften im Mesolithikum, erste Bauern des Neolithikums, die zunehmende Hierarchisierung der Gesellschaft in der Bronzezeit, die beinahe modern anmutende gallorömische Zivilisation und die ländliche, christlich geprägte Bevölkerung des Frühmittelalters.

Im zweiten Teil manifestiert sich das urbane Leben in einer mittelalterlichen Stadt. Alltagskultur und soziale Unterschiede, ökonomische Grundlagen und bauliche Besonderheiten – ein weit gespannter Bogen, der den Besucher anhand ausgesuchter Fundstücke und instruktiver Tafeln in das Freiburger Leben vor über 500 Jahren eintauchen lässt.

Texte und Inhalte sowie grafische Arbeiten werden von Mitarbeitern des Amtes für Archäologie erarbeitet bzw. gewährleistet.

Modell vom Remundtor
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Begleitpublikation
FHA 9
FHA 9 © Alle Rechte vorbehalten
FHA 9

Die diesjährige Ausgabe der Freiburger Hefte für Archäologie ist eine Sondernummer, die der Stadt Freiburg gewidmet ist. Sie dient als Begleitpublikation zur Ausstellung. Es handelt sich um eine Edition von Aufsätzen und Artikeln rund um archäologisch-historische Themen zur Stadt Freiburg. Zusätzlich zur detaillierten Vorstellung der in der Ausstellung präsentierten Fundstellen, nimmt dieses Heft die Gelegenheit war, noch weitere Aspekte und Erkenntnisse zur Stadtgeschichte abzuhandeln. Bei den Verfassern der Artikel handelt es sich um Wissenschaftler des Amtes für Archäologie und um externe Autoren.

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