ARCHEOQUIZ. Spurensuche im FreiburgerlandAusstellung im Museum für Kunst und Geschichte

ARCHEOQUIZ. Spurensuche im Freiburgerland

Ausstellung im Museum für Kunst und Geschichte Freiburg vom 9. November bis zum 17. Februar 2013.

Wenn die Archäologie mit Experten zusammenspannt und so ihre Untersuchungen durchführt...!

Diese Ausstellung lädt die Besucher zur Entdeckung einer Welt ein, die den polizeilichen Untersuchungen der beliebtesten TV-Serien in Nichts nachsteht. Sie zeigt wie die Untersuchungen durchgeführt werden, die zum genaueren Verständnis von Objekten führen, welche oft während Jahrtausenden unter unseren Füssen lagen.
Um auf die wichtigsten Fragen, die ein regelrechtes Quiz darstellen, antworten zu können, wenden sie sich an die unterschiedlichsten Spezialisten der Altertumsforschung: Sedimentologen, Paläoanthropologen, Archäozoologen, Archäobotaniker, Dendrologen und weitere Fachleute für alte Gewebe und Metalle bringen ihr Spezialwissen ein, damit die Fundstücke nicht stumme Zeugen bleiben.
Mit Objekten von der prähistorischen Zeit bis heute präsentieren sechs Module die Untersuchungen der Archäologen und Spezialisten. Dies geschieht anhand von kürzlich entdeckten Funden, die hier zum Teil erstmals ausgestellt sind.

Stratigrafie Villeneuve/La Baume
Stratigrafie Villeneuve/La Baume © Alle Rechte vorbehalten
Stratigrafie Villeneuve/La Baume

(Unter der) Erde

Seit der Mensch gelernt hat, natürlich vorhandene Materialien zu gestalten, hinterlässt er in seinem Lebensraum Spuren, die als Überreste seiner Beschäftigung oft schlicht auf dem Boden liegen bleiben. Das Erdreich, der Untersuchungsbereich par excellence der Archäologen, ist ein dynamisches Umfeld, das durch menschliche Eingriffe zunehmend verwundet wird.
 


Die Menschen

Wenn man sich für die Menschen interessiert, die hinter den archäologischen Funden stecken, ist man früher oder später mit dem konfrontiert, was sich von ihnen im Boden erhalten hat: ihre Gebeine. Es ist die Arbeit des Anthropologen der die Umstände, unter denen der Verstorbene bestattet wurde, bestimmt, einige der morphologischen Geheimnisse ans Licht bringt – Anomalien, Krankheiten, erlittene Unfälle – und nach deren Ursachen fragt.
 

Stark pathologische Kiefer, Fétigny
Stark pathologische Kiefer, Fétigny © Alle Rechte vorbehalten
Stark pathologische Kiefer, Fétigny
Rekonstruktion des Rückenpanzers einer Schildkröte, Vallon
Rekonstruktion des Rückenpanzers einer Schildkröte, Vallon © Alle Rechte vorbehalten
Rekonstruktion des Rückenpanzers einer Schildkröte, Vallon

Auf Pfoten und Flügeln

Zuerst Sammler und Jäger, dann Viehzüchter und Bauer – im Laufe der Zeit veränderte der Mensch sein Verhältnis zur Natur wesentlich. Es ist die Geschichte dieser zwiespältigen Entwicklung – die nährende und schützende Mutter, die man andererseits ausbeutet und ausnutzt – die der Archäologe mit Hilfe der Naturwissenschaften (Palynologie, Archäobotanik, Archäozoologie) zu erhellen versucht.
 


Wer, Wie, Was ?

Über die Datierung eines Objektes hinaus, muss der Archäologe die Art und die Funktion seiner Fundstücke bestimmen. Wenn er Antworten oder zumindest Teilantworten finden will, muss er eine Reihe von Hilfsdisziplinen zu Hilfe rufen, die ein Licht auf die noch dunklen Punkte seiner Untersuchung zu werfen vermögen : Mineralogie, Epigraphie, Genetik, Heraldik, Numismatik.
 

Wanddekors, Franziskanerkirche, Fribourg
Wanddekors, Franziskanerkirche, Fribourg © Alle Rechte vorbehalten
Wanddekors, Franziskanerkirche, Fribourg
Rekonstruktion des Rades aus Ahornholz mit der Querstrebe aus Eschenholz
Rekonstruktion des Rades aus Ahornholz mit der Querstrebe aus Eschenholz © Alle Rechte vorbehalten
Rekonstruktion des Rades aus Ahornholz mit der Querstrebe aus Eschenholz

Zeitlos ... Vergängliches

Die Archäologie basiert auf der Untersuchung materieller Zeugnisse. Zudem benötigen organische Materialien wie Holz, Nahrungs- und tierische Fasern oder andere vergängliche Materialien wie Leder zu ihrer Konservierung spezifische Bedingungen, die längst nicht immer gegeben sind. Sind die Konditionen aber gut, bewahren die Fundstücke eine Vielzahl wertvoller Informationen.
 


Von Bronze und Eisen

Schon immer waren Metalle im Alltag des Menschen ein besonderer Stoff. Die Entwicklung der Herstellungstechniken und die Weitergabe des entsprechenden Know-Hows bedingten einen direkten kulturellen Austausch zwischen den verschiedenen Lebensgemeinschaften. Moderne Analysemethoden und die Beobachtungsgabe der Fachleute erlauben beispielsweise, die Techniken des Bronzegusses bei der Herstellung von Statuen genau zu bestimmen. 

Rechte Arme von zwei überlebensgrossen Standbildern, Arconciel
Rechte Arme von zwei überlebensgrossen Standbildern, Arconciel © Alle Rechte vorbehalten
Rechte Arme von zwei überlebensgrossen Standbildern, Arconciel

Während der gesamten Dauer der Ausstellung « Archéoquiz. Spurensuche im Freiburgerland » erlauben zahlreiche Workshops für Kinder und Erwachsene, in die Welt der Archäologie und ihrer unterschiedlichen Forschungsmethoden einzutauchen. Diese Workshops laden die Teilnehmer ein, einige Tätigkeitsfelder der experimentellen Archäologie zu entdecken. Die Besucher können die faszinierende Welt des Feuers, der Fresko-Malerei oder der althergebrachten Webkunst erkunden. Im Angebot stehen zudem Gesamtführungen sowie Themenführungen, die einen bestimmten Aspekt oder ein ausgewähltes Objekt präsentieren.

Führungen

Kulturvermittlung

Katalog

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