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AquaFri, das Informationssystem für Trinkwasser und Brandschutz

Die Online-Karten des Kantons Freiburg erhalten einen neuen Themenbereich zum Verteilnetz von Trinkwasser und Brandschutz, der auf dem Informationssystem AquaFri basiert. Damit können die georeferenzierten Daten zu den freiburgischen Installationen und ihre technischen Merkmale erfasst werden. AquaFri ist ein wesentlicher Bestandteil der Richtplanung der Trinkwasserinfrastrukturen (PTWI).

In wenigen Klicks können die Verantwortlichen der Trinkwasserversorgung oder des Brandschutzes den Standort und die Besonderheiten einer Wasserleitung oder eines Hydranten in Val-de-Charmey, Romont oder in einem Dorf im Broyebezirk abrufen. Dazu verwenden sie das Informationssystem AquaFri, das über die Online-Karten des Kantons Freiburg unter der Rubrik "Trinkwasser und Brandschutz" für alle zugänglich ist.

Die Einrichtung der Datenbank AquaFri durch das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) dauerte mehrere Jahre. Heute sind die Daten von 47 Trinkwassernetzen in AquaFri erfasst. Das System wird regelmässig mit den neuen Daten der Eigentümer von Anlagen ergänzt. Es ist vorgesehen, die Konsolidierung bis Ende 2019 abzuschliessen und dann die regelmässige Aktualisierung fortzuführen.

Die KGV hat einen grossen Teil der Entwicklung von AquaFri finanziert und das Zusammentragen zahlreicher Daten ermöglicht, insbesondere was die Hydranten der Gemeinden im Kanton betrifft. Letztendlich soll das Projekt dazu führen, dass ein vollständiges Inventar der Hydranten vorliegt, sodass die Feuerwehrleute diese bei einem Einsatz rasch lokalisieren und deren Merkmale einsehen können.

AquaFri wurde konzipiert, um die Umsetzung des kantonalen Gesetzes über das Trinkwasser (TWG) von 2011 und das dazugehörige Reglement von 2012 zu unterstützen. Nebst weiteren Änderungen verlangen diese Erlasse von den Gemeinden, einen Richtplan ihrer Trinkwasserinfrastrukturen (PTWI) zu erstellen. Auf der Grundlage dieser PTWI der Gemeinden erstellt der Kanton anschliessend seinen Sachplan Trinkwasserinfrastrukturen (STWI), der ein Inventar der Anlagen und Vorschläge für die Koordination, Rationalisierung und Ergänzung der bestehenden Infrastrukturen enthält, um die Qualität und die Quantität des verteilten Wassers sicherzustellen. Das kantonale Kataster der Trink- und Löschwasserinfrastrukturen AquaFri enthält die georeferenzierten Daten der Anlagen, aber auch ihre technischen Parameter, beispielsweise die Ergiebigkeit der Fassungen, das Material, den Innendurchmesser und das Baujahr der Rohrleitungen, oder aber das Fassungsvermögen eines Reservoirs. Da unterschiedliche Einheiten Eigentümer von Trinkwassernetzen sein können (Gemeinden oder Gemeindeverbände), waren diese Daten bis anhin auf verschiedenen Medien und in unterschiedlichen Formaten gespeichert. Das LSVW stellt den Eigentümern eine Richtlinie zur Verfügung, die ihnen den Datentransfer in AquaFri erleichtert.

Zudem hat das GIS-Kompetenzzentrum für die Verantwortlichen der Trinkwasserversorgung und die Feuerwehr zwei spezifische Anwendungen entwickelt, die aus dem Projekt AquaFri hervorgegangen und an die Anforderungen ihrer Tätigkeit angepasst sind.

Zusätzlich zu den Trinkwasserinfrastrukturen prüft das Amt für Umwelt (AfU), ob es möglich wäre, mittelfristig die Daten der Entwässerungsinfrastrukturen in die Datenbank zu integrieren.

AquaFri steht den kantonalen Ämtern, den Gemeinden und den Eigentümerverbänden seit mehreren Monaten zur Verfügung und ist nun in den Online-Karten des Kantons Freiburg für alle zugänglich.